Archiv für Denken schadet nicht

2017 – ein Jahr ANNO HOMINI?

Ohnmachtsspirale webMannigfaltig sprechen (schlechte) Gründe dafür, 2016 politisch als „annus miserabilis“ einzuordnen. Erstarken populistischer Strömungen und Parteien, Abstimmungssiege von Establishment-Gegnern in den USA, Großbritannien oder Italien, faschistoide Regierungen in Warschau oder Ankara, geopolitische Machtspiele in Osteuropa, Nah- und Fernost, die Erosion des Traumes vom „Europäischen Haus“ – die Geschehen des Jahres 2016 boten wenig Hoffnung auf friedliche Bewältigung der die Völker bedrängenden Probleme.

Nun werden wieder Segens- und Friedenswünsche zum neuen Jahr ausgesprochen und in alle Welt versandt, als brächte ein neuer Kalender eine neue Einstellung mit sich. Weiterlesen

Zertrumpelte Demokratie?

US-Amerika hat gewählt. Seit die jeweiligen Parteikonvente ihre Spitzenkandidaten nominierten, wurde es deutlich: die Amerikaner hatten die Wahl zwischen zwei Übeln. Für die Republikaner stand als Kandidat ein politikunerfahrener, beratungsresistenter und selbstverliebter Poltergeist, Weiterlesen

Trainieren für Democratien

Es sind so viele Faktoren, die auf die Entwicklung einer Person Einfluss nehmen. Hinter diesen Faktoren erkannten beobachtende und reflektierende Menschenkenner drei bestimmende Sphären oder Einflussfelder. Sie unterschieden

  • Körper als die biologische, materielle Erscheinung des Menschen
  • Geist als Verstandeskraft, die Welt denkend zu erfassen, zu durchdringen und zu gestalten
  • Seele als Empfindungskraft, die Freude, Trauer, Liebe, Hass und die ganze Welt der Emotionen umfasst.

Dass diese drei Sphären vielfältig und vielfach miteinander verbunden sind und sich gegenseitig durchdringen, gehört heutzutage zum Allgemeinwissen. Erkrankungen wie Heilungen wirken sich auf Empfinden und Denken der betroffenen Person aus. Sie können sogar dort ihre Wurzeln und Auslöser haben. Resonanzverweigerung, wie sie im Mobbing erlebt wird, kann Depressionen, Desorientierung und organische Erkrankungen auslösen. Zuwendung und Wertschätzung der Resonanz wiederum kann solche Zustände heilen. Weiterlesen

Endlich aufbrechen, von der Sehnsucht getragen

Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-44)

Segel hissen

Ein Weisheitsspruch, der nicht nur mein Engagement begleitete und prägte. Weisheitssprüche verdienen beachtet zu werden. Allerdings sollten sie auch immer wieder bedacht werden, ob und wie sie der je aktuellen Realität gerecht werden.

Gab der Autor des „Kleinen Prinzen“ der etwa Sehnsuchtsförderung den Vorzug vor dem Schiffbau und der Kunst der Seefahrt? Hätte er gar die Sehnsucht als Ersatz für technisches Können gepriesen? Weiterlesen

Ein mutiger Dialogversuch

Die Beschimpfung war da, noch bevor die Veranstaltung begann. Und sie war in jenem Stil, den die Kabarettfigur Erwin Pelzig einmal beschrieb als Zusammentreffen von Denkfaulheit, Grammatikschwäche und Internet. Den Auslöser für die Verbalattacke lieferte die KAB Taufkirchen. Anlässlich ihrer Frühjahrskonferenz hatte sie zu einem Dialogabend eingeladen „Was will die AfD anders machen?“, Weiterlesen

Ein Schelm namens Böhmermann

Gäbe es einen Eulenspiegel-Ehrenpreis, Jan Böhmermann wäre der aktuelle Favorit darauf. Mit einem Geniestreich gelang es ihm, die politische Verwahrlosung unserer Tage zu demaskieren. Was war geschehen? Das Satiremagazin extra-3 hatte einen Song produziert und ausgestrahlt, der den ohnehin bekannten Politikstil des türkischen Präsidenten Erdogan persiflierte. Weiterlesen

Tanz der Möglichkeiten und Bedingungen

Überladen mit Problemen torkelt unsere Welt durch Raum und Zeit. Jedem Problem sind mehrere Lösungsvorschläge angehängt, je nach Interessenlage einander ergänzend oder widersprechend. Welcher Möglichkeit entsprochen wird, hängt ab von den Bedingungen der Ermöglichung, für die es wiederum verschiedene Möglichkeiten gibt, die je nach Bedingung Realität werden können.

Im Tanz bedingter Möglichkeiten und ermöglichender Bedingungen treten wir uns immer wieder auf die Füße und rempeln aneinander. Hat jeder seine Melodie im Ohr, orientiert sich am eigenen Takt?

Haben wir die Chance, uns auf der Basis der Grundtöne symphonisch anzunähern?

Oder überlassen wir uns irgendwann jener Kraft, die beansprucht: „Jeder tanzt nach meiner Pfeife?“

Zorn kultivieren

Du bist zornig, wütend, empört?

Willkommen auf der Straße des Zorns, gehe sie Schritt für Schritt. Weiterlesen

Du entscheidest

Verschiedene Möglichkeiten, Herausforderungen anzugehen:

Manche werden bei gleichem Ziel und gleicher Methodik noch AKTIVER.

Andere bleiben auf ihrem Kurs bis zum Hindernis, um dann REAKTIV das Steuer herum zu reißen.

Zu wenige nutzen die über das Aktionsziel reichende Orientierung. um frühzeitig und KREATIV neue Wege und Varianten durchzuspielen.

Sieben Buchstaben,

doch drei Formen gleicher Ressource.

Leopold Kohr – ein Diamant im Archiv

Wieder im “Heimathafen” meiner Kölner Wohnung überprüfe ich meine Erinnerungen und finde bestätigt, dass ich 1981 und 1983 zur PWT in Salzburg war. In den Berichtesbänden finde ich auch die Vorträge Leopold Kohrs. Weiterlesen