<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>denk!BAR®-mobil</title>
	<atom:link href="http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://denkbar-mobil.de</link>
	<description>Unterwegs in den Regionen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 09 Apr 2010 14:36:22 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Elchtest am Kölner Eifelwall</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=227</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=227#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 07:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=227</guid>
		<description><![CDATA[Am Montag, 12.April 2010 11:00 h endet das von einem Mitarbeiter der Kölner Gebäudewirtschaft verhängte Ultimatum.
Bis dahin soll die denk!BAR®mobil  vom „Campus der LebensKünste“ auf dem  kommunalen Brachgelände am Kölner Eifelwall verschwunden sein, ansonsten würde er die damit verbundenen Fahrzeuge abschleppen lassen.
Zu diesem obrigkeitlichen Gebaren siehe: Erklärung zum Verbleib der denk!BAR®mobil auf dem Brachgelände, Köln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Am <strong><span style="text-decoration: underline;">Montag, 12.April 2010 11:00 h</span></strong> endet das von einem Mitarbeiter der Kölner Gebäudewirtschaft verhängte <strong>Ultimatum</strong>.<br />
Bis dahin soll die <strong><em>denk!BAR®</em></strong><strong>mobil </strong> vom „Campus der LebensKünste“ auf dem  kommunalen Brachgelände am Kölner Eifelwall verschwunden sein, ansonsten würde er die damit verbundenen Fahrzeuge abschleppen lassen.</p>
<p>Zu diesem obrigkeitlichen Gebaren siehe: Erklärung zum Verbleib der <strong><em>denk!BAR®</em></strong><strong>mobil </strong>auf dem Brachgelände, Köln Eifelwall 5<br />
Das Konzept des <a href="http://www.huelkenberg.de/Angebotezum.Herunterladen.html" target="_blank">„Campus der LebensKünste“ als pdf</a> zum Herunterladen</p>
<p>Nur mal angenommen:</p>
<ul>
<li>Freunde und Gäste des Campus und der<strong><em> denk!BAR®</em></strong><strong>mobil</strong> bekundeten ihre Solidarität.</li>
<li>Sie würden etwa den Fahrweg des Campus blockieren, um die <strong><em>denk!BAR®</em></strong><strong>mobil </strong>an der Abfahrt zu hindern. PKW könnten im Weg stehen oder ineinander verkettete Fahrräder.</li>
<li>Die solidarischen Bürger würden ihre Meinung äußern, direkt in de-eskalierenden Gesprächen am Campus, in Leserbriefen, mobilisierenden Telefonaten und <strong><span style="text-decoration: underline;">Emails (z.B. dieses weiterleiten)</span></strong> oder Schreiben an Verantwortliche in Politik und Verwaltung (s. Anlage Gebäudewirtschaft.doc)</li>
</ul>
<p> Nur mal angenommen:</p>
<ul>
<li>Die Matadoren der Kommunalwahl 2009 würden sich ihrer Versprechen einer „neuen“, „besseren“, „anderen“ Politik erinnern…</li>
<li>Kritische Bürger und Politiker zeigten gemeinsam, was ihnen „Mut zur Kultur“ wert ist, das „Köln auch anders kann“, sie würden die thematische Konzentration über Archiveinsturz und Schauspielhaus ausweiten auf die allgemeine und gemeinwohlorientierte Dialogkultur.</li>
</ul>
<p>Nur mal angenommen:</p>
<ul>
<li>Kritisch-engagierte Bürger und demokratische Politiker würden beide den von der Gebäudewirtschaft provozierten Elchtest am Eifelwall bestehen.</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><strong>Wie sehr könnte unsere Stadt gewinnen!</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=227</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erklärung zum Verbleib der denk!BAR®mobil auf dem Brachgelände, Köln Eifelwall 5</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=225</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=225#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 07:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=225</guid>
		<description><![CDATA[Während einer Geländeinspektion am 7.4.10 forderte ein Mitarbeiter der Kölner Gebäudewirtschaft den Diplom-Sozialpädagogen und Erwachsenenbildner Josef Hülkenberg auf, umgehend die denk!BAR®mobil (Reisemobil mit Anhänger) vom Gelände zu entfernen. Spätestens am Montag 12.04.2010 um 11:00h werde er sonst die Fahrzeuge abschleppen lassen.
Bejaht von vielen kulturell-kreativen Bürgern dieser Stadt,  ist die denk!BAR®mobil  ein Grundbestandteil des Kölner Prototyps [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während einer Geländeinspektion am 7.4.10 forderte ein Mitarbeiter der Kölner Gebäudewirtschaft den Diplom-Sozialpädagogen und Erwachsenenbildner Josef Hülkenberg auf, umgehend die <strong><em>denk!BAR®</em></strong><strong>mobil </strong>(Reisemobil mit Anhänger) vom Gelände zu entfernen. Spätestens am Montag 12.04.2010 um 11:00h werde er sonst die Fahrzeuge abschleppen lassen.</p>
<p>Bejaht von vielen kulturell-kreativen Bürgern dieser Stadt,  ist die <strong><em>denk!BAR®</em></strong><strong>mobil  </strong>ein Grundbestandteil des Kölner Prototyps zum Konzept „Campus der LebensKünste“.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>In einer Demokratie ist es nicht so sehr Pflicht des Bürgers, mit der Obrigkeit zusammenzuarbeiten, als die Pflicht der Obrigkeit mit dem Bürger zusammenzuarbeiten, was schon daraus hervorgeht, dass bei einem Mangel an Zusammenarbeit nicht der Bürger, sondern die Staatsgewalt zusammenbricht. (Leopold Kohr, Freedom from Government, 1962)</strong></p>
<p> </p>
<p>Die im Kommunalwahlkampf 2009 vorgetragenen Erklärungen aller Parteien und Kandidaten versprachen einen anderen Politikstil. Einen Stil, der die vom Rat zu treffenden Entscheidungen als Endprodukt eines demokratischen Willensbildungsprozesses sieht.</p>
<p>Dazu bedarf es einer Neubesinnung über das Verhältnis zwischen Bürger (Treugeber), Rat (Treuhänder) und dessen Verwaltung. Solcher Neuorientierung entspricht auch die “reflektierte Verhaltensänderung weiter Bevölkerungskreise in allen Kulturen“, auf die die UNO-Vollversammlung mit der 2002 beschlossenen Weltdekade „Bildung für Nachhaltigkeit“ (2005 &#8211; 2014) abzielt. Diesem Anspruch verpflichtet sich das Konzept „Campus der LebensKünste“, ein Kernelement ist das offene Angebot der <strong><em>denk!BAR®</em></strong><strong>mobil.</strong></p>
<p>Brachzeit als Bedenkzeit ist der Grundansatz dieses Konzeptes; bis zum Mai 2011 soll mit Zustimmung des Kölner Kulturamtes dieses Konzept modellhaft auf dem Brachgelände am Eifelwall umgesetzt werden. Auch der  Direktor der Rheinischen Archive, Dr. Ulrich S. Soénius, nahm an dem entscheidenden Gespräch am 24. März 2010 in der <strong><em>denk!BAR®</em></strong><strong>mobil  </strong>teil und versicherte seine Unterstützung.</p>
<p>Die Kölner Gebäudewirtschaft allerdings erhebt den Anspruch, <span style="text-decoration: underline;">Eigentümer</span> der kommunalen Liegenschaften zu sein. Absprachen mit anderen Dienststellen oder Einrichtungen werden ignoriert. Als Treuhänder der Bürger eine demokratisch zu verantwortende Aufgabe zu haben, solcher Sichtweise entzieht sich die Leitung des städtischen Eigenbetriebs.</p>
<p>Die formal-rechtliche Zuständigkeit der Gebäudewirtschaft für die Verwaltung und Pflege (!) der Liegenschaften stellt niemand in Frage. Doch die Art, wie dieses Unternehmen die ihm übertragenen Kompetenzen zur Herrschaft über andere städtische Einrichtungen, Ämter, Dienste und vor allem die Bürger nutzt, ist nicht angemessen und grenzt wie im aktuellen Fall an mißbräuchlicher Rechtsauslegung.</p>
<p>Rechtsmissbrauch wird als zweckwidrige Inanspruchnahme einer Rechtsposition definiert und begrenzt die Möglichkeit, ein bestehendes Recht auszuüben. Dies bedeutet, dass die Inanspruchnahme eines formal gegebenen Rechtsanspruchs durch den Grundsatz von Treu und Glauben beschränkt ist. Auch wer über ein formal einklagbares Recht verfügt, darf dieses nicht missbräuchlich ausüben. Versucht er es dennoch, kann der Benachteiligte dagegen vorgehen.</p>
<p>Demokratie hat nicht nur mit „Macht auf Zeit“ zu tun, sie ist vor allem eine Stilfrage. Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk, im Interesse des Volkes – hat Abraham Lincoln diese Herausforderung einmal beschrieben.</p>
<p>Leider ersetzt die Gebäudewirtschaft den einem Treuhänder gemäßen demokratischen Stil durch ein antiquiertes Obrigkeitsgebaren.<br />
Während andere Dienststellen einen ernsthaften, sachgemäßen Dialog fördern, betreibt die Gebäudewirtschaft gezielte und unzweckmäßige Eskalation.<br />
Das immer wieder vorgetragene Angebot einer beiderseitig verbindlichen Vereinbarung über die befristete Nutzung des verwahrlosten Brachgeländes lehnt der Leiter der Gebäudewirtschaft strikt ab, denn damit würde er „diese Arbeit legitimieren“.<br />
Dieses Gebaren bringt leider eine Erkenntnis aus dunkler deutscher Geschichte in Erinnerung:</p>
<p style="text-align: center;"> <strong>Wo Recht zum Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=225</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neue Dialogkultur?</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=218</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=218#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 14:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=218</guid>
		<description><![CDATA[Alfred Neven DuMont, Verleger und Patriarch veröffentlichter Kölner Meinung fordert eine neue Dialogkultur. Da keimt Hoffnung auf! Hoffnung, dass die Fragen, Ideen, Vorschläge kulturell kreativer Bürger publizistisch begleitet werden und öffentliches Gehör finden. In akademischen Zirkeln wird trefflich über &#8220;niederschwellige Kommunikationsformate&#8221; parliert und disputiert. Doch statt sich dem Gespräch auf der Straße, in der Kaffebud [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-size: x-small;">Alfred Neven DuMont, Verleger und Patriarch veröffentlichter Kölner Meinung fordert eine neue Dialogkultur. Da keimt Hoffnung auf! Hoffnung, dass die Fragen, Ideen, Vorschläge kulturell kreativer Bürger publizistisch begleitet werden und öffentliches Gehör finden. <span id="more-218"></span>In akademischen Zirkeln wird trefflich über &#8220;niederschwellige Kommunikationsformate&#8221; parliert und disputiert. Doch statt sich dem Gespräch auf der Straße, in der Kaffebud oder sonst im öffentlichen Raum zu stellen, beschränken sich die Entscheidungsträger auf moderierte Selbstdarstellungen in Podiumsdiskussionen und öffentlichen Foren. Dort diskutieren die stets gleichen Verdächtigen vor interessiertem Publikum, diesem kontrolliert ein Mikrofon zu kurzer Rückfrage überlassend. Sachverstand und Ideenreichtum der Bürger entfalten sich hier nicht .</span><span style="font-size: x-small;"> </span></div>
<div><span style="font-size: x-small;">Wie Kommunen die Kultur öffentlicher Dialoge fördern können, ohne die Haushaltslage zu strapazieren, wird im Konzept &#8220;Campus der LebensKünste&#8221; beschrieben. In der Tradition mittelalterlicher Drei-Felder-Wirtschaft können öffentliche Brachflächen geregelt zum Raum öffentlicher Bedenktzeiten werden. Am Kölner Eifelwall hat sich bereits ein von vielen Bürgern akzeptierter Platz des Dialoges entwickelt; im öffentlichen Raum, in der nun für den Neubau des Stadtarchivs vorgesehenen Industriebrache.</span></div>
<div><span style="font-size: x-small;">Hier reden Bürger nicht mehr nur über die Hintergründe zum Archiveinsturz, sondern wie das neue Archiv nicht nur die Erinnerung bewahren kann, sondern auch Perspektiven und Konzepte für die Zukunft öffnen könnte. Hier entwickeln Bürger Ideen, wie nicht nur der Grüngürtel gemäß Masterplan neu geschlossen werden kann, sondern der öffentliche Dialog im Rahmen eines Kulturprojektes seinen Platz findet.</span></div>
<div><span style="font-size: x-small;">Besseren Dialog zwischen Politikern und Bürgern, zwischen Verwaltung und Bürger fordert Neven DuMont. Diese Sicht ist zu erweitern um die Dialoge zwischen den Bürgern selbst.</span></div>
<div><span style="font-size: x-small;">Die vollmundigen Behauptungen eines &#8220;Köln kann&#8221;, &#8220;Köln kann besser&#8221;, &#8220;Köln kann auch anders&#8221; oder auch eines &#8220;Mut zu Kultur&#8221; haben aktuell ihren Elchtest zu bestehen. Die Testgelände heißen Offenbachplatz und Eifelwall. Wie werden diese Elchtests publizistisch begleitet? Auch darin zeigt sich neue Dialogkultur.</span></div>
<p><span style="font-size: x-small;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=218</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Und wer, bitte schön, ist &#8220;DIE STADT&#8221;?</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=208</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=208#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 15:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=208</guid>
		<description><![CDATA[DIE STADT bestehe auf Räumung, DIE STADT sei nicht an einem sozialen oder kulturellen Projekt interessiert. Der Kölner Baudezernent lehnte als DIE STADT die befristete Zwischennutzung einer Industriebrache ab.  Die politischen Beratungen im Rat der Stadt um das fragliche Gelände drehen sich noch um die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Die GRÜNEN brachten in die Beratungen den Antrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DIE STADT bestehe auf Räumung, DIE STADT sei nicht an einem sozialen oder kulturellen Projekt interessiert. Der Kölner Baudezernent lehnte als DIE STADT die befristete Zwischennutzung einer Industriebrache ab.  Die politischen Beratungen im Rat der Stadt um das fragliche Gelände drehen sich noch um die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Die GRÜNEN brachten in die Beratungen den Antrag ein „preisgünstigen Raum für bildende Künstler in der Planung vorzusehen“. Denn, so ihre Begründung, „es sind momentan Künstler auf dem Gelände, die eine Zwischennutzung wahrnehmen“.  Diese Zwischennutzung unter Führung des Landschaftskünstlers <a href="http://www.stein-des-anstosses.de" target="_blank">Rolf KeTaN Tepel</a> führte in den vergangenen Jahren zur Rekultivierung verwahrloster Freifläche, der zur Begegnungsstätte kulturell kreativer Bürger wurde. Das von der Stadtverwaltung vorgelegte Nutzungskonzept integriert dieses Teilstück in die ausgewiesene öffentliche Grünfläche. Eine die Interessen aller Beteiligten zuträgliche Lösung ist in der noch offenen Beratung der kommunalen Gremien ohne großen Aufwand möglich.</p>
<p>Kennt der Kölner Baudezernent den Beratungsstand innerhalb der Stadt nicht oder schert er sich nicht darum?</p>
<p>Gründe für seine strikte Abfuhr führte er nicht an, er berief sich auf DIE STADT .<br />
Wer aber ist DIE STADT?<br />
Welche Rolle spielen Bürger, Verwaltung oder Rat in der Stadt? Ist DIE STADT ein Gegenüber zum Bürger, eine herrschende Obrigkeit?<span id="more-208"></span>Vorbei die Zeit von Gilden, Zünften und Patriziern. Bürger haben sich die Rechte genommen und erkämpft, die Geschichte ihrer Stadt selbst zu gestalten. Der Vorherrschaft der Landesherren entzogen sie sich in der Stadt. Nicht allein die Siedlungformen begründete die „Stadt“, Stadtluft machte frei. Freie Reichsstädte gewannen politischen Einfluss. Arbeitskraft, kulturelle und wirtschaftliche Leistungen der Bürger formten das Sozialwesen „Stadt“.</p>
<p>Wehrhafte Bürger und schützende Mauern sicherten dieses Sozialwesen. Schützende Mauern aber sind auch beengende Mauern. Als diese ihre Verteidigungsfunktion unter neuen Militärtechniken und -strategien verloren sich, barst so manche große bevölkerungsreiche Stadt und ergoss sich in das angrenzende Umland. Starke Städte verleibten sich ihre Nachbarn ein. Sie erklärten sie zu Stadt-Teilen, ohne dass die Mehrheit der eingemeinten Bürger teilen wollten.</p>
<p>Solche Machtpolitik aus der Fantasie &#8220;Volk ohne Raum&#8221; zeigt selbst noch 2010 seine Arabesken, wenn etwa Konrad Adenauer (Enkel des gleichnamigen Kanzlers) Kölns benachbarte Städte Hürth, Frechen oder Bergisch-Gladbach &#8220;seiner Stadt&#8221; einverleiben will.<br />
Es wird höchste Zeit, neu über DIE STADT nachzudenken.</p>
<p>Soziale Strukturen entstehen im reflektierten zwischenmenschlichen Handeln. Folgen wir dieser Einsicht des Sozialphilosophen Professor<a href="http://www.johannesheinrichs.de/" target="_blank"> Johannes Heinrichs</a>, so sind es die unmittelbar miteinander handelnden Personen, die den Wurzelgrund jedes Sozialwesens bilden. Sozial förderliches, aber auch unwissentlich oder willentlich sozial schädigendes Agieren der Menschen prägen das Verhalten zueinander, dieses wird kultiviert und formt Regeln des Miteinander.</p>
<p>Wie wir aus der Geschichte erschließen können, wurden die Regeln vergleichsweise selten im reflektierenden Miteinander der Beteiligten entwickelt und beschlossen. Weit häufiger setzten Mächtige ihre Ansprüche zur Sicherung ihrer Herrschaft durch, unterwarfen ihre Mitmenschen und das Sozialwesen ihrem Diktat.</p>
<p>In ihren Bürgern begründet sich jede Stadt. Bürger einer Stadt ist jeder dort gemeldete und registrierte Einwohner. Bewohner einer Stadt, die nicht zugleich Bürger sind, sind aktiv und passiv einem an den Menschenwürde orientierten Gastrecht unterworfen.<br />
Jede, zumal größere menschliche Gemeinschaft bedarf und entwickelt Ordnungsstrukturen. So werden Personen ausgewählt und mit treuhänderischer Leitungsfunktion betraut. Ob öffentliches parlieren unter der Stammeslinde oder moderne parlamentarische Wahlverfahren, im Kern bleibt die treuhänderisch vergebene Ordnungsmacht.</p>
<p>Treugeber sind die Bürger, Treuhänder das Repräsentanzorgan und die von ihm geführte Verwaltung. Die in gemeinschaftlicher Leistung entwickelte Infrastruktur als öffentliches Vermögen bleibt Treuhandvermögen der Bürger.<br />
Soweit Idee und Anspruch, doch wer hält sich schon daran?</p>
<p>Immer wieder fordert menschliche Schwäche ihren Tribut, übertragene Leitungsfunktion wird missbraucht zur Herrschaft, zur ausbeuterischen Verzweckung von Mitmenschen zu eigenem Profit. Vasallen, auf eigene Vorteile im Schutz unzulässiger Herrschaft bedacht, stützen die ausbeuterischen Ambitionen und beteiligen sich an ihnen. Sie prägen die veröffentlichte Meinung, täuschen den Massen der Menschen die Berechtigung der Herrschaftsansprüche vor und &#8220;kultivieren&#8221; die Erosion grundlegender Werte.</p>
<p>Über die Jahrtausende unserer Menschheitsgeschichte wurde die Vision treuhänderischer Leitung von der Perversion unterwerfender Herrschaft dermaßen überlagert, dass die Herrschaftsperversion als Normalität angesehen und angenommen wird.</p>
<p>Selbst demokratisch engagierte Mitmenschen fordern &#8220;Bürgerpartizipation&#8221;, statt sich ihrer Treugeberrechte und -pflichten zu erinnern und die zu oft untreuen Treuhänder an die demokratische Kandare zu nehmen.</p>
<p>Mitglieder des Rates und der Verwaltung sind zu erinnern, wer DIE STADT* ist: die Bürger! Wer sich ihnen gegenüber obrigkeitlich vergreift, ist ernstlich auf seine treuhänderische Verpflichtung zurückzuwerfen und &#8211; falls uneinsichtig &#8211; aus dem Amt zu jagen.</p>
<p>Ein Dezernent, der die noch offenen offiziellen Beratungen in der verfassten Bürgerschaft missachtet, schädigt seine eigene Reputation als Treuhänder.</p>
<p>Bürger andererseits haben zuerst die Pflicht der Partizipation, ist es denn ihre Stadt. Dann erst stellt sich die Frage, in welchen Formen diese Partizipation rechtsgültig wird. Bürger, die sich der Partizipation entziehen, mißbrauchen ihre Treugeberpflichten und schaffen neuen Nährboden für Herrschaftsallüren und Obrigkeitsgehabe.</p>
<p>Gute Treuhänder fördern die Fähigkeiten ihrer Bürger, den Treugeberpflichten nachzukommen.</p>
<p>Im pfleglichen, respektvollen Dialog zwischen Treugeber und Treuhänder, im  aufeinander hören und die Argumente wägen kann sich das Sozialwesen entwickeln, auf das wir stolz sind und in dem wir gern leben &#8211; die Stadt!</p>
<p>*(Natürlich gelten diese Überlegungen auch für die andere Form der Kommune, den Kreis)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=208</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie Chancen vertan werden</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=199</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=199#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 18:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=199</guid>
		<description><![CDATA[„Bewahrung der Schöpfung“, „Achtung vor der Natur“, „Schonung der Ressourcen“ &#8211; seit Jahren beliebte Themen für Fest- und Fensterreden, Sonntags- und Moralpredigten. Doch wenn es zur Nagelprobe kommt?
„Der Kölner Grüngürtel soll wieder geschlossen worden“, „Zivilgesellschaftliches Engagement stärken“, „Partizipation der Bürger ermöglichen“ &#8211; wegweisende politische Erklärungen und Beschlüsse. Doch wenn es zur Nagelprobe kommt?
Am Nagel bestehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Bewahrung der Schöpfung“, „Achtung vor der Natur“, „Schonung der Ressourcen“ &#8211; seit Jahren beliebte Themen für Fest- und Fensterreden, Sonntags- und Moralpredigten. Doch wenn es zur Nagelprobe kommt?<br />
„Der Kölner Grüngürtel soll wieder geschlossen worden“, „Zivilgesellschaftliches Engagement stärken“, „Partizipation der Bürger ermöglichen“ &#8211; wegweisende politische Erklärungen und Beschlüsse. Doch wenn es zur Nagelprobe kommt?<br />
Am Nagel bestehen nur stabile Konzepte aus festem Material. Sprechblasen und Testballons platzen und beweisen sich als Luftnummern. Eine Nagelprobe dieser misslingenden Arbeit findet in diesen Tagen am Kölner Eifelwall 5 statt.</p>
<p><span id="more-199"></span><br />
In über 20 Jahren bot das Desinteresse kommunaler Liegenschaftsverwaltung an der Industriebrache der früheren Stadtentwässerungsbetriebe Grundlage zur Verwilderung, Verwahrlosung und Wertverfall des Geländes. Zugleich schuf es der Natur selbst Raum zu neuer unkultivierter Entfaltung. Biologische Triebkräfte, verbunden mit natürlichen Saatguttransporten ließen eine eigenartige und seltene Komposition von Büschen und Bäumen wachsen. In der Kölner Innenstadt dürfte kein zweites Ensemble dieser Art gewachsen sein.<br />
In den zerfallenden Gebäuden siedelten sich Handwerker und Künstler mit Werkstätten und Ateliers an. Einige von ihnen kümmerten sich auch um die Geschenke der Natur, nutzten und genossen bei guter Witterung die neuen „Gärten“. Doch in diesem Jahr wird sich die Blütenpracht nicht mehr entfalten, die Ernte und Verarbeitung der Früchte fällt aus. Büsche und Bäume wurden gerodet, zerstört, geschreddert im Auftrag der Kölner Gebäudewirtschaft.</p>
<div id="attachment_200" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-200 " title="083.JPG" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2010/01/083-300x224.jpg" alt="Im Schatten des Gestzes" width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">Im Schatten des Gesetzes</p></div>
<p>Wie dessen Einsatzleiter Mückl erklärte, seien diese Rodungen notwendige Vorbereitung zur Vermessung des Geländes. Diese Vermessung diene zur Ausschreibung um den Architektenwettbewerb zum neuen Stadtarchiv. Dass ein späteres Baugelände zur Vermessung gerodet werden müsse, leuchtet selbst erfahrenen Vermessungstechnikern nicht ein.</p>
<p>Eher drängt sich der Verdacht auf, bestehende Geländeformationen sollten einer kartographischen Erfassung entzogen werden. Ernsthaften Überlegungen zur gestalterischen Einbeziehung der selbst naturierten Ensembles wird schon im Vorfeld entgegengearbeitet.</p>
<div id="attachment_201" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-201 " title="149" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2010/01/149-300x224.jpg" alt="Die ersten Opfer des neuen Stadtarchivs" width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">Die ersten Opfer des neuen Stadtarchivs</p></div>
<p>Demgemäß ist es auch aus der Interessenlage der Kölner Gebäudewirtschaft konsequent, denen bislang geduldeten Landschaftskünstler und Brachlandbewohner <a href="http://www.stein-des-anstosses.de" target="_blank">Rolf KeTaN Tepel </a>vom Gelände zu vertreiben. Nicht weil er ein Gegner des beschlossenen Stadtarchivs sei &#8211; weit gefehlt. KeTaN sagt JA zum neuen Stadtarchiv an dieser Stelle. Doch hält er auch einen Bürgerdialog über Gestaltung und Ausgestaltung dieses &#8220;städtischen Erinnerns&#8221; für notwendig.<br />
Gemeinsam mit Freunden und Mitgestaltern will er &#8220;Brachzeit als Bedenkzeit nutzen&#8221;. Kooperieren mit dem Projekt denk!BAR lädt er ein zum öffentlichen Nachdenken über soziales und kommunales Erinnern.<br />
Sein ParaDies+Das soll sich wandeln zum &#8220;Campus der LebensKünste&#8221;. Unter freiem Himmel, ohne Förderansprüche an die gebeutelte Stadtkasse entsteht so ein Forum kulturell-kreativer Bürger, denen die (Mit-)Gestaltung ihrer Stadt am Herzen liegt. So wird der Paradigmenwechsel von einer Protestkultur zur Kultur verantworteter Mitgestaltung unterstützt. <br />
Doch trifft die Fantasie kreativer Partizipation wie so häufig auf tief verankerte Ängste in Verwalterherzen.<br />
Wer &#8220;Verwaltung&#8221; noch immer als Obrigkeit, als &#8220;Besatzungsmacht in der Gesellschaft&#8221; versteht, sollte von demokratischen Politikern und engagierter Zivilgesellschaft an die Kandare genommen worden.<br />
Wer ein modernes, aufgeschlossenes Köln präsentieren will, sollte mutig den kreativen Dialog zulassen und führen. Freie Bürger werden es ihm danken.</p>
<p>Solche modellhaften Entwicklungen würden auch gut in die Geschichte dieser Stadt passen, dokumentiert und archiviert im neuen &#8220;Gedächtnis dieser Stadt&#8221;.</p>
<p>„Köln kann es“ – „Köln kann es besser“ – „Köln kann auch anders“ &#8211; im Kommunalwahlkampf 2009 überboten sich die konkurrierenden Parteien mit ihren Adaptionen des Obama-Slogans „Yes we can“.</p>
<p>Was wäre, wenn Köln auch anders täte? Wenn gute Möglichkeiten nicht nur erkannt, sondern auch benutzt und ausgeschöpft würden?</p>
<p>Wenn das Angebot kulturell-kreativer Bürger zur Nutzung städtischer Brachflächen für ein freies Forum offenen Dialoges angenommen würde? Ein Angebot, welches der Stadtkasse nichts kostet, sie sogar entlasten kann?</p>
<p>Köln kann? Ja &#8211; und Köln tut!<br />
Doch wie Köln tut, was es kann beschämt die Bürger und gereicht der Stadt nicht zur Ehre.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=199</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leben in großer Stadt</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=189</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=189#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 20:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=189</guid>
		<description><![CDATA[Und die Menschen in der großen Stadt?
Die Kölner Musiker Bläck Fööss besingen als Qualität der Veedel: &#8220;Denn hier hält man zesamme, ejaal wat och passeet&#8221;
Oper, Theater, fashion live? Nachrangig &#8211; gelegentlich und gern genutzt.
Der Aphoristiker Gabriel Laub beschrieb auf Grund seiner Erfahrungen aus Prag und Hamburg satirisch als Ideal: &#8220;Mitten in der City in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_192" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><img class="size-medium wp-image-192" title="DSC03587" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2009/08/DSC03587-210x300.jpg" alt="DSC03587" width="210" height="300" /><p class="wp-caption-text">Karneval im Veedel  - Hochfest nachbarschaftlicher Lebensfreude</p></div>
<p>Und die Menschen in der großen Stadt?<br />
Die Kölner Musiker Bläck Fööss besingen als Qualität der Veedel: &#8220;Denn hier hält man zesamme, ejaal wat och passeet&#8221;<br />
Oper, Theater, fashion live? Nachrangig &#8211; gelegentlich und gern genutzt.<br />
Der Aphoristiker Gabriel Laub beschrieb auf Grund seiner Erfahrungen aus Prag und Hamburg satirisch als Ideal: &#8220;Mitten in der City in einer Dorfstraße wohnen!&#8221;<br />
Überschaubares Umfeld und bei Bedarf Zugriff auf die größere Welt.</p>
<p>Small is beauyfull &#8211; auch im Großen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=189</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf der Suche nach wahrhaft humaner Gesellschaft</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=169</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=169#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 19:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=169</guid>
		<description><![CDATA[Ein schillernde Begriff, abgenutzt und häufig verwendet wie eine Wundsalbe über den  Verletzungen der Menschenwürde.
Wahrhaft human wäre eine Gesellschaft erst zu bezeichnen, könnte jeder Mensch gemäß der  ihm eigenen Personenwürde leben.
Doch davon sind wir weit entfernt.
Viele resignieren vor der so geschichtsmächtigen Gewalt, die in ihren vielfältigen  Erscheinungsformen anscheinend triumphiert: der Mensch sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein schillernde Begriff, abgenutzt und häufig verwendet wie eine Wundsalbe über den  Verletzungen der Menschenwürde.<br />
Wahrhaft human wäre eine Gesellschaft erst zu bezeichnen, könnte jeder Mensch gemäß der  ihm eigenen Personenwürde leben.<br />
Doch davon sind wir weit entfernt.<span id="more-169"></span><br />
Viele resignieren vor der so geschichtsmächtigen Gewalt, die in ihren vielfältigen  Erscheinungsformen anscheinend triumphiert: der Mensch sei den Menschen ein Wolf, nur der  Stärkere überlebt, jeder ist seines Glückes Schmied.<br />
&#8220;Realistisch&#8221; reduzieren Sie dann das Leitbild einer humanen Gesellschaft auf Not-wendende,  situative Hilfe für Arme, Ausgegrenzte und Geknechtete.<br />
Doch lassen wir den Anspruch auf gesellschaftliche Ordnungen, die der Ethik des Humanen  entsprechen, nicht fallen.</p>
<p>Mehrere Handlungsweisen, ethische Strategien &#8211; miteinander verbunden &#8211; lassen die Hoffnung auf  Wandlungen zum Humanen zu.<br />
Die Probleme und Herausforderungen menschlich zugänglich halten. Sie von der  Abstraktion (z. B. Arbeitslosigkeit in Deutschland oder Europa) auf die Ebene des  konkreten Lebensraumes (z. B. Arbeitslose in unserer Stadt) fokussieren. Während die  Abstraktion das Problem vergrößert zum Unfassbaren, Unerträglichen und Unlösbaren,  eröffnet die Regionalisierung Lösungswege durch die Nähe zum menschlichen Maß. Der  Staatsrechtler und Nationalökonom Leopold Kohr hinterließ uns diese Einsichten eines  &#8220;small is beautyfull&#8221;.<br />
Die Fragestellung in sozialer Logik reflektieren. Menschen haben eine  eigentümliche Art, zwischenmenschliche Vorgänge wahrzunehmen und darauf zu  reagieren. Heute wissen viele Bürger mehr über die bislang unbewussten Vorgänge ihrer  Atmung oder Verdauung als ihres sozialen Verhaltens. Dem sozialen Philosophen  Johannes Heinrichs gelang es in den 1970er Jahren, die Eigentümlichkeiten &#8220;sozialer  Reflektion&#8221; herauszuarbeiten und zur bewussten Anwendung aufzubereiten.<br />
Begründete Ethik entwickeln. Das Recht jedes Menschen auf die ihm eigene  Personenwürde muss einen letzten, in sich stimmigen Grund haben. Solchen Ur-Grund  zu folgen hat Konsequenzen. &#8220;Kein Herr über mir, Kleinknecht unter mir&#8221; forderten  friesische Bauern in den dithmarschen Freiheitskämpfen. Eine herrschaftsfreie Ordnung  wird erst möglich in sittlicher Vereinbarung über zu nutzende Ressourcen, über  Eigentumsansprüche daran und deren Verwendung. Wie ein ethisch verantwortetes  Wirtschaften möglich ist und zu gesellschaftliche Freiheit führen kann, lehrte der  Moraltheologe und Wirtschaftsethiker Johannes Kleinhappl. Wegen seiner theologisch  begründeten Kapitalismuskritik wurde ihm 1949 vom Jesuitenorden der Lehrstuhl  entzogen.<br />
Das Systemische beachten. Diese Welt ist eine Welt &#8211; alles ist mit einem verbunden. &#8220;Lebendige Systeme sind nicht steuerbar, sie lassen sich nur stören.&#8221; pointiert der  Physiker Fridjof Capra die Situation. Dem Biologen Frederic Vester verdanken wir Methoden zur Entwicklung gezielter &#8220;Stör-&#8221; bzw. Einflussimpulse.<br />
Demokratische Strukturen ausbauen. In den jahrhunderte währenden Karpfen gegen ungerechte Herrschaft und für demokratische Partizipation wurde viel erreicht. So gilt erst recht der Hinweis Goethes:  „Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.&#8221;  Erreichte Freiheiten verfallen, werden sie nicht genutzt, gestaltet und ausgebaut.  Die Zähmung feudaler Herrschaft durch rechtsstaatliche Gewaltenteilung war ein historisch wichtiger Schritt.  Doch zu echter partizipativer Demokratie ist noch ein weiter, anstrengender Weg. Noch sind notwendige Strukturelemente der Demokratie-Architektur wie Bürgerbegehren und Bürgerentscheid weder verfassungsgemäß noch ausreichend im Bürgerwillen verankert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=169</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MundART</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=184</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=184#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 20:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=184</guid>
		<description><![CDATA[Und dann ist es wieder da, immer wieder taucht es auf, Element des Eigentümlichen:  ein Dialekt, fremd den eigenen Ohren.
Lokale Mundart, tradiert und zur MundART kultiviert, Mundart sprechen heißt: dazugehören!&#8220;Verkaufsgespräche im Viehhandel werden hier nur auf Plattdeutsch geführt&#8221;, hatte mir in Nottuln der Metzgermeister Heinz Ketteler erklärt. Verhandeln und Feilschen enderenn auch schon mal am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann ist es wieder da, immer wieder taucht es auf, Element des Eigentümlichen:  ein Dialekt, fremd den eigenen Ohren.<br />
Lokale Mundart, tradiert und zur MundART kultiviert, Mundart sprechen heißt: dazugehören!<span id="more-184"></span>&#8220;Verkaufsgespräche im Viehhandel werden hier nur auf Plattdeutsch geführt&#8221;, hatte mir in Nottuln der Metzgermeister Heinz Ketteler erklärt. Verhandeln und Feilschen enderenn auch schon mal am Rand der Beleidigung, könnten auch ergebnislos verlaufen oder nach zähem, abgebrochenen Feilschen beim des sonntäglichen Kirchgang wortlos nur durch Handschlag besiegelt werden. &#8220;Nicht die Unterschrift, sondern der Handschlag gelten im Viehmarkt&#8221;, wer die Regeln nicht beherrscht, ist draußen.<br />
Meister Ketteler: &#8220;Unser Vorteil, wir kennen die Händler und das Vieh, wissen so um die Qualität.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=184</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Globale Welt?</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=181</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=181#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 19:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=181</guid>
		<description><![CDATA[McDonaldisierung? Vielfach scheint es, als seit kulturelle Schablone und Standard Ziel westlicher &#8220;Zivilisation&#8221;. Getrieben von  moneytheistischer Crematistik (Aristoteles) verdrängt industrielle Einfalt die kulturelle Vielfalt. Unterschiede kosten, verringern  den Geldflüsse in die Kassen der wenigen Ultrareichen. Die Spuren dieser weltumspannenden schablonisierenden Geldmaschine  prägen unser Leben und unsere Lebensräume.ALDI-, LIDL-, MEDIAmärkte und Konsorten gleichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>McDonaldisierung? Vielfach scheint es, als seit kulturelle Schablone und Standard Ziel westlicher &#8220;Zivilisation&#8221;. Getrieben von  moneytheistischer Crematistik (Aristoteles) verdrängt industrielle Einfalt die kulturelle Vielfalt. Unterschiede kosten, verringern  den Geldflüsse in die Kassen der wenigen Ultrareichen. Die Spuren dieser weltumspannenden schablonisierenden Geldmaschine  prägen unser Leben und unsere Lebensräume.<span id="more-181"></span>ALDI-, LIDL-, MEDIAmärkte und Konsorten gleichen sich, Kinder in welche deutschsprachige Region sie hineingestanzt werden.<br />
Am Ende eines Bummels durch Fußgängerzonen kann man vergessen haben, in welcher Stadt man sich befindet. &#8220;Hotel  Schwarzwaldhof&#8221;, &#8220;Peking-Restaurant&#8221;, &#8220;Subways&#8221; und &#8220;Wiener Cafe&#8221; &#8211; Ausweis Lübecker Lebensweise? &#8220;Paulaner&#8221;, &#8220;Erdinger&#8221;,  &#8220;Bitburger&#8221; &#8211; hanseatische Braukunst?<br />
Die Zentraleausstatter europa- oder weltweiter Filialisten und Franchiser werden in ihrer Dekultivierung unterstützt von Bauherren  und Baumeistern, die mit Zeitgeist-Architektur &#8220;arround the world&#8221; ihre Egotrip-Tempel und Baudenkmoloche hinterlassen wollen.<br />
Man könnte geneigt sein, resigniert und fatalistisch zu erkennen: &#8220;ganz Gallien!&#8221;.<br />
Doch der schärfere Blick erlaubt die Rückfrage: &#8220;ganz Gallien?&#8221; und Hoffnung keimt auf.<br />
Die in die Schablonen gepresste Kultur gebiert Widerstand &#8211; und es ist nicht nur ein Dorf mit geheimem Zaubertrank.<br />
Überall in den Ländern, in allen Orten, Städten und Regionen sind die Widerspenstigen aktiv.<br />
Eine Mixtur aus Ortsverbundenheit, fachlicher Kompetenz, Zivilcourage und sozialer Fantasie verleiht ihnen Kräfte, den &#8220;Cäsaren&#8221;  Paroli zu bieten.<br />
Alte Bausubstanz wird modernisiert, neu gezweckt und befördert die EigenArt des spezifischen Stadtbildes. Regionale Kultur  wird erinnert, aktuell reflektiert und selbstbewusst geäußert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=181</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nein zur großen Stadt</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/?p=177</link>
		<comments>http://denkbar-mobil.de/?p=177#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 15:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Hülkenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://denkbar-mobil.de/?p=177</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Die Stadt nimmt mir die Luft&#8221;, sagt die junge Kellnerin im Hafenkieker, Greetsiel. &#8220;Stadtmenschen sind so unruhig und hektisch, alles muss schnell gehen&#8221;.
Ihre Kollegin Elke kontert: &#8220;Bin ich etwa hektisch?&#8221; Aus welcher Stadt sie denn komme &#8211; &#8220;aus Norden, also eine richtige Stadt  ist das ja auch noch nicht.&#8221; Und welches sind die Städte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_195" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-195" title="DSCF1429" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2009/08/DSCF1429-300x224.jpg" alt="DSCF1429" width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">Leben hinterm Deich - nicht hinterm Mond</p></div>
<p>&#8220;Die Stadt nimmt mir die Luft&#8221;, sagt die junge Kellnerin im Hafenkieker, Greetsiel. &#8220;Stadtmenschen sind so unruhig und hektisch, alles muss schnell gehen&#8221;.<br />
Ihre Kollegin Elke kontert: &#8220;Bin ich etwa hektisch?&#8221; Aus welcher Stadt sie denn komme &#8211; &#8220;aus Norden, also eine richtige Stadt  ist das ja auch noch nicht.&#8221; Und welches sind die Städte, die die Luft nehmen? Wieder fallen die Namen der Großstädte: &#8220;Dort ist  alles so riesig, überdimensioniert&#8221;.<br />
Was macht denn Greetsiel so lebenswert?<br />
&#8220;Hier haben wir, was Zigtausende immer wieder zu uns zieht. Klare Luft lockt zu jeder Jahreszeit Asthmatiker. Stammkunden  holen sich mehrfach im Jahr im großen Kanistern unserer kalkfreies Wasser. Wir haben Weite und grünes Land.&#8221;</p>
<p>Friesische Pfannkuchen locken ins Cafe Meeresbrise,  dazu noch ein passendes regionales Bier?<br />
Fehlanzeige! Nur die bundesweiten Standardmarken.<br />
Schade! (schmeckt trotzdem)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://denkbar-mobil.de/?feed=rss2&amp;p=177</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
