Archiv für Nachdenken über…

Auf der Suche nach dem Kompass?

Aufhebung Hegels

Kompass integraler Philosophie

Kompass integraler Philosophie

Deutsche Christdemokraten suchen ihren Kompass in der programmatischen Wurzel ihrer Partei. Donals Trump dagegen erklärt seine eigene Moral zum Kompass seines Handelns. Doch wie Pfadfinder und Soldaten schon früh lernen, gehört zur Orientierung auch die Landkarte. Was, wenn die zerrissen ist, wie ein alter Falk-Plan auf einer Mülldeponie? Wie schaffen, wie rekonstruieren wir aus dessen Resten unsere notwendige Orientierung? 

Hier kommt der Sozialphilosoph Johannes Heinrichs (*1942) ins Spiel. Während sich die Philosophie nach Hegel in isolierte Spezialdisziplinen auflöste, ermöglicht Heinrichs’ Reflexionslogik eine systematische Integration, die sowohl universelle Strukturen erkennt als auch offen für neue Erfahrungen bleibt.Wie wichtig seine integrale Philosophie für die gesellschaftliche Entwicklung ist, lässt sich an mehreren Kernpunkten festmachen:

1. Überwindung der Demokratiekrise Heinrichs diagnostiziert, dass heutige Parteiendokratien strukturell unfähig sind, notwendige Reformen umzusetzen, da sie verschiedene Sachfragen (Wirtschaft, Bildung, Ethik) in unzulässige „Paket-Lösungen“ pressen. Sein Modell der Wertstufendemokratie sieht vier spezialisierte parlamentarische Kammern vor, was die politische Handlungsfähigkeit durch eine sachgemäße Gliederung wiederherstellen soll. Weiterlesen

Größenwahn oder Augenmaß

 Größenwahn

Das Maß der Dinge

Das Maß der Dinge

Das Maß verloren?
Söders Fusionspläne im Konflikt mit der Philosophie der kleinen Einheiten
1. Einleitung: Zwei unvereinbare Visionen für Deutschlands ZukunftDer aktuelle Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, deutsche Bundesländer zu fusionieren, ist mehr als nur ein finanzpolitischer Schachzug; er ist die Speerspitze einer Denkschule, die Effizienz über Identität stellt und damit eine philosophische Grundfrage unserer Zeit aufwirft: Ist „größer“ wirklich immer „besser“? Söders primäre Motivation ist die radikale Reform des Länderfinanzausgleichs, doch seine Vision einer zentralisierten Ordnung steht im diametralen Widerspruch zu einer radikal entgegengesetzten Philosophie: der des Denkers Leopold Kohr. Wo Söder auf Zusammenschluss und Skaleneffekte setzt, sah Kohr die Lösung für die Pathologien der Moderne in Teilung und Kleinteiligkeit. Dieser Artikel analysiert die beiden unvereinbaren politischen Ontologien und beleuchtet sie am konkreten Fallbeispiel der saarländischen Denkschrift zur Teilautonomie, die Kohrs Ideen als Verteidigungsstrategie aufgreift. Weiterlesen

Wir sollten nicht schweigen

Wir sollten nicht schweigen

– wenn wir eine demokratische Zukunft wollen.

Lokale Demokratie stärken

Lokale Demokratie stärken

Aktives Schweigen kann wirksam sein um dem Geschrei der Demokrate-Verächter standzuhalten.

Stille kann Raum schaffen für Reflexion, Intuitionen und Einsichten.

Doch Einsichten und Aussichten sollten nicht verschwiegen werden.

Wo Populisten laut und destruktiv die Grundlagen des Sozialen angreifen, ist es geboten, konstruktiv und mit kompetenter Gestaltungsmacht die Stimme zu erheben.

Video zur Demokratie-Entwicklung

Video zur Demokratie-Entwicklung

 

Kontemplation und Aktion,

Reflexion und Position

sind die Spannungsbögen der denk!BAR.

 

 

Sämtliche hier oder auch in meinem Youtube-Kanal eingestellen Beiträge sind bei Quellenangabe frei verfügbar. So können Sie beitragen, überfällige gesellschaftliche Debatten zu fördern. Bitte teilen und verlinken Sie in Ihre Netzwerke hinein.

Selbstermächtigung der Bürger in der Stadtentwicklung

Kernerkenntnisse zur Selbstermächtigung der Bürger in der Stadtentwicklung  Dieses Briefing fasst die zentralen Thesen meiner Masterarbeit aus dem Jahr 2025 „Selbstermächtigung der Bürger als Konstitutive demokratischer Stadt- und Regionalentwicklung“ / „Citizen Empowerment as a Constitutive Element of Democratic Urban and Regional Development“ zur Neuausrichtung der Bürgerbeteiligung in der Stadt- und Regionalentwicklung zusammen. Der Kern meiner Argumentation ist die Forderung, die Mitwirkung der Bürger nicht länger als ein politisch „zu gewährendes Recht“, sondern als ein fundamental „zu gewährleistendes Recht“ zu etablieren.

Medien zur Vertiefung
Video-Analyse Podcast
 
Video: Selbstermächtigung
 
Video: Bürgermacht und Demokratie
 Neue Verankerung der Grundrechte
Neue Verankerung der Grundrechte
Als Fundament für dieses Recht wird eine anthropologische Verankerung in wissenschaftlich unbestreitbaren Grundtatsachen über den Menschen vorgeschlagen: LEBEN, ZWEIGESCHLECHTLICHKEITRESONANZ und REFLEXION. Diese Verankerung, untermauert durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse wie die Entdeckung der Spiegelneurone, bietet eine robustere Grundlage als historisch gewachsene Wertkonzepte, die in der aktuellen globalen politischen Landschaft zunehmend in Frage gestellt werden.
 Die Studie adressiert die gegenwärtige „Krise der Demokratie“, die sich durch Vertrauensverlust, das „Beteiligungs-Paradoxon“ und den Aufstieg autokratischer Regime manifestiert. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden globalen Urbanisierung, die die Stadt zum primären Lebensraum des Menschen macht, wird die Gestaltung städtischer Räume zu einer zentralen Arena für die Verwirklichung von Grundrechten.

Einen Lösungsansatz sehe ich in der „Reflexionslogik“, ein strukturierendes Prinzip, das komplexe gesellschaftliche Entscheidungsprozesse hierarchisch ordnet und sicherstellt, dass ethische Grundwerte den Rahmen für Kultur, Politik und schließlich die Wirtschaft vorgeben. Dies bietet eine tragfähige Statik, um der Selbstermächtigung der Bürger Gestaltungsmacht zu verleihen und sie gegen antidemokratische Kräfte zu verteidigen.
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Wie reich bist Du?

In Bocholt startet heute die WOCHE DER ARMUT:

Schwerpunktthema der diesjährigen Aktion ist Kinderarmut. Kinder leiden unter den ärmlichen familiären Bedingungen, häufig nehmen sie Schaden an ihrer personalen Entwicklung.

Kinder in Armut und ihre Eltern brauchen die Solidarität der Gesellschaft, die Solidarität jener, die nicht arm sind. Mit welchen Einkommen aber ist man eigentlich arm, wohlhabend oder gar reich?

Die hinterlegte MindMap zeigt die politischen Definitionen und deren Konsequenzen. Es wirft Fragen auf zu den Lebens- und Einkommensverhältnissen der unterschiedlichen Gruppen.

Das MindMap lädt ein zum Nachdenken über die eigene Einkommenssituation.