Schon die Schulpsychologin DDr. Andrea Richter hatte in ihrem Vortrag am Vortag die schulischen Lernanforderungen an die Kinder als Pflichten bezeichnet und sie in das Spannungsfeld zu den Kinderrechten gestellt. Begründete Ansprüche von Lehrkräften und Eltern einerseits und Kindern und Jugendlichen andererseits treffen immer wieder aufeinander und prägen den pädagogischen Alltag. Dieser pädagogische Alltag erfährt seine Dynamik durch ständigen Wandel, Konfliktsituationen und Krisen, betonte der Pädagogikprofessor Dr. Dr. Fritz Oser, Fribourg (CH). Pädagogik sei als Pädagogik des Durchgangs höchst fragil. Die Unterrichtspraxis ähnele einer Emergency-room-class, einem erzieherischen Notfallzentrum, welches den Pädagogen maximales Managementkönnen und höchste Belastung abfordere.
In dieser fragilen Praxis schaffen die Kinderrechte der UN-Konvention einen unbedingten Schutz für das schwächste Glied der Gesellschaft – das Kind, betonte Oser. Weiterlesen

