Archiv der Kategorie: Querdenker

Demokratie weiter denken und entwickeln!

Nach den Tagen der “13. Sommerakademie für politische Querdenker” waren wir uns einig. Unser Land ist in kränkelnder Verfassung. Die Paradigmen unseres Grundgesetzes basieren auf dem über 200jährigen Politikmodell des Herrn Montesquieu und den Erfahrungen der Grundgesetz-Autoren mit der Nazi-Herrschaft.

Es war ein epochaler Schritt zur Begrenzung feudaler Herrschaft:
- Beteiligung der Bürger über Parlamente
- Gewaltenteilung
- “Macht auf Zeit” durch Wahl

Der nächste Schritt ist nun überfällig:
Demokratische Souveränität des Volkes!

Der Souverän zeigt seine Reife:
- Politische Willensbildung und Entscheidung vom Volk ausgehend
- Konsequente Subsidiarität in einer Wertstufen-Demokratie
- Weitere Beteiligungsrechte der Bürger

Mit neuen Paradigmen den Art. 146 GG endlich in Angriff nehmen!

  • Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

 

Kein Irrweg, sondern Labyrinth!

Verleiten die Irrwege auf Jahrmärkten dazu, sich den Kopf zu zerbrechen bzw. mit dem Kopf gegen die (Glas-)Wand zu stoßen, bieten Labyrinthe Anreize zum Nachdenken über sich selbst.

Als verschlungener Meditationspfad lockt er zu Fragen heraus :

  • Bist Du bereit, deinen Weg zu gehen?
  • Bleibst Du auf Deinem Weg, auch wenn er Kehren und Wendungen mit sich bringt?

Beim Eintritt in den labyrinthischen Pfad hast du das Ziel – die Mitte – gut im Blick. Doch der Weg irritiert. Er führt dich in die Nähe der Mitte und dann doch wieder an den Rand. Nimmst du eine “Abkürzung”, findest du dich plötzlich in falscher Richtung auf den Weg.

Menschen auf gleichem Weg begegnen dir verschiedentlich, es scheint als liefen sie in die Gegenrichtung und sind doch auf dem Weg ins Zentrum. Wagst Du in Deinen Zentrum zu gehen, in die Tiefe deiner eigenen Mittel zuschauen?

Uns Teilnehmern der 60. Internationalen pädagogischen Werktagung in Salzburg wurde die Erfahrung des meditativen Weges in einem Lichterlabyrinth geboten. 800 Teelichter (eines für jeden Tagungs-Teilnehmer) formten das Labyrinth auf dem Boden der Kollegienkirche und beleuchtetem den barocken Kirchenraum.
Liturgisch-szenisch wurden wir eingeladen zum eigenen Gehen.

Auch nicht Anwesende wurden mitgenommen. So waren meine Gedanken bei einer guten Freundin, deren Fuß auch nach der zweiten Operation nicht richtig heilt. Hat das etwa damit zu tun, dass sie in einer existenziellen Frage am Scheideweg
steht und sich “ihres Weges” unsicher ist?

Labyrinthe sind keine Irrwege, sie laden ein zum Nachdenken über bisherige und neue Wege.

Neue Dialogkultur?

Alfred Neven DuMont, Verleger und Patriarch veröffentlichter Kölner Meinung fordert eine neue Dialogkultur. Da keimt Hoffnung auf! Hoffnung, dass die Fragen, Ideen, Vorschläge kulturell kreativer Bürger publizistisch begleitet werden und öffentliches Gehör finden. In akademischen Zirkeln wird trefflich über “niederschwellige Kommunikationsformate” parliert und disputiert. Doch statt sich dem Gespräch auf der Straße, in der Kaffebud oder sonst im öffentlichen Raum zu stellen, beschränken sich die Entscheidungsträger auf moderierte Selbstdarstellungen in Podiumsdiskussionen und öffentlichen Foren. Dort diskutieren die stets gleichen Verdächtigen vor interessiertem Publikum, diesem kontrolliert ein Mikrofon zu kurzer Rückfrage überlassend. Sachverstand und Ideenreichtum der Bürger entfalten sich hier nicht .

Wie Kommunen die Kultur öffentlicher Dialoge fördern können, ohne die Haushaltslage zu strapazieren, wird im Konzept “Campus der LebensKünste” beschrieben. In der Tradition mittelalterlicher Drei-Felder-Wirtschaft können öffentliche Brachflächen geregelt zum Raum öffentlicher Bedenktzeiten werden. Am Kölner Eifelwall hat sich bereits ein von vielen Bürgern akzeptierter Platz des Dialoges entwickelt; im öffentlichen Raum, in der nun für den Neubau des Stadtarchivs vorgesehenen Industriebrache.

Hier reden Bürger nicht mehr nur über die Hintergründe zum Archiveinsturz, sondern wie das neue Archiv nicht nur die Erinnerung bewahren kann, sondern auch Perspektiven und Konzepte für die Zukunft öffnen könnte. Hier entwickeln Bürger Ideen, wie nicht nur der Grüngürtel gemäß Masterplan neu geschlossen werden kann, sondern der öffentliche Dialog im Rahmen eines Kulturprojektes seinen Platz findet.

Besseren Dialog zwischen Politikern und Bürgern, zwischen Verwaltung und Bürger fordert Neven DuMont. Diese Sicht ist zu erweitern um die Dialoge zwischen den Bürgern selbst.

Die vollmundigen Behauptungen eines “Köln kann”, “Köln kann besser”, “Köln kann auch anders” oder auch eines “Mut zu Kultur” haben aktuell ihren Elchtest zu bestehen. Die Testgelände heißen Offenbachplatz und Eifelwall. Wie werden diese Elchtests publizistisch begleitet? Auch darin zeigt sich neue Dialogkultur.

 

Globale Welt?

McDonaldisierung? Vielfach scheint es, als seit kulturelle Schablone und Standard Ziel westlicher “Zivilisation”. Getrieben von moneytheistischer Crematistik (Aristoteles) verdrängt industrielle Einfalt die kulturelle Vielfalt. Unterschiede kosten, verringern den Geldflüsse in die Kassen der wenigen Ultrareichen. Die Spuren dieser weltumspannenden schablonisierenden Geldmaschine prägen unser Leben und unsere Lebensräume. Weiterlesen

Den Dialog einfordern

Erhebt “Kapital”-Autor und Erzbischof Reinhard Marx als Theologe und Sozialwissenschaftler den Anspruch einer wirtschaftsethischen Analyse und empfiehlt einen Rückgriff auf Friedrich von Hayeck zur Lösung der Finanz- und Wirtschaftskrise, so ordnet er sich als Apologet des profitheckenden Kapitalismus und neoliberaler Nachbeter ein.
Papst Benedikt geht einen anderen Weg. Weiterlesen

Einstehen, Impulse setzen!

Als vernunftbegründete Lehre von des Menschen “Sollen und Dürfen” greift Ethik einerseits auf zeitübergreifende philosophische Einsichten zurück, muss sich andererseits aber stets aktuell den Herausforderungen der Zeit stellen.
Wissenschaftliche Fortschritte ermöglichen tiefere Einsichten, eröffnen neue Verfahrensweisen und aktualisieren die ewige Frage nach „Sollen und Dürfen”.
Ernstes und tiefes Ringen um die Antworten dürfen sich nicht im Rückgriff auf Tradiertes erschöpfen.

Stets gilt es die Grundfrage zu bedenken, welch zwischenmenschliches Verhalten und welche daraus resultierenden Ordnungen sind förderlich, dass jedem Menschen ein Leben in Würde möglich ist?
Dabei ist diese Frage nicht nur von Experten in Kolloquien und Akademien zu disputieren. Immer wieder sind die Menschen in ihrem Lebensraum mit der Grundfrage und ihren aktuellen Varianten zu konfrontieren.
Es ist bekannt, dass nur ein geringer Kreis der Bürger eine philosophische Ausbildung absolvierte. Daher sind Frageart und Beratungsstil dem Lebensalltag der Bürger anzupassen.
Soziale Impulse, gemeinsames Einstehen für Werthaftes, praktische Aktionen im Lebensraum mit offenem Blick für die sozialen Wirkungen überzeugen mehr als noch so fundierte geisteswissenschaftlicher Archäologie.