Archiv der Kategorie: Querdenker

Zur Choreografie gemeinschaftlicher Dilemma-Lösungen

(aus NUR MAL ANGENOMMEN… …DEMOKRATIE GINGE ANDERS, S. 187 ff)

... und Ihre Meinung (2)

Hundert Menschen schärfen ihren Säbel, Tausende ihre Messer, aber Zehntausende lassen ihren Verstand ungeschärft, weil Sie ihn nicht üben.   Johann Heinrich Pestalozzi

Erinnern wir uns: ein Dilemma ist per Definition eine Entscheidungssituation, für die es keine eindeutige Lösung gibt. Es ist also keine mathematische Aufgabe, bei der man sich vielleicht über den Rechenweg zur einzig richtigen Lösung streiten kann.

Mit Reflexionslogik, systemischer Betrachtung, bewusstem Wertediskurs und systemischem Konsensieren stehen allerdings gute Instrumente zur Verfügung. Diese Instrumente miteinander in Verbindung gebracht bilden eine Choreografie, Dilemmata sachlogisch und vernunftorientiert anzugehen und Entscheidungen mit hoher Akzeptanz zu erarbeiten.

  1. Was ist die Herausforderung, das Dilemma? Wozu wird eine Entscheidung verlangt? Wer ruft nach der Entscheidung?
  2. In welchem Wirkungsgefüge steht die Herausforderung? Was sind die Einflussfaktoren?
  3. Reflexionslogische Entwicklung einer Lösungsvariante (Schrittfolge nach Johannes Heinrichs) Weiterlesen

Von der Wertedebatte zum Wertekonsens

(aus NUR MAL ANGENOMMEN… …DEMOKRATIE GINGE ANDERS, S. 183 ff)Ebook Demokratie

Gibt sich eine Gesellschaft und Nation ihre Rechtsgestalt als Staat, sollte sie grundlegende Regeln definieren:

-        An welchen Werten richten wir unser zwischenmenschliches Verhalten als Bürger aus?

-        Wie beraten und definieren wir diese Werte, wie werden sie verbindlich festgesetzt?

-        Wie wird der wertepluralen Gesellschaft Rechnung getragen?

-        Wie geschieht die Anwendung der Grundrechte auf aktuelle Entscheidungen in Zeit und Raum? Weiterlesen

Bitte auch ohne Narrenkappe

Wenn am 22. Mai 2014 das Grundgesetz 65 Jahre alt wird, könnte es getrost in Rente gehen. Die politische Klasse Deutschlands hat sich in Eintracht mit dem europäischen Klassenverband ohnehin seit langem vom Grundgesetz verabschiedet. Im laxen Verfassungsgebrauch von Regierungen und Parlamenten haben die Verfassungsgerichte der Länder und des Bundes immer häufiger den aus Ausputzer zu spielen.

Allerdings sind sie in Untersuchungen und Urteilen auf den Aspekt der Legalität politischer Entscheidungen eingegrenzt.   Die Legitimität zu erörtern, zu beraten und zu entscheiden steht formell den Parlamenten und den nur an ihr Gewissen gebundenen Abgeordneten zu. Weiterlesen

Einigkeit in Vielfalt

 

Nicht alles muss schiefgehen

Nicht alles muss schiefgehen

EUROPA – ein Kontinent mit Jahrtausende alter Geschichte, vielen Völkern, Staaten und Sprachen ist viel zu schön (und auch zu wichtig), um vorrangig unter ökonomischen Aspekten betrachtet und vereint zu werden. Diesen Vorrang legten allerdings die Römischen Verträge vom 25. März 1957 fest. In Folge dieser Engführung erfahren wir heute EUROPA vor allem als desolate Währungsunion, deren Macht sich im demokratiewidrigen ESM (dem europäischen Stabilitätsmechanismus) fokussiert.

Das Bundesverfassungsgericht beschrieb die EU im Lissabon-Urteil als „völkerrechtliches Konstrukt mit nichtbehebbarem Demokratie-Defizit“.

Allerdings erleben wir auch eine großartige Befriedung zwischen den zentraleuropäischen Staaten. Dass die Bevölkerungen der meisten europäischen Länder nun schon ein Menschenalter ohne Krieg erleben durften, ist trotz aller Kritik eine außergewöhnliche Leistung. Weiterlesen

Eine Verfassung für die Bundesrepublik?

Logo 2Braucht die Bundesrepublik Deutschland eine Verfassung? Sie hat doch seit dem 23. Mai 1949 ein Grundgesetz. Ist das etwa nicht mehr gut genug? Ist solch „nationales“ Engagement noch lohnenswert angesichts europäischer Einigungen?

Berechtigte Fragen und Anmerkungen, die einen Rückblick verlangen in die Entstehungsgeschichte des deutschen Grundgesetzes und die Bedingungen an eine “neue” Verfassung. Weiterlesen

Tanz der Möglichkeiten und Bedingungen

Überladen mit Problemen torkelt unsere Welt durch Raum und Zeit. Jedem Problem sind mehrere Lösungsvorschläge angehängt, je nach Interessenlage einander ergänzend oder widersprechend. Welcher Möglichkeit entsprochen wird, hängt ab von den Bedingungen der Ermöglichung, für die es wiederum verschiedene Möglichkeiten gibt, die je nach Bedingung Realität werden können.

Im Tanz bedingter Möglichkeiten und ermöglichender Bedingungen treten wir uns immer wieder auf die Füße und rempeln aneinander. Hat jeder seine Melodie im Ohr, orientiert sich am eigenen Takt?

Haben wir die Chance, uns auf der Basis der Grundtöne symphonisch anzunähern?

Oder überlassen wir uns irgendwann jener Kraft, die beansprucht: „Jeder tanzt nach meiner Pfeife?“

Du entscheidest

Verschiedene Möglichkeiten, Herausforderungen anzugehen:

Manche werden bei gleichem Ziel und gleicher Methodik noch AKTIVER.

Andere bleiben auf ihrem Kurs bis zum Hindernis, um dann REAKTIV das Steuer herum zu reißen.

Zu wenige nutzen die über das Aktionsziel reichende Orientierung. um frühzeitig und KREATIV neue Wege und Varianten durchzuspielen.

Sieben Buchstaben,

doch drei Formen gleicher Ressource.

Die “Drillinge” sind komplett

Titel Frei zu liebenAus der Verlagsbeschreibung:

Im dritten, abschließenden Band seiner „Reflexionen und Impulse abseits betreuten Denkens“ konzentriert sich der Autor auf die Kernenergie der Liebe. Jener Energie, die über die Empörung hinausgreift und Zorn zur Gestaltungskraft wandelt (Bd. 1). Jener Liebe, die im Verständnis christlicher Weltverantwortung zu engagiertem Laienapostolat auf Augenhöhe herausfordert (Bd. 2). Weiterlesen

Vom Laienapostolat auf Augenhöhe

 Titel Abschied 2

Aus der Verlagsbeschreibung:

Soziale Strukturen entstehen und entwickeln sich im reflektierten zwischenmenschlichen Handeln“ (Joh. Heinrichs). Wirksame Kräfte werden in Kirche, Staat und Gesellschaft vergeudet, um von den Nutznießern vorherrschender Strukturen „Reformen“ zu verlangen.

Der Diplom-Sozialpädagoge Josef Hülkenberg, Jahrgang 1951, folgt der Einsicht des Sozialphilosophen Johannes Heinrichs und engagiert sich darin, Reflexionsprozesse zu fördern, durch die das zwischenmenschliche Handeln der Beteiligten neu Impulse und Ausrichtungen erfährt.

Während im ersten Band seiner „Reflexionen abseits betreuten Denkens“ die Demokratie im Zentrum der Betrachtungen stand, konzentriert der Autor sich im vorliegenden zweiten Band auf die Entwicklungen in der katholischen Kirche. Weiterlesen