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	<title>denk!BAR  &#187; PWT-Salzburg</title>
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	<description>Impulse zum Umdenken </description>
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		<title>Räume und Träume</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jul 2017 14:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
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		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[BILDUNGSRÄUME entdecken.gestalten.teilen So das Thema der Internationalen Pädagogischen Werktagung  (PWT) 2018 in Salzburg. RAUM – der Karton einer Waschmaschine kann spielenden Kindern zur Drachenhöhle, zum Piratenschiff, zum Schloss, aber auch zum Zankapfel werden. Spielräume, Freiräume fördern die Phantasie und die Entfaltung der kindlichen Person. Sie wurden so zu Grundbegriffen moderner Pädagogik. Dabei impliziert der Begriff [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/Logo-PWT.jpg" target="_blank"><img class="wp-image-670 alignleft" style="margin: 5px 15px;" alt="Logo PWT" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/Logo-PWT-300x186.jpg" width="184" height="114" /></a> <strong>BILDUNGSRÄUME</strong><br />
<strong> entdecken.gestalten.teilen</strong></p>
<p>So das Thema der <a href="http://www.bildungskirche.at/Werktagung/StartseitenachPWT.aspx" target="_blank">Internationalen Pädagogischen Werktagung  (PWT)</a> 2018 in Salzburg.</p>
<p><strong>RAUM</strong> – der Karton einer Waschmaschine kann spielenden Kindern zur Drachenhöhle, zum Piratenschiff, zum Schloss, aber auch zum Zankapfel werden. Spielräume, Freiräume fördern die Phantasie und die Entfaltung der kindlichen Person. Sie wurden so zu Grundbegriffen moderner Pädagogik. Dabei impliziert der Begriff RAUM zugleich GRENZEN.<span id="more-667"></span></p>
<p>Ohne Begrenzung entsteht kein Raum. Ob eng oder weit gesteckt, ob dicht oder durchlässig wie eine Membran – erst die Begrenzung definiert das Phänomen RAUM.</p>
<p>Welche Räume sind Kindern zu lassen, zu erschließen oder neu zu schaffen? Wie sind Grenzen und Grenzerfahrungen verständlich und den Kindern nachvollziehbar zu machen? Wie erleben Kinder die Einengung oder Ausweitung ihrer Räume?</p>
<p>Wieviel Frei- und Spielräume brauchen ErzieherInnen und PädagogInnen für die eigene gute Berufsausübung? Erlauben Förderprogramme, Curriculae und Schulpolitik diese Freiräume?</p>
<p>Wo müssen Grenzen neu gezogen werden? Wie sind die Beziehungen, die Relationen vom pädagogischen Raum in die anderen Räume gesellschaftlichen Lebens? Wie wirken etwa Leitmotive und Realität des Wirtschaftsraumes und/oder der politischen Interessenarena in die Pädagogik hinein?</p>
<p>Wie werden Kinder und Jugendliche im pädagogischen Raum auf eine berufliche Existenz im Wirtschaftsraum vorbereitet? Welchen Einfluss nehmen Pädagogen, damit Leitbilder und Realität moderner Arbeitswelt stärker im Einklang stehen mit den ethischen Zielen ihrer Pädagogik? Wie stellen sie sich den politischen und wirtschaftlichen Interessen, die in den pädagogischen Alltag hineinwirken?</p>
<p>Reicht es, die eigenen Leitideen wissenschaftlich begründet zu proklamieren oder schaffen die pädagogisch Tätigen es gar, auf politische und unternehmerische Entscheidungen aus der Erfahrungswelt ihres Raumes einzuwirken?</p>
<p>Ab und an ist es notwendig, die Grenzen des eigenen Raumes zu überschreiten. Notwendig, damit die den pädagogischen Raum prägenden Träume nicht an den Realitäten der anderen Räume wie Seifenblasen zerplatzen.</p>
<p>Das Programm der <a href="https://www.facebook.com/Katholisches-Bildungswerk-Salzburg-216653058427978/" target="_blank">diesjährigen 66. PWT</a> hatte solche Grenzüberschreitung vorgesehen. Zu wenige Teilnehmer hatten sich darauf eingelassen. Grund genug, mit Fragen, Neugier und Vorfreude auf die PWT 2018 zu blicken.</p>
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		<title>Wenn Momo erwachsen wird</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jul 2017 15:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Januar 1973 erschien Momo, Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. Mit weltweit über sieben Millionen verkauften Exemplaren nach der Unendlichen Geschichte ist dieses Buch das erfolgreichste Werk Michael Endes. 1974 wurde Momo mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Ein pädagogischer Kongress wie die Internationale [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Januar 1973 erschien <b><i>Momo</i></b>,<i> Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte</i>. Mit weltweit über sieben Millionen verkauften Exemplaren nach der <i><a title="Die unendliche Geschichte" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_unendliche_Geschichte">Unendlichen Geschichte</a></i> ist dieses Buch das erfolgreichste Werk <a href="http://www.michaelende.de/" target="_blank">Michael Endes</a>. 1974 wurde <i>Momo</i> mit dem <a title="Deutscher Jugendliteraturpreis" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Jugendliteraturpreis">Deutschen Jugendbuchpreis</a> ausgezeichnet.</p>
<p>Ein pädagogischer Kongress wie die <a href="http://www.bildungskirche.at/Werktagung/Programm.aspx">Internationale Pädagogische Werktagung</a> (PWT) in Salzburg braucht intensive Planung und lange Vorlaufzeit. Die Themenstellungen für 2018 und 2019 sind daher bereits bekannt und in Arbeit. Früh genug, einen Blick auf das Jahr 2023 zu werfen.</p>
<p>Nur mal angenommen, das Kuratotium der PWT entschiede sich zum 50. Jahrestag der Bucherscheinung, einen Blick hinter die Fassade des Phantasie-Romans von Michael Ende zu werfen. <span id="more-651"></span>In Vorträgen und Arbeitskreisen herauszuarbeiten, worauf Michael Ende mit der Geschichte von den Zeit-Dieben abzielte.</p>
<p>Momo ist weit mehr als das kleine Mädchen, welches so gut zuhören konnte, dass ihre Gesprächspartner plötzlich die Welt mit anderen Augen wahrnahmen.</p>
<p>„Übrigens sind Sie bis jetzt der erste, der bemerkt hat, daß die Idee des <a title="Umlaufgesichertes Geld" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgesichertes_Geld">&#8220;alternden Geldes&#8221;</a> im Hintergrund meines Buches &#8216;Momo&#8217; steht. Gerade mit diesen Gedanken <a title="Rudolf Steiner" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner">Steiners</a> und <a title="Silvio Gesell" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell">Gesells</a> habe ich mich in den letzten Jahren intensiver beschäftigt, da ich zu der Ansicht gelangt bin, daß unsere Kulturfrage nicht gelöst werden kann, ohne daß zugleich, oder sogar vorher, die Geldfrage gelöst wird.“ In seinem Brief an <a title="Werner Onken" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Onken">Werner Onken</a> bestätigte Michael Ende, dass <i>Momo</i> das heutige <a title="Geld" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geld">Geldsystem</a> kritisiere. Onken, Leiter der <i>Freiwirtschaftlichen Bibliothek</i> in <a title="Varel" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Varel">Varel</a>, hatte 1986 eine Interpretation von <i>Momo </i>geschrieben, die in der Zeitschrift <i>Fragen der Freiheit</i> veröffentlicht wurde.</p>
<p>Schauen wir hinter den Vorhang des Jugendbuches, entdecken wir Perspektiven der <a href="https://www.ecogood.org/de/">Gemeinwohlökonomie</a>, des <a href="http://regiogeld.com/">Regionalen Geldes, der </a><a href="https://www.kab.de/themen/arbeit/taetigkeitsgesellschaft/">Tätigkeitsgesellschaft </a>und den Prinzipien <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Kohr" target="_blank">Leopold Kohrs</a>. Konzepte jener Welt, auf die die Internationale Pädagogische Werktagung immer wieder als Ziel von Erziehungsprozessen hinweist.</p>
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		<title>Neue Kinderrechte?</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2017/07/neue-kinderrechte/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Jul 2017 14:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon die Schulpsychologin DDr. Andrea Richter hatte in ihrem Vortrag am Vortag die schulischen Lernanforderungen an die Kinder als Pflichten bezeichnet und sie in das Spannungsfeld zu den Kinderrechten gestellt. Begründete Ansprüche von Lehrkräften und Eltern einerseits und Kindern und Jugendlichen andererseits treffen immer wieder aufeinander und prägen den pädagogischen Alltag.  Dieser pädagogische Alltag erfährt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon die Schulpsychologin <a title="Von Partizipation und Pflichten" href="http://denkbar-mobil.de/?p=649">DDr. Andrea Richter</a> hatte in ihrem Vortrag am Vortag die schulischen Lernanforderungen an die Kinder als Pflichten bezeichnet und sie in das Spannungsfeld zu den Kinderrechten gestellt. Begründete Ansprüche von Lehrkräften und Eltern einerseits und Kindern und Jugendlichen andererseits treffen immer wieder aufeinander und prägen den pädagogischen Alltag.  Dieser pädagogische Alltag erfährt seine Dynamik durch ständigen Wandel, Konfliktsituationen und Krisen, betonte der Pädagogikprofessor <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Oser" target="_blank">Dr. Dr. Fritz Oser</a>, Fribourg (CH). Pädagogik sei als Pädagogik des Durchgangs höchst fragil. Die Unterrichtspraxis ähnele einer Emergency-room-class, einem erzieherischen Notfallzentrum, welches den Pädagogen maximales Managementkönnen und höchste Belastung abfordere.</p>
<p>In dieser fragilen Praxis schaffen die Kinderrechte der UN-Konvention einen unbedingten Schutz für das schwächste Glied der Gesellschaft – das Kind, betonte Oser. <span id="more-647"></span>Als justiziable, einklagbare Rechte orientierten sie sich an der Abhängigkeit und eingeschränkten Autonomie der Kinder. Zugleich seien sie in ihrer normativen Abstraktion weit von der Lebenswirklichkeit der Kinder entfernt.</p>
<p>Die Kinderrechte ermöglichen die Bestrafung bei Vergehen gegen diese Rechte, das In-Obhut-Geben vernachlässigter Kinder, die gesetzliche Förderung guter Erziehungseinrichtungen, welche Anerkennung, Selbstbestimmung und Zugehörigkeit stärken. Die Rechte eines Kindes auf ein Tagebuch, eine geheime Freundschaft, auf eine eigenartige Sammelwut oder ein persönliches Gespräch mit Gott aber werden nach Oser nicht von der UN-Kinderrechtskonvention erfasst. Darum seien neue Kinderrechte als pädagogischer Schutz vor den Gefahren der heutigen Zeit notwendig. Neue Rechte, die das Wachstum des Kindes stützten, aus denen Normen und Werte entwickelt und erlernt würden. Rechte, die es ermöglichten, im pädagogischen Miteinander Sinn zu entwickeln, Disziplinprobleme zu lösen und die Einmischung der Eltern gut zu integrieren.</p>
<p>Sinnvolle Überlegungen, die Prof. Oser vorstellte. Sinnvoll, weil es darum geht, die weltweit gültigen Kinderrechte mit Leben zu füllen. Sie zu transformieren in den konkreten Raum, in die jeweilige Kultur zu ihrer Zeit.</p>
<p>Leider hat Prof. Fritz Oser diesen ethisch begründeten, pädagogisch-normativen Anforderungen den Titel „Kinderrechte“ verliehen. Indem er die begriffliche Trennschärfe aufhob, erwies er meines Erachtens den Kinderrechten einen Bärendienst. Warum bleibt der Titel „Kinderrecht“ nicht der rechtsverbindlichen Norm vorbehalten? So ließe sich klarer überprüfen, ob die gesetzliche Regelung ausreichend Raum, Schutz und Förderung bietet zur Entfaltung ethischer, psychologischer und pädagogischer Erkenntnisse über gelungene, kindgerechte Erziehungsprozesse. Die Aufhebung begrifflicher Trennschärfe zieht einen inflationären Ge- bzw. Missbrauch des Wortes „Kinderrecht“ nach sich und trägt dazu bei, die Essenz dieser Rechte im allgemeinen gesellschaftlichen Geschwurbel auflösen.</p>
<p>Solcherart Geschwurbel haben weder die Kinder, deren justiziable Rechte noch die ethisch begründeten Ansprüche verdient.</p>
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		<title>Von Partizipation und Pflichten</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2017/07/von-partizipation-und-pflichten/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jul 2017 16:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es klingt gut, Kinder und Jugendliche teilhaben zu lassen an allen Entscheidungsprozessen, die ihre Lebenswelt betreffen. Ihnen Mitsprache einzuräumen und dieser ein hohes Gewicht in der Entscheidung zuzubilligen. In Schulen und Erziehungseinrichtungen sind die zur Teilhabe notwendigen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen systematisch zu fördern. Selbstbestimmungsfähigkeit, Mitbestimmungsfähigkeit und Solidarisierungsfähigkeit gelten als Grundwerte gesellschaftlicher Partizipation. Pädagogische [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es klingt gut, Kinder und Jugendliche teilhaben zu lassen an allen Entscheidungsprozessen, die ihre Lebenswelt betreffen. Ihnen Mitsprache einzuräumen und dieser ein hohes Gewicht in der Entscheidung zuzubilligen. In Schulen und Erziehungseinrichtungen sind die zur Teilhabe notwendigen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen systematisch zu fördern. Selbstbestimmungsfähigkeit, Mitbestimmungsfähigkeit und Solidarisierungsfähigkeit gelten als Grundwerte gesellschaftlicher Partizipation.<span id="more-649"></span></p>
<p>Pädagogische Lernziele sind auf die Erfahrungswelt der Kinder umzuschreiben. Autonomie wird dann zu „Ich darf es“, Kompetenz zu „Ich kann es“, Zugehörigkeit zu „Ich gehöre dazu“.</p>
<p>Laut Professor Dr. Hannelore Reicher, Graz, kann so bereits der Kindergarten zur Kinderstube der Demokratie werden. Solche Demokratiepädagogik fördere das Heranwachsen künftiger Bürger und Politiker, die anstehende politische Probleme sinnvoll lösen könnten. Zugleich warnte sie davor, politische Probleme als pädagogische Probleme zu sehen. Jugendarbeitslosigkeit oder Kinderarmut seien nicht durch Pädagogik lösbar, sondern allein durch einschneidende politische und ökonomische Reformen.</p>
<p>„Wie steht es mit den Kinderpflichten?“ – fragte die Schulpsychologin DDr. Andrea Richter, St. Pölten. Sind Kinderrechte und Kinderpflichten zwei Seiten einer Medaille? Müssen sich die Heranwachsenden ihre Rechte erst verdienen, indem sie die ihnen zugewiesenen Pflichten erfüllen? Wie steht es mit den Rechten von Eltern, Erziehern und Lehrkräften – wie ist deren Verhältnis zu den Kinderrechten? Was eigentlich sind die Pflichten der Kinder in der Schule und in erzieherischen Prozessen?</p>
<p>Derartige Pflichten können laut Andrea Richter nur die im Erziehungsprozess als sinnvoll und werthaft benannten Erziehungsziele sein. So fällt Kindern bei der Einschulung ein massiver Pflichtenkatalog auf die Füße: Konzentration im Unterricht, disziplinierte Wortmeldung, Erfüllung der Lernaufgaben. Was Lehrern und Erziehern als Selbstverständlichkeit im pädagogischen Betrieb vorkommt, erfahren die Schulneulinge als Kulturschock. Wie eine Fremdsprache müssten die Kinder die Schulkultur erlernen, betonte Dr. Richter. Und diese Lernprozesse brauchen Zeit, Geduld und behutsame Förderung.</p>
<p>Kinderpflichten seien wie die Schuhe der Kinder. Nur nach und nach können sie in die verschiedenen Größen hineinwachsen und so in den Schuhen der Pflichten auf dem Boden der Kinderrechte gehen, laufen oder tanzen.</p>
<p>Mit lebensnahen Beispielen hatte Andrea Richter das Spannungsfeld von Rechten und Pflichten erläutert, den scheinbar berechtigten Lehrsatz „Wer Rechte hat, hat auch Pflichten“ für den Lebensraum der Schule dargestellt. Doch ist dieser Lehrsatz überhaupt richtig? „Rechte entstehen aus Pflichten“ – lehrte der Innsbrucker Moraltheologe Professor <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Kleinhappl" target="_blank">DDr. Johannes Kleinhappl</a> (1893-1979). Danach hat derjenige, dem eine Pflicht auferlegt ist, ein Anrecht auf alles, was ihm die Erfüllung dieser Pflicht ermöglicht.</p>
<p>Haben Kinder also eine Pflicht zum Lernen, so entsteht daraus deren Recht auf individuelle, kindgerechte Lernpraxis. Sinnvolle und sinnenhafte Lernprozesse haben dem Kind die Möglichkeit zu sichern, seiner Pflicht nachzukommen.</p>
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		<title>Nicht perfekt &#8211; doch gut genug</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 22:57:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leben ist nicht relativ. Leben geschieht voll und ganz. Und es geschieht voll und ganz in Beziehungen. Ohne Beziehungen, ohne soziale Kontakte – also ohne Relationen &#8211; sind wir Menschen nicht lebensfähig. Die Qualität dieser Relationen prägt die Qualität unseres Lebens. Pädagogisches Wirken ist ein Wirken in Beziehungen von Lehrern/Lehrerinnen, Erzieherinnen und Erziehern zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben ist nicht relativ. Leben geschieht voll und ganz. Und es geschieht voll und ganz in Beziehungen. Ohne Beziehungen, ohne soziale Kontakte – also ohne Relationen &#8211; sind wir Menschen nicht lebensfähig. Die Qualität dieser Relationen prägt die Qualität unseres Lebens.</p>
<p>Pädagogisches Wirken ist ein Wirken in Beziehungen von Lehrern/Lehrerinnen, Erzieherinnen und Erziehern zu den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen.</p>
<p>Prof. Dr. Annedore Prengel, Potsdam, verwies in ihrem Vortrag darauf, dass alltäglich sowohl anerkennendes als auch verletzendes pädagogisches Handeln praktiziert wird. <span id="more-621"></span>Wissenschaftliche Beobachtungen liessen allerdings den Schluss zu, dass dreiviertel dieser Handlungen als positiv anerkennend oder neutral, ein Viertel leider als die Rechte und Seelen der Kinder verletzend geschehen. Knapp 6 % sogar schwerwiegend traumatisierend.</p>
<p>Anerkennende, die Kinderrechte fördernde PädagogInnen arbeiteten mit den verletzenden Kollegen häufig Tür an Tür. Oft fühlten sie sich überfordert, die Fehlleistungen dieser Kollegen offen anzusprechen und auf nötige Verhaltensänderung hinzuwirken.</p>
<p>In solcher Situation ist Hilfe zur fachlichen Reflexion und kollegialer Beratung angebracht. Der<a href="http://www.rochow-museum.de/arbeitskreis-menschenrechtsbildung.html" target="_blank"> Arbeitskreis Menschenrechtsbildung in der Rochow-Akademie</a> an der Uni Potsdam bietet mit den <a href="http://www.rochow-museum.de/reckahnerreflexionen.html" target="_blank">&#8220;Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen&#8221;</a> solche Hilfe an.</p>
<p>In Flyern und Postern werden diese Reflexionen derzeit gedruckt und stehen ab August 2017 zur Verfügung, um in Lehrerzimmern und Büros der Erziehungseinrichtungen für Aufmerksamkeit zu sorgen.</p>
<p>Gesponsert und großzügig finanziert wird diese Aktion durch die Robert-Bosch-Stiftung und die Helga-Breuninger-Stiftung.</p>
<p>Leben vollzieht sich in Relationen, in zwischenmenschlichen Beziehungen. In reflektierten zwischenmenschlichen Beziehungen entwickeln sich gesellschaftliche Strukturen, lehrt der <a href="http://www.johannesheinrichs.de/" target="_blank">Sozialphilosoph Johannes Heinrichs</a>.</p>
<p>Nicht nur die Strukturen der Gesellschaft, sondern auch die Qualität der Beziehungen und des Miteinander-Lebens hängen von gelungener, expliziter Reflexion ab. Das geht weit über die pädagogischen Relationen hinaus. Die tatsächlichen zwischenmenschlichen Beziehungen in den sehr unterschiedlichen Substrukturen gesellschaftlichen Lebens erfüllen allzu oft nicht die Anforderungen einer an der Menschenwürde ausgerichteten Ethik.</p>
<p>Die Beziehungen zwischen Kollegen, Vorgesetzten und Untergebenen in Wirtschaft und Verwaltung werden selten ethisch so reflektiert, wie die Reckahner Erklärung es für in die Einrichtungen der pädagogischen Substruktur empfiehlt.</p>
<p>Nur mal angenommen &#8211; Poster und Flyer analog der Reckahner Reflexionen hingen auch in den Büros und Kantinen der Unternehmensgruppen Bosch und Breuniger. Vielleicht bald auch bei VW, Daimler, der Deutschen Bank, den Kommunalverwaltungen, den Ministerien, den Parteizentralen  &#8230; und &#8230; und &#8230; und.</p>
<p>Nur mal angenommen &#8211; ob sich auch dort die Relationen der Menschen, also ihre sozialen Beziehungen, verbessern? Ob nicht die Qualität unseres demokratischen Lebens steigen würde? Nicht perfekt &#8211; doch gut genug.</p>
<h2></h2>
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		<title>Wenn Menschen Kinder würden</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2017/07/wenn-menschen-kinder-wuerden/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Jul 2017 10:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[„Was eigentlich zieht Dich immer wieder zu einer Fachtagung für Lehrer und Kindergärtnerinnen?“ Im Kontext der Internationalen Pädagogischen Werktagung (PWT) werde ich regelmäßig mit solcher Frage konfrontiert. Die Frage ist ja berechtigt. Als Sozialpädagoge habe ich meine Arbeitsschwerpunkte auf politisch-soziale Bildung und die Zielgruppe „erwachsene Bürger“ ausgerichtet. Kleinkinderziehung und Reformschulpädagogik sind keine Themenfelder meines Engagements. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Was eigentlich zieht Dich immer wieder zu einer Fachtagung für Lehrer und Kindergärtnerinnen?“ Im Kontext der <a href="http://www.bildungskirche.at/Werktagung/Programm.aspx" target="_blank">Internationalen Pädagogischen Werktagung (PWT)</a> werde ich regelmäßig mit solcher Frage konfrontiert. Die Frage ist ja berechtigt. Als Sozialpädagoge habe ich meine Arbeitsschwerpunkte auf politisch-soziale Bildung und die Zielgruppe „erwachsene Bürger“ ausgerichtet. Kleinkinderziehung und Reformschulpädagogik sind keine Themenfelder meines Engagements.<span id="more-616"></span></p>
<p>Der Charme von Salzburg (wenn es nicht regnet) und die aufgeschlossene Atmosphäre der Tagung heben sich nicht sonderlich von der Tagungskultur ab, die auch bei anderen Veranstaltern erfahrbar ist. Die PWT wartet immer wieder mit Top-Referenten auf, welche eben nicht Spezialisten der Fachgebiete „Kindererziehung“ und „Schule“ sind. Manes Sperber, Leopold Kohr, Eugen Drewermann, Robert Jungk, Frederic Vester, Franz-Josef Radermacher … lang ist die Liste der Referenten, die mich beeindruckten und meine Arbeit nachhaltig beeinflussten. Doch kann das schon der Kern der richtigen Antwort sein?</p>
<p>Dass der Reiz der PWT tiefer geht als die Reihe der Top-Referenten wurde mir beim diesjährigen Eröffnungsvortrag klar. Die PWT 2017 ist den Kinderrechten gewidmet. Zum Auftakt der Tagung hatten die Veranstalter Prof. Dr. Lothar Krappmann, Berlin gewonnen. Der Soziologe und Bildungsforscher Krappmann war von 2003 bis 2011 Mitglied im UN-Fachausschuss für die Rechte des Kindes.</p>
<p>Je mehr Krappmann über die <a href="http://www.kinderrechte.gv.at/kinderrechtekonvention/" target="_blank">UN-Kinderrechtskonvention</a>, ihre geschichtliche Entwicklung von einem Kinderschutzprogramm zur Anerkennung der Kinder als Menschen mit berechtigten eigenen Anliegen berichtete, umso deutlicher sah ich die Parallelen zu meinem Arbeitsschwerpunkt der Demokratieentwicklung.</p>
<p>Nach Artikel 12 dieser UN-Konvention haben Kinder das Recht darauf, dass sie zu allen sie betreffenden Angelegenheiten ihre Meinung äußern können und dass diese auch entsprechend berücksichtigt wird. Artikel 3 verlangt, dass bei allen Kinder betreffenden Maßnahmen das Wohl des Kindes im Vordergrund steht.</p>
<p>Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 klingt schön und gut, hat aber nur einen Appellcharakter an die Staaten. Eine Konvention jedoch wird für die Unterzeichnerstaaten rechtverbindlich. Sie müssen die Ansprüche der Konvention in ihr nationales Rechtssystem einarbeiten. Dadurch hat die Kinderrechtskonvention eine weit höhere Rechtskraft als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.</p>
<p>Während Prof. Krappmann referierte und erläuterte, drängte sich mir ein Gedanke auf. Nur mal angenommen – wir akzeptierten nicht nur, dass alle Kinder Menschen sind, sondern fänden den Mut zur dialogischen Umkehrung: Alle Menschen sind auch Kinder. Was wäre, wir ersetzten in dieser Konvention alle „Kinder“ durch „Menschen“ oder „Bürger“?</p>
<p>Zu welchen Demokratieformen würde uns die Realisierung solcher konventionsgeschützten Rechte führen? Ob die Perspektiven, <a href="https://tredition.de/autoren/josef-huelkenberg-7122/nur-mal-angenommen-demokratie-ginge-anders-paperback-81857/" target="_blank">die ich 2015 beschrieb</a>, dann immer noch als überzogen und waghalsig betrachtet würden?</p>
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		<item>
		<title>Es ist mir eine Ehre</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jul 2017 17:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[PWT-Salzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Seit 1980 bin ich regelmäßig und nahezu jedes Jahr als Teilnehmer auf der Internationalen Pädagogischen Werktagung (PWT) in Salzburg. Vorträge, Werkkreise und Begegnungen mit Referenten und Berufskollegen erweisen sich jedes Jahr neu als außergewöhnlicher Fundus wissenschaftlicher Erkenntnisse, pädagogischer Einsichten und gesellschaftspolitischer Perspektiven. Aus diesem Fundus habe ich mit Freuden geschöpft und vieles in meine [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Seit 1<a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05766.jpg"><img class="size-medium wp-image-614 alignright" alt="SONY DSC" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05766-300x198.jpg" width="300" height="198" /></a>980 bin ich regelmäßig und nahezu jedes Jahr als Teilnehmer auf der <a href="http://www.bildungskirche.at/Werktagung/Programm.aspx" target="_blank">Internationalen Pädagogischen Werktagung (PWT)</a> in Salzburg. Vorträge, Werkkreise und Begegnungen mit Referenten und Berufskollegen erweisen sich jedes Jahr neu als außergewöhnlicher Fundus wissenschaftlicher Erkenntnisse, pädagogischer Einsichten und gesellschaftspolitischer Perspektiven. Aus diesem Fundus habe ich mit Freuden geschöpft und vieles in meine Arbeit integriert.</p>
<p>Für die PWT 2017 luden die Veranstalter mich nun ein, einiges aus meiner Arbeit auf dieser größten pädagogischen Fachtagung Europas zu präsentieren. <span id="more-602"></span>In meinem Buch <a href="https://tredition.de/autoren/josef-huelkenberg-7122/nur-mal-angenommen-demokratie-ginge-anders-paperback-81857/" target="_blank">„Nur mal angenommen… …Demokratie ginge anders“</a> hatte ich eine Choreographie zur Lösung politischer Dilemma skizziert (Seite 197 ff). In einem Arbeitskreis über 3 Nachmittage sollte ich mit Tagungsteilnehmern diese Choreographie praktizieren und sie ihnen vermitteln. In der Buchausstellung zur Tagung fanden meine Bücher ihren Platz.</p>
<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05756.jpg"><img class="alignnone  wp-image-608" alt="SONY DSC" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05756-300x199.jpg" width="198" height="131" /></a> <a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05755.jpg"><img class="alignnone  wp-image-607" alt="SONY DSC" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05755-300x199.jpg" width="196" height="130" /></a> <a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05754.jpg"><img class="alignnone  wp-image-606" alt="SONY DSC" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05754-300x199.jpg" width="196" height="129" /></a> <a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05753.jpg"><img class="alignnone  wp-image-605" alt="SONY DSC" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC05753-300x199.jpg" width="194" height="128" /></a></p>
<p>Auch wenn der Einbruch der Teilnehmerzahl in diesem Jahr dazu führte, dass eine Reihe von Arbeitskreisen (darunter auch meiner) abgesagt wurden, erlebe ich bereits die Einladung als Würdigung meiner Arbeit. Darum ist es mir eine Ehre, Gast der diesjährigen PWT zu sein.</p>
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		<title>2017 – ein Jahr ANNO HOMINI?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 22:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
		<category><![CDATA[PWT-Salzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mannigfaltig sprechen (schlechte) Gründe dafür, 2016 politisch als „annus miserabilis“ einzuordnen. Erstarken populistischer Strömungen und Parteien, Abstimmungssiege von Establishment-Gegnern in den USA, Großbritannien oder Italien, faschistoide Regierungen in Warschau oder Ankara, geopolitische Machtspiele in Osteuropa, Nah- und Fernost, die Erosion des Traumes vom „Europäischen Haus“ – die Geschehen des Jahres 2016 boten wenig Hoffnung auf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2016/12/Ohnmachtsspirale-web.jpg"><img class=" wp-image-577 alignleft" style="margin-left: 25px; margin-right: 25px;" title="Wege finden" alt="Ohnmachtsspirale web" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2016/12/Ohnmachtsspirale-web-224x300.jpg" width="120" height="161" /></a>Mannigfaltig sprechen (schlechte) Gründe dafür, 2016 politisch als „annus miserabilis“ einzuordnen. Erstarken populistischer Strömungen und Parteien, Abstimmungssiege von Establishment-Gegnern in den USA, Großbritannien oder Italien, faschistoide Regierungen in Warschau oder Ankara, geopolitische Machtspiele in Osteuropa, Nah- und Fernost, die Erosion des Traumes vom „Europäischen Haus“ – die Geschehen des Jahres 2016 boten wenig Hoffnung auf friedliche Bewältigung der die Völker bedrängenden Probleme.</p>
<p>Nun werden wieder Segens- und Friedenswünsche zum neuen Jahr ausgesprochen und in alle Welt versandt, als brächte ein neuer Kalender eine neue Einstellung mit sich.<span id="more-575"></span> Was der Kalenderwechsel mit sich bringt, ist die Chance zum nachdenkenden Innehalten, eine <a title="Jährlich Weihnacht – täglich Menschwerdung" href="http://denkbar-mobil.de/?p=571" target="_blank">Option zur Reflexion unseres zwischenmenschlichen Handelns</a>.</p>
<p>Ob wir diese Chance nutzen, liegt allein in unserer Hand, in den Händen eines Jeden von uns. Solche Reflexion kann zur grundlegenden Neubestimmung oder Feinjustierung unseres Verhaltens führen. Sie kann beitragen, dass die Leitmotive unseres Handelns deutlicher werden – uns selbst als auch unseren Mitmenschen.</p>
<p>Hoffnung tragen wir in diese Welt,</p>
<ul>
<li>wenn wir uns nicht verängstigen lassen von den populistischen Verführern, sondern unsere eigenen Kompetenzen einbringen in die Entwicklung politischer Entscheidungen</li>
<li>wenn wir uns nicht beschränken auf Widerstands-Demonstrationen, sondern den Anspruch auf politische Partizipation durch eigene Lösungsideen realisieren</li>
<li>wenn wir unser zwischenmenschliches und politisches Handeln nicht am Eigennutz, sondern an der konkreten Würde beteiligter und betroffener Menschen ausrichten</li>
<li>wenn wir uns nicht mehr orientieren am Nichtgewollten und Destruktiven, sondern am konstruktiven Aufbau einer solidarischen Gesellschaft.</li>
</ul>
<p>Politische Entscheidungen sind immer Entscheidungen zur Vorrangstellung bestimmter Werte und den daraus ergebenden Konsequenzen. In wertepluraler Gesellschaft sind sie somit auch immer Entscheidungen in einem Dilemma – irgendwer fühlt sich immer mit seinen Werten zurückgestellt und somit auf die Füße getreten. Wir tragen zur Befriedung der Gesellschaften bei, je mehr wir lernen, Dilemmata in breiter Akzeptanz aufzulösen.</p>
<p>Zu meinen persönlichen für 2017 ersichtlichen Highlights gehört die <a href="http://www.bildungskirche.at/Werktagung/Programm.aspx" target="_blank">66. Internationale Pädagogische Werkwoche in Salzburg</a>. Auf Einladung der Veranstalter stelle ich dort in einem dreitägigen Werkkreis die von mir entwickelte „<a title="Trainieren für Democratien" href="http://denkbar-mobil.de/?p=489" target="_blank">Choreographie zur Lösung politischer Dilemmata</a>“ vor.<a title="" href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p>Auf welchen Wegen auch immer und mit welch´ mühevollen Schritten wir im kommenden Jahr zur Befriedung unserer zerrütteten und zerstrittenen Gesellschaften beitragen: mögen diese Wege und Schritte erfolgreich werden. Jeder Weg, jeder Schritt lohnt sich – <a href="https://tredition.de/autoren/josef-huelkenberg-7122/der-wuerde-wegen-paperback-77799/" target="_blank">der Würde wegen</a><a title="" href="#_ftn2">[2]</a>.</p>
<p>Jedes Einmischen der Würde wegen erhöht die Chance auf ein ANNO HOMINI 2017.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Siehe „Nur mal angenommen… Demokratie ginge anders“, tredition 2016, S. 197</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Der Würde wegen, tredition 2016</p>
</div>
</div>
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		<title>Kein Irrweg, sondern Labyrinth!</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2011/07/kein-irrweg-sondern-labyrinth/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 06:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[PWT-Salzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>

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		<description><![CDATA[Verleiten die Irrwege auf Jahrmärkten dazu, sich den Kopf zu zerbrechen bzw. mit dem Kopf gegen die (Glas-)Wand zu stoßen, bieten Labyrinthe Anreize zum Nachdenken über sich selbst. Als verschlungener Meditationspfad lockt er zu Fragen heraus : Bist Du bereit, deinen Weg zu gehen? Bleibst Du auf Deinem Weg, auch wenn er Kehren und Wendungen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Verleiten die Irrwege auf Jahrmärkten dazu, sich den Kopf zu zerbrechen bzw. mit dem Kopf  gegen die (Glas-)Wand zu stoßen, bieten Labyrinthe Anreize zum Nachdenken über sich selbst.</p>
<p>Als verschlungener Meditationspfad lockt er zu Fragen heraus :</p>
<ul>
<li>Bist Du bereit, deinen Weg zu gehen?</li>
<li>Bleibst Du auf Deinem Weg, auch wenn er Kehren und Wendungen mit sich bringt?</li>
</ul>
<p>Beim Eintritt in den labyrinthischen Pfad hast du das Ziel – die Mitte – gut im Blick. Doch der Weg irritiert. Er führt dich in die Nähe der Mitte und dann doch wieder an den Rand. Nimmst du eine &#8220;Abkürzung&#8221;, findest du dich plötzlich in falscher Richtung auf den Weg.</p>
<p>Menschen auf gleichem Weg begegnen dir verschiedentlich, es scheint als liefen sie in die Gegenrichtung und sind doch auf dem Weg ins Zentrum. Wagst Du in Deinen Zentrum zu gehen, in die Tiefe deiner eigenen Mittel zuschauen?</p>
<p>Uns Teilnehmern der 60. Internationalen pädagogischen Werktagung in Salzburg wurde die Erfahrung des meditativen Weges in einem Lichterlabyrinth geboten. 800 Teelichter (eines für jeden Tagungs-Teilnehmer) formten das Labyrinth auf dem Boden der Kollegienkirche und beleuchtetem den barocken Kirchenraum.<br />
Liturgisch-szenisch wurden wir eingeladen zum eigenen Gehen.</p>
<p>Auch nicht Anwesende wurden mitgenommen. So waren meine Gedanken bei einer guten Freundin, deren Fuß auch nach der zweiten Operation nicht richtig heilt. Hat das etwa damit zu tun, dass sie in einer existenziellen Frage am Scheideweg<br />
steht und sich &#8220;ihres Weges&#8221; unsicher ist?</p>
<p>Labyrinthe sind keine Irrwege, sie laden ein zum Nachdenken über bisherige und neue Wege.</p>
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		<title>Leopold Kohr &#8211; ein Diamant im Archiv</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 18:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
		<category><![CDATA[PWT-Salzburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder im &#8220;Heimathafen&#8221; meiner Kölner Wohnung überprüfe ich meine Erinnerungen und finde bestätigt, dass ich 1981 und 1983 zur PWT in Salzburg war. In den Berichtesbänden finde ich auch die Vorträge Leopold Kohrs. Doch unter den fast hundert Vortragsmitschnitten fehlen seine Referate. Über das Internet rufe ich das Tondokument auf. Für meine damaligen Zurückhaltung beim [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder im &#8220;Heimathafen&#8221; meiner Kölner Wohnung überprüfe ich meine Erinnerungen und finde bestätigt, dass ich 1981 und 1983 zur PWT in Salzburg war. In den Berichtesbänden finde ich auch die Vorträge Leopold Kohrs. <span id="more-119"></span>Doch unter den fast hundert Vortragsmitschnitten fehlen seine Referate. Über das Internet rufe ich das Tondokument auf. Für meine damaligen Zurückhaltung beim Kassetten-Kauf finde ich dabei einen &#8220;dialektischen&#8221; Hinweis. Anders als ein Vierteljahrhundert zuvor sind meine Ohren weit besser auf das &#8220;Österreichische&#8221; geschult. Die abgedruckten Vorträge &#8211; in Hochsprache abgefasst &#8211; zeugen von der Weitsicht und Weisheit Kohrs. 1981 zeigte er den Zuhörern, wie &#8220;small is beautifull&#8221; auch als pädagogische und bildungspolitische Maxime seine lebenswichtige und lebensrichtige Wirkung entfaltet. Bildhaft macht Leopold Kohr deutlich, dass Kleinheit kein Problem löst. &#8220;Auch in Kleingemeinschaften und Kleinstaaten wird es Armut, Arbeitslosigkeit, Raufereien, Diebereien, Totschlag, Mord, Tyrannei, Vergewaltigung, Korruption, Krankheit und Krieg geben. 10 von 10 Menschen werden auch in den kleinsten Gemeinschaften weiterhin sterben. Das einzige, was kleine Gemeinschaften lösen können, ist das Problem der Größe; das Problem jener unkontrollierbaren Ausmaße, die die Gegenwart so unerträglich macht. Sie reduzieren nicht die Zahl der Übel, die der Büchse der Pandora entschlüpft sind; sie verkleinern nur ihr Ausmaß, so dass sie eigentlich keine richtigen Übel mehr sind.&#8221; (PWT Berichtsband 1981, S. 179) Probleme, Konflikte und Übel sind Elemente des Lebens, die in geringer Dosis sogar zur lebensfördernden Dynamit beitragen. Doch &#8220;poison is too much&#8221; (Howard Gossage), jedes &#8220;zuviel&#8221; wird zum Gift, macht Probleme übergroß, nicht mehr handhabbar und somit unlösbar. Zusammenschlüsse, Koordinationen und Fusionen führen laut Kohr nicht zu Lösungswegen sondern leider in die entgegengesetzte Richtung. Vor diesem Hintergrund und aus dem Blickwinkel des Jahres 2009 gewinnen Kohrs Aussagen von 1981 und 1983 neue Brisanz. Beklemmend seine lobenden Hinweise über die eigenständige Zellstruktur die Kirche, die er als Diözesan-System auch für andere kooperativen Organisationen empfiehlt.</p>
<div id="attachment_126" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img class="size-medium wp-image-126" title="DSC02326" alt="DSC02326" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2009/07/DSC02326-300x224.jpg" width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">Im Kleinen bleiben Probleme lösbar</p></div>
<p>Beklemmend, weil seit einigen Jahren viele der damals gelobten Diözesen ihre Strukturen reformieren. Mit dem Argument &#8220;Priestermangel&#8221; und unter neoliberalem Beratereinfluss driften sie ab in ein zentralistisches Konzept, selbst von Priestern als &#8220;McChurch&#8221; kritisiert. Fusionen und Molochpfarreien ersetzen die lebensrichtigen, erlebbaren Gemeinden. Es wird höchste Zeit, die im Archiv verborgenen Diamanten hervorzuholen und zur Geltung zu bringen.</p>
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