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	<title>denk!BAR  &#187; St.-Josefs-Pilgerweg</title>
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	<description>Impulse zum Umdenken </description>
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		<title>Mit 70 auf Männerpfaden</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 11:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geplant war es so nicht. Dass 2021 mir zum Jahr meiner endgültigen Initiation werden würde, stand nicht in der Neujahrsbotschaft. Wohl war der Impuls zu einem neuen Pilgerweg im Vorjahr beim Klausurwochenende unserer Männergruppe entstanden. Santiago de Compostella als angedachter Zielort fiel unter den Corona-Bedingungen unserer Zeit aus. Als Papst Franziskus das Jahr 2021 unter [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Geplant war es so nicht. Dass 2021 mir zum Jahr meiner endgültigen Initiation werden würde, stand nicht in der Neujahrsbotschaft. Wohl war der Impuls zu einem neuen Pilgerweg im Vorjahr beim Klausurwochenende unserer Männergruppe entstanden. Santiago de Compostella als angedachter Zielort fiel unter den Corona-Bedingungen unserer Zeit aus.</p>
<p>Als Papst Franziskus das Jahr 2021 unter den Schutz des heiligen Josef stellte und kurz darauf das Konzil als das höchste Lehramt der Kirche bestätigte, kam Rom als Ziel meiner <a href="http://denkbar-mobil.de/?p=1017">Pilgertour</a> in den Blick. Vier Wochen nach meinem 70. Geburtstag wurde der Josefstag (19.3.2021) zum Tag des Pilgersegens und des Aufbruchs.</p>
<p><a href="http://denkbar-mobil.de/?p=968">Zwar endete meine Pilgerschaft im Grenzgebiet zu Österreich</a>, doch die Hard-Core-Wanderschaft im kältesten Frühjahr der letzten Jahrzehnte hinterließ tiefe Spuren. Spuren im Körper, vor allem aber in meinem Denken und spirituellem Empfinden.</p>
<p>Diesen Spuren nachzugehen bot die diesjährige Klausur des Männerkreises. Gemeinsam begingen wir die rituelle Heldenreise am Beispiel des „<a href="https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_eisenhans">Eisenhans</a>“. Wir gingen unseren Verwundungen nach, zeigten und salbten sie einander.</p>
<p>Und nun stehe ich mit meinem <a href="http://denkbar.huelkenberg.de/">denkbar-mobil</a> auf dem Parkplatz eines bayerischen Busunternehmens, um mich mit vielen, mir noch fremden Männern auf die finale Initiation vom Learner zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elder_(Aborigines)">Elder</a> einzulassen.</p>
<p>Eine ungeplante erste Prüfungsaufgabe stellte der kurzfristig anberaumte Bahnstreik der Lokführergesellschaft. Veranstalter und Teilnehmer reagierten umgehend, spontane Fahrgemeinschaften sicherten die pünktliche Ankunft aller Initianten. Unserem gemeinsamen Weg auf den Männerpfaden steht nichts mehr im Wege.</p>
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		<title>An welchem „Menschen“ orientieren wir uns?</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2021/05/an-welchem-menschen-orientieren-wir-uns/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2021 20:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zu den Stufen zur Weisheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Mensch ist zu höchster Kompetenz fähig, zu höchster Einsicht und zu höchsten Leistungen. Der Schöpfergott erhob den Menschen zur Krone der Schöpfung, ernannte ihn zum Mitgestalter der Schöpfung. Großzügig begnadete er den Menschen und stattete ihn mit vielfältigen Talenten und Charismen aus. So erhob er den Menschen in den Gedanken des göttlichen Ebenbildes. Die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1021" style="width: 276px" class="wp-caption alignright"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/DSCF1651-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1021 " alt="Steinfigur an der Kathedrale von Metz (F)" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/DSCF1651-2-266x300.jpg" width="266" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Steinfigur an der Kathedrale von Metz (F)</p></div>
<p><i>Der Mensch ist zu höchster Kompetenz fähig, zu höchster Einsicht und zu höchsten Leistungen. Der Schöpfergott erhob den Menschen zur Krone der Schöpfung, ernannte ihn zum Mitgestalter der Schöpfung. Großzügig begnadete er den Menschen und stattete ihn mit vielfältigen Talenten und Charismen aus. So erhob er den Menschen in den Gedanken des göttlichen Ebenbildes. Die Welt könnte noch heute ein Paradies sein, wäre der Mensch der göttlichen Idee treu geblieben. Doch die hoch begnadeten Menschen namens Adam und Eva wurden hochmütig. Ihr Bestreben, zu sein wie Gott, verletzte sündhaft die Regeln im Paradies. Zur Strafe wurden sie aus dem Paradies vertrieben. Seither müssen die Menschen mit dieser Schuld leben. Die Sünde, sich gegen Gott zu stellen, bleibt der durch alle Generationen vererbte Makel des Menschseins. </i></p>
<p><i>Diesem Makel kann der Mensch nicht aus eigener Kraft entkommen. In seiner prinzipiellen, ererbten Gebrochenheit bedarf er der Erlösung. Die grausame Hinrichtung des Jesus von Nazareth am Kreuz war die Erlösungstat, der Gottessohn nahm alle Schuld der Menschen auf sich. Das Geheimnis dieser Erlösung, dessen Wirkung und Entfaltung sind in die Hut der Kirche als personale Gemeinschaft gelegt. Gesichert und bewahrt durch die apostolische Tradition des Bischofsamtes und der besonderen Dienstfunktion des niederen Klerus am Volke Gottes.</i></p>
<p>Auf diesen Kern verdichtet sich das „christliche Menschenbild“, folgt man dem <a href="https://stefan-oster.de/was-ist-das-das-christliche-menschenbild/">„Kurzen Versuch über das christliche Menschenbild“</a> des Passauer Bischofs Stefan Oster SDB. Bischof Oster schrieb seine Abhandlung 2013 für das „Leitlinienprojekt der katholischen Erwachsenenbildung in der Erzdiözese München und Freising“.</p>
<p>Da schimmert viel durch von der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ideenlehre">Ideenlehre des antiken Griechen Platon</a> (um 427-347 v.Chr.), wenn der bischöfliche Philosoph Stefan Oster das Denkmodell des „christlichen Menschenbildes“ darlegt.<span id="more-1022"></span></p>
<p>Am „christlichen Menschenbild“ orientieren sich traditionelle kirchliche Bildungswerke, Initiativen und Verbände wie die katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Kolpingverband, der Familienbund oder der Bund katholischer Unternehmer (BKU). Aber auch Politiker unterschiedlicher Couleur bis hin zu Parteien, die als christlich deklarieren, benennen dieses <a href="https://www.katholisch.de/artikel/29890-volker-kauder-christliches-menschenbild-ist-kompass-der-cdu">Menschenbild als ihren politischen Kompass</a>. Dass dieser Kompass dabei auf Markierungen wie Freiheit, Verantwortung und Eigenverantwortung reduziert wird, bleibt dem politischen Interessen- und Machtwettbewerb geschuldet.</p>
<p>Wie kann der zur Weltverantwortung gerufene, doch prinzipiell gebrochene, sündhafte und erlösungsbedürftige Mensch den vielschichtigen Herausforderungen gegenwärtigen Lebens gerecht werden? Ist er damit nicht überfordert? Wie weit ist ihm die christliche Frohbotschaft eine existenzielle Hilfe zum guten Lebensvollzug?</p>
<p>Soziologischen Daten belegen den seit langem stattfindenden Auszug der Menschen aus den Kirchen. Mit dem, was sich in der Neuzeit als moderne Welt auftat, stand die Kirche lange auf dem Kriegsfuss. Wissenschaftliche Sachlichkeit oder demokratische Bestrebungen wurden als „Irrtümer“ verunglimpft. Priester und theologische Wissenschaftler wurden durch einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antimodernisteneid">Antimodernismuseid</a> zum Gehorsam der kirchenamtlichen Lehre verpflichtet.</p>
<p>Die Authentizitätskrise der Kirchen wurde durch den aufgedeckten langjährigen sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener durch kirchliche Amtsträger als auch dessen Vertuschung durch diözesane Leitungskräfte nachhaltig verschärft.</p>
<p>Kirchliche Ideenlehre vom Menschen und kirchliche Praxis im Umgang mit den Menschen, auch mit den eigenen Mitarbeitern finden sich nicht im Einklang. Tradierte Ideen und Festlegungen bieten immer seltener echte Perspektiven zu menschenwürdiger Gestaltung sozialen und gesellschaftlichen Lebens in Gegenwart und Zukunft.</p>
<p>Dabei könnte die Erinnerung an Jesus von Nazareth, an seine Intentionen und seine Botschaft jeden Menschen ermutigen, sich seiner Lebenswirklichkeit zu stellen und sie schöpferisch lebensförderlich zu gestalten.</p>
<p>Nur einmal angenommen, wir sähen – wie Jesus – den Menschen nicht prinzipiell als sündhaft und erbschuldbeladen Gebrochenen an, sondern als entwicklungsfähiges, zur vollen Entfaltung gerufenes Kind Gottes. Wie Jesus erlösten wir Mitmenschen aus ihren Lebensängsten, Lähmungen und Blindheiten. Wir würden ihnen behutsam Augen öffnen, neue Zugänge zu eigenen Kräften aufzeigen oder neuen Lebensmut entfachen.</p>
<p>So gelebte Frohbotschaft macht göttliche Liebe erfahrbar. In jeder solcher Erfahrung ereignet sich Christentum als existenzielles Ereignis.. So wird Religion aktuelle Lebenshilfe zur gesamtmenschlichen Entfaltung aller Menschen zur und in der Vermenschlichung der Welt.</p>
<p>„Denket um!“ – forderte Jesus seine Zeitgenossen auf. Diese Aufforderung bleibt uns über die Zeiten erhalten.</p>
<p>Wir könnten uns weiterhin an einem in antiker griechischer Philosophie gründendes Idealbild des Menschen orientieren. So könnten wir auch jedem krummen Baum vorwerfen, dass er sündhaft nicht dem Idealbild „Baum“ entspricht. Wir können dieses antiquierte Leitbild aber auch dem Erinnerungsarchiv der Kirchengeschichte überlassen.</p>
<p>Statt dessen können wir jedem realen Menschen die evolutionäre Kraft zur gesamtmenschlichen Entfaltung zutrauen und zumuten. Das II. Vatikanische Konzil hat in der <a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">Pastoralkonstitution „GAUDIUM ET SPES“</a> dazu die Richtung gewiesen und vielfache Hilfen des Christentums zur Förderung dieser Entfaltung aufgezeigt. Christliche Politik würde sich nicht durch den programmatischen Rückgriff auf das tradierte Ideal ausweisen, sondern wie sehr sie zur Kultur „der Gesamtentfaltung der menschlichen Person, auf das Wohl der Gemeinschaft und auf das der ganzen menschlichen Gesellschaft“ (GES 59) beiträgt.</p>
<p>Wird es nicht Zeit, an dieses konziliare UMDENKEN endlich anzuknüpfen? Anknüpfen und weiterentwickeln um der Menschen willen zur Vermenschlichung der Welt! (GES 53ff)</p>
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		<title>Unser eiliges Leben</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2021 15:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Gehe langsam!“ hatten die Freunde mir beim Pilgersegen mit auf den Weg gegeben. Diese Aufforderung zählt zu den Geh-boten, die in einer französischen Pilgerkirche seit Jahrhunderten in Stein gemeißelt sind. Doch was ist langsam? Mit dem Rucksack auf dem Buckel ist mein Geh-Tempo ohnehin geringer als beim Weg zum Einkauf in die Stadt. Nach und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_987" style="width: 235px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/Pilger-im-Schatten-e1621077813371.jpg"><img class="size-medium wp-image-987" alt="Gehe langsam!" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/Pilger-im-Schatten-e1621077813371-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gehe langsam!</p></div>
<p>„Gehe langsam!“ hatten die Freunde mir beim Pilgersegen mit auf den Weg gegeben. Diese Aufforderung zählt zu den Geh-boten, die in einer französischen Pilgerkirche seit Jahrhunderten in Stein gemeißelt sind.</p>
<p>Doch was ist langsam? Mit dem Rucksack auf dem Buckel ist mein Geh-Tempo ohnehin geringer als beim Weg zum Einkauf in die Stadt. Nach und nach fand ich meinen Schritt und drosslte ihn noch weiter. Dabei merkte ich: „Langsam bin ich dann, wenn mir die anderen schnell scheinen!“ Überholte mich eine alte Dame mit ihrem halblahmen Dackel, dann war ich im richtigen Tempo. 3,2 bis 3,6 km/h zeigte mir dann meine Wander-App als Durchschnittstempo an.<span id="more-983"></span></p>
<p>Andere Geher und Fußgänger wirken als schnell, Jogger und Walker eilen die Wege entlang. Die Motive mögen unterschiedlich sein, <!--more--></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>doch sie vermitteln das Bild von „Viel Weg in der Zeit“ – effiziente Zeitnutzung scheint das Leitmotto.</p>
<p>Rasant wird es, wo Menschen ihre Bodenhaftung aufgeben und die eigene Fortbewegung durch technische Apparate potenzieren. Die Steigerungsstufen dazu sind:</p>
<ul>
<li>Antriebe durch eigene Muskelkraft wie bei Rollern oder Fahrrädern</li>
<li>technische Antriebsunterstützung bei E-Bikes</li>
<li>motorgesteuerte Antriebe ohne körperliche Eigenbeteiligung in den Kraft-Fahrzeugen aller Gattungen und Geschwindigkeitsklassen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Taktung unseres Lebens hatte beständig zugenommen. Selbst jetzt im Corona-Lockdown pulsiert sie weiter – allerdings sind ganze Lebensbereiche ausgegliedert und per Verordnung auf Null gesetzt. Eilige Hektik und verordneter Stillstand stehen unversöhnt nebeneinander. Perspektiven einer lebensförderlichen Entschleunigung mit Muße-Zonen und entspanntem Chillen verschwinden eher, als sich auszuweiten.</p>
<p>Als Langsamgeher bekomme ich ein Gespür, wie sich Michael Endes Romanfigur Momo vermutlich gefühlt hat, als die Schildkröte Kasiopeia sie vor den hektisch suchenden grauen Männern schützend zu Meister Hora, dem Herrn der Zeit, führte.</p>
<p>Als „Herr der Zeit“, als personifizierte Lebenszeit hatten griechische Mythologien von Chronos berichtet. Unser Wortschatz von Chronometer über Chronik bis chronisch wurzelt in diesem mythischen Bild.</p>
<p>Aus der Langsamkeit wirkt die eilige Gesellschaft um mich herum wie ein Zeitraffer. Die Zeit erscheint als ein begrenztes Maß, welches wir meinen, mit möglichst viel Leben füllen zu müssen. In dieser Lebensgier raffen wir Erlebnisse, Events und Action.</p>
<p>Bei dieser Lebens-Geschwindigkeit übersehen wir allzu oft jene andere Figur aus griechischer Mythologie, die als Personifizierung der Gelegenheit gilt. Mit einer Stirnlocke bei ansonsten kahlem Schädel huscht Kairos durch die Zeit, nur denen zu Diensten, die die „Gelegenheit beim Schopf fassen“.</p>
<p>Mein langsames Gehen als Pilger machte mir deutlich: Je weniger Macht ich Chronos übergebe, umso mehr Gelegenheiten bieten sich. Ohne Zeitdruck lassen sie sich beim Schopf fassen, bereichern das Leben und geben ihm eine andere Art der Fülle.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Was die Presse berichtet III</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2021 17:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch über die Heimkehr berichtete das Bocholter-Borkener-Volksblatt (BBV) &#160;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch über die Heimkehr berichtete das Bocholter-Borkener-Volksblatt (BBV)</p>
<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/BBV-Pilgern-Heimkehr-e1621078807639.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-998" alt="BBV Pilgern Heimkehr" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/BBV-Pilgern-Heimkehr-e1621078807639-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ende und Heimkehr</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2021/05/ende-und-heimkehr/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2021 11:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damit war zu rechnen. Von Anfang an. Es gab nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass ich meinen Pilgerweg über die Grenzen Österreichs und Italiens fortsetzen könnte. Aber in der sich ständig wechselnden Beschluss- und Nachrichtenlage war die Möglichkeit nicht abzuweisen, zum Zeitpunkt meines Ankommens im Allgäu doch über die Grenzen zu kommen. Nun bin ich dort, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_970" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210503_093820.jpg"><img class="size-medium wp-image-970" alt="Endstation Kempten" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210503_093820-300x125.jpg" width="300" height="125" /></a><p class="wp-caption-text">Endstation Kempten</p></div>
<p>Damit war zu rechnen. Von Anfang an. Es gab nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass ich meinen Pilgerweg über die Grenzen Österreichs und Italiens fortsetzen könnte.</p>
<p>Aber in der sich ständig wechselnden Beschluss- und Nachrichtenlage war die Möglichkeit nicht abzuweisen, zum Zeitpunkt meines Ankommens im Allgäu doch über die Grenzen zu kommen.</p>
<p>Nun bin ich dort, doch die Einreisebedingungen in die Nachbarländer erzwingen den Abbruch der Pilgertour.<span id="more-968"></span></p>
<p>Österreich verlangt neben einem aktuellen Negativtest eine 14-tägige Quarantäne. Ein Online-Einreiseantrag nach Italien wird nur genehmigt, mit einem vom Gastgeber verbürgten lokalen Aufenthalt von mindestens 14 Tagen. Weiterreisen in andere Bezirke des Landes ist nur italienischen Staatsbürgern möglich, doch auch die dürfen nur in die „gelben Zonen“.</p>
<p>Das Bußgeld bei Verstößen liegt bei 400 €. Etwas günstiger sind die Bayern mit dem Bußgeld bei Verletzung der nächtlichen Ausgangssperren – 250 € wird im Söder-Reich kassiert.</p>
<p>Da lohnt auch der Weg bis zur nahen Staatsgrenze nicht mehr.</p>
<p>Mit Blick auf die schneebedeckten Alpen wird also die Option Wirklichkeit: der Pilgerweg nach Rom endet nach etwas mehr als 600 km.</p>
<p>Das mich zusätzlich noch ein Nierenstein in die Allgäu-Klinik, Kempten, brachte, gab Raum für die Überlegungen des „Wie weiter? – Abbruch und Bahnfahrt oder langsame Heimkehr als Fußweg?“.</p>
<p>Die Tage im Krankenhaus verhalfen zur Klärung:</p>
<p>– die Ärzte erläuterten mir die Risiken des Heimwanderns. Risiken, die in der implantierten Harnschiene gründen. Aber auch Risiken für die Nieren aufgrund der miserablen Versorgungsinfrastruktur im Lockdown mit den geschlossenen Gasthäusern. Dieses Versorgungschaos hatte ich während der letzten sechs Wochen schon durchgestanden. Vermutlich liegt darin auch einer der Gründe für die akuten Nierenbeschwerden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr noch als die medizinischen Gründe sprechen inhaltliche Gründe gegen die Heimwanderung.</p>
<p>– Es wäre mehr als nur ein Rückweg. Es wäre ein Projekt mit eigener Zielsetzung und neuen Erfahrungen, noch bevor ich das nun beendete Pilgerprojekt und dessen Erfahrungen ver- und aufgearbeitet hätte. Diese Verarbeitung begann im Krankenhaus, bei meinen Gastgebern Eva und Walter konnte ich sie noch einige Tage vertiefen. Sie inhaltlich aufzubereiten, wird mir erst daheim gelingen.</p>
<p>Dorthin breche ich morgen auf – mit der Bahn. Sechs Wochen langsamen Fußwegs werden dann in einem Tag abgefahren – dank unserer eiligen Zivilisation.</p>
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		<title>Sie sind Salz der Erde</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2021/04/sie-sind-salz-der-erde/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2021 16:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Überall sind sie anzutreffen: – Menschen, die sich stark machen für die volle Personalentfaltung ihrer Mitmenschen. – Die erfahrungsoffen und reflektierend ihren Alltag gestalten, um der eigenen Entfaltung Kraft zu geben. – Menschen, deren tatkräftiges Agieren zur Vermenschlichung der Welt beiträgt. Woher sie die Kraft nehmen, so zu leben, ist selten auf den ersten Blick [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Überall sind sie anzutreffen:</p>
<p>– Menschen, die sich stark machen für die volle Personalentfaltung ihrer Mitmenschen.</p>
<p>– Die erfahrungsoffen und reflektierend ihren Alltag gestalten, um der eigenen Entfaltung Kraft zu geben.</p>
<p>– Menschen, deren tatkräftiges Agieren zur Vermenschlichung der Welt beiträgt.</p>
<p>Woher sie die Kraft nehmen, so zu leben, ist selten auf den ersten Blick erkennbar. Sie erkennen sich untereinander an der gleichen „Wellenlänge des Humanen“.</p>
<p>Ich traf sie in kirchlichen Gruppen, in profanen Zirkeln der Nachbarschaftshilfen und Bürgerinitiativen, in buddhistischen Gemeinschaften und muslimischen Gemeinden.<span id="more-964"></span> Sie engagieren sich für Gemeinwohlsökonomie, für den Klimawandel, für Entwicklungshilfe oder den Tierschutz. Sie bezeichnen sich als Kirchenferne, als Ungetaufte oder auch als neue Heiden. In unterschiedlichen Bekenntnissen des Christentums, des Sozialismus oder des areligiösen Humanismus suchen Sie Antwort auf die Grundfrage: „wie kann ich als Person beitragen, das Leben vom persönlichen Lebensraum bis in die globalen Sphären hinein immer weiter zu vermenschlichen?“</p>
<p>Sie sind offen für Hinweise und Anregungen. Doch vor gestanzten Rezepten und Weisungen verweigern Sie sich. Betreutem Denken setzen sie ihre Zweifel entgegen und werden selbst im je eigenen Lager kritisch beäugt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Solche Menschen nannte der heilige Papst Johannes der XXIII. „Menschen guten Willens“, das II. Vatikanum sah sie unabhängig jeder religiösen oder weltanschaulichen Bindung als Menschen, „die den Willen des Vaters tun“. Ihnen boten sie die Botschaft Christi als existenzielle Lebenshilfe an.</p>
<p>Während die humanen, kulturkreativen Bürger dieser Welt nach solcher Lebenshilfe lösten, lassen die Kirchen das „Salz der Erde“ allzu häufig im Stich.</p>
<p>Die um sich selbst kreisenden Reformbemühungen der Kirchen wirken wie Debatten um das „Design des Salzstreuers.“ Diese Ausgaben sich in wechselhaften Prozessen, die vor allem die Macht des Klerus über das Kirchenvolk stabilisieren sollen.</p>
<p>Diözesansynoden, Pastoralgespräche, pastorale UU Zukunftsweg oder synodalerer Weg arbeiten sich ab am „Design des Salzstreuers“ oder um Versuch, neue Salinen aufzubauen..</p>
<p>Es scheint als merkten sie nicht, wie ihnen das eigene Salz schal wird, wie einem Exodus gleich noch kraftvolles Salz aus den verfassten U Streuern rinnt, um dort Platz zu finden, der ihm gebührt: Mitten im Leben die Welt zu vermenschlichen.</p>
<p>Denn sie sind das Salz der <em><strong>Erde</strong></em>!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bist Du fit genug?</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 09:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ist sie also wieder: Jene Frage, die schon vor dem Aufbruch im März wie ein Damoklesschwert über dem Projekt hing. Auch jetzt nach den Erholungstagen in Tübingen und beim Aufbruch in die weiteren Etappen steht wieder im Raum: Bist Du fit genug? Nein, ich bin es nicht! – Ich bin jetzt 70 Jahre alt, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/04/IMG_20210405_130713.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-960" alt="IMG_20210405_130713" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/04/IMG_20210405_130713-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Da ist sie also wieder: Jene Frage, die schon vor dem Aufbruch im März wie ein Damoklesschwert über dem Projekt hing. Auch jetzt nach den Erholungstagen in Tübingen und beim Aufbruch in die weiteren Etappen steht wieder im Raum: Bist Du fit genug?</p>
<p>Nein, ich bin es nicht! – Ich bin jetzt 70 Jahre alt, meine Patientenakte lässt sich in Zentimetern fassen.</p>
<p>Pilgern aber ist keine Fitnessübung. Pilgernd will ich dem Anspruch nachgehen, den das Zweite vatikanische Konzil mit dem Bild der Kirche als „durch die Geschichte pilgerndes Volk Gottes“ aufzeigte.<span id="more-958"></span></p>
<p>Niemand fragte die Israeliten, ob sie fit genug seien, aus Ägypten fortzuziehen. Petrus war nicht fit genug, als er aus dem Boot stieg, um Jesus übers Wasser entgegenzugehen. Die katholische Kirche ist nicht fit genug für die Aufklärung ihrer eigenen Kriminalgeschichte. Sie ist nicht einmal fit genug für die Not wendenden synodalen und pastoralen Zukunftswege.</p>
<p>Überall knirscht es im Gebälk, stoßen wir auf verhärtete Strukturen und verkrustetes Denken.Dennoch geht unser Pilgerweg weiter.</p>
<p>Unbequeme Mahner drängen zum Aufbruch. Unsere Aufgaben als Christen in der Gesellschaft und Kirche in der Welt von heute warten nicht. Die &#8220;Vermenschlichung der Welt durch die vollmenschliche personale Entfaltung aller Menschen&#8221; beschrieb das Konzil als die zentrale Aufgabe der Menschen in der Welt. Daran mitzuwirken sind alle Menschen eingeladen, Christen können sich diesem Engagement nicht entziehen.</p>
<p>Unsere darauf ausgerichtete Pilgerschaft in der Geschichte erfordert die ständige Konzentration auf die Herausforderungen der Gegenwart sowie die Überprüfung der Erinnerungen und Erfahrungen der Vergangenheit, um sie für die zielgerichtete Gestaltung der Zukunft zu nutzen.</p>
<p>Sich an Vergangenes zu klammern, sich in Wohlfühlzonen der Gegenwart einzurichten und die Gestaltung einer menschenfreundlichen Welt durch ein abstraktes Heilsversprechen abzulösen ist vielfach verlockend, doch ist das keine Aufgabe der Kirche – es wäre ihre Selbstaufgabe.</p>
<p>Unterwegs sein, aber auch Rasten, Umschau und Ausschau halten, Begegnungen und Gespräche, Erschöpfung und Ermunterung, sich besinnen, neu aufstellen, hoffnungsvoll gestaltend aufbrechen in die Zukunft – solche Vielfalt der Aspekte macht das Pilgern zum je aktuellen Abenteuer.</p>
<p>Am Beginn jedes neuen Tages steht so nicht die Frage: „Bist Du fit genug?“</p>
<p>Die tägliche Grundfrage lautet: „Bist Du willens genug?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Danke an meine Tübinger Freundin und Gastgeberin Gaby für die erholsamen, notwendig gewordenen Tage der Erholung. Danke für die vertrauensvollen Gespräche, die Tests und für wirksame Massagen.</p>
<p>Danke für das Angebot, noch länger zu bleiben. Doch wieder ist es Zeit zum Aufbruch.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Momente sind da</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2021 15:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie würden kommen, hatte mir ein Freund zum Aufbruch geschrieben: „Bevor Sie wohlbehalten zurück kommen, wünsche ich Ihnen aufregende Momente, die Sie fordern. Momente, in denen Sie sich fragen, woher die Kraft fürs Weitermachen, Weiterlaufen kommen soll; Momente, in denen Sie fluchen und vielleicht sogar etwas entmutigt werden. Ich wünsche Ihnen diese Momente, weil ich [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_955" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/04/IMG_20210417_1604001.jpg"><img class="size-medium wp-image-955" alt="Sorgenpüppchen begleiten mich" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/04/IMG_20210417_1604001-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sorgenpüppchen begleiten mich</p></div>
<p>Sie würden kommen, hatte mir ein Freund zum Aufbruch geschrieben: „Bevor Sie wohlbehalten zurück kommen, wünsche ich Ihnen aufregende Momente, die Sie fordern.</p>
<p>Momente, in denen Sie sich fragen, woher die Kraft fürs Weitermachen, Weiterlaufen kommen soll; Momente, in denen Sie fluchen und vielleicht sogar etwas entmutigt werden.<span id="more-953"></span></p>
<p>Ich wünsche Ihnen diese Momente, weil ich weiß, dass Sie diese Dank der Kraft Gottes meistern werden. Aber auch, weil in solchen Momenten die Kraft liegt, aufzustehen, Neues zu wagen und Demut und Stolz zu entwickeln.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie hart diese Momente dann wirklich sind, konnte ich mir nicht so recht vorstellen. Doch auf dem Weg nach Stuttgart war endgültig der Schmerz zu groß. Mein Rumpf war komplett verspannt und verhärtet. Mühsam, schmerzhaft und zeitraubend waren die sonst einfachen Bewegungen. Bücken, aufstehen, knien wurden zur Qual. Selbst die Thaichi-Übungen verschlugen mir den Atem. An eine weitere Biwaknacht war nicht zu denken.</p>
<p>Mir blieben als Optionen</p>
<p>– Abbruch und Heimkehr,</p>
<p>– medizinische Behandlung in einem Krankenhaus,</p>
<p>– einige Tage Entspannung und Pflege bei Freunden.</p>
<p>Die Sorgenpüppchen, die mir der Freund in Bocholt mit auf den Weg gab, wiesen die Richtung: Krisen bewältigt man mithilfe von Freunden und Sachverstand.</p>
<p>So bin ich nun bei meiner Freundin Gabi in Tübingen. Ihre Einreibungen und Massagen mit Schmerzsalbe lockern die verkrampfte Muskulatur des Rumpfes und ermöglichen mir inzwischen wieder leichte, stärkende Bewegungsübungen.</p>
<p>Drei Tagestouren habe ich dazu durch eine S-Bahn-Fahrt ersetzt.</p>
<p>In Tübingen konnte ich inzwischen einen Schlafsack erwerben, der mir in den weiter anstehenden kalten Biwaknâchten Entspannung verspricht.</p>
<p>Wieder einmal zeigt sich: wenn die miesen Momente kommen, braucht es mehr als die eigene Kraft, um aufzustehen. Es sind auch die helfenden Hände der Freunde, die diese Kraft aktivieren. Ebenfalls hilfreich ist die ermunternde Zumutung des Freundes, an diesen Momenten zu wachsen. „Und fürs Wachsen ist man ja nie zu alt.“</p>
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		<title>Darf dat dat dann?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2021 15:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Bitte um ein Pilgerquartier empfand der Prior schon als belästigende Zumutung. Da nützte auch der Pilger-Geleitbrief des Münsteraner Bischofs wenig. Es sei Pandemie, er sei Risikopatient und habe die Gemeinschaft zu schützen. Darum gäbe es auch gute Gründe für die amtlichen Beherbergungsverbote. Mein Hinweis, dass ich auch für diese Nacht ein Biwak in den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Bitte um ein Pilgerquartier empfand der Prior schon als belästigende Zumutung. Da nützte auch der Pilger-Geleitbrief des Münsteraner Bischofs wenig. Es sei Pandemie, er sei Risikopatient und habe die Gemeinschaft zu schützen. Darum gäbe es auch gute Gründe für die amtlichen Beherbergungsverbote.<span id="more-949"></span></p>
<p>Mein Hinweis, dass ich auch für diese Nacht ein Biwak in den Weinbergen geplant hätte, der Schaden an der Luftmatratze mich in die Stadt, zum Dom und von dort zum Kloster geführt habe, drosselte seinen Unmut etwas. Zudem war „Sonntag der Barmherzigkeit“, wie er es soeben uns Gottesdienstbesuchern noch erläutert hatte. Nach einem negativen Corona-Selbsttest bekam ich mein Quartier.</p>
<p>Auch beim morgendlichen Frühstück blieb der Prior deutlich reserviert. Für ein freundliches Gespräch fand sich allein der Novizenmeister zuständig.</p>
<p>„Ist Ihnen eigentlich bewusst, welches Risiko ihre Pilgerreise bedeutet für die Menschen, denen Sie unterwegs begegnen?“ Fragte er noch, bevor er erleichtert hinter mir die Klostertür schloss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Natürlich ist mir bewusst, dass wir mit einer Pandemie leben. Ohne weitgehende Impfungen sind wir zur Einschränkung von Infektionen und neuen Erkrankungen auf die NPI-Strategie angewiesen. „Nicht-pharmazeutische Interventionen“ bestimmen seit über einem Jahr unseren Alltag durch A-H-A, neuerdings kombiniert mit Testen.</p>
<p>Jeder Bummel in der heimischen Innenstadt, den Einkaufszentren oder den städtischen Grünanlagen beschert mir mehr Begegnungen als eine Tagesroute entlang abgelegener Wanderwege längs durch Europa. Bewusst setze ich nicht auf üblicher Pilger-Herbergen und ziehe die Kombination von Biwak und privater Gastfreundschaft vor. Corona-Selbsttests tragen zur gegenseitigen Entspannung bei und gehören inzwischen zu meiner Ausrüstung.</p>
<p>Natürlich trage ich Maske, wenn Personendichte oder getroffene Auflagen es fordern.</p>
<p>Die Frage ist berechtigt: „Darf dat dat dann?“</p>
<p>In der Risiko bewusster Selbstverantwortung kann ich darauf antworten: „Un dat dat dat darf!“</p>
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		<title>Viele Gründe führen nach Rom</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2021 11:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rom ist eine schöne, geschichtsträchtige Stadt voller Überraschungen und Verlockungen. Eine Reise ist sie jederzeit wert. Aber dahin pilgern? Dazu müssen schon andere Gründe aufwarten: – Es ist die Stadt des Vatikans und des Papstes. Doch im Lauf der Jahre hatte ich an mehreren Papstaudienzen teilgenommen und auch Gespräche im Vatikan geführt. Für mich ist [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rom ist eine schöne, geschichtsträchtige Stadt voller Überraschungen und Verlockungen. Eine Reise ist sie jederzeit wert. Aber dahin pilgern?</p>
<p>Dazu müssen schon andere Gründe aufwarten:</p>
<p>– Es ist die Stadt des Vatikans und des Papstes. Doch im Lauf der Jahre hatte ich an mehreren Papstaudienzen teilgenommen und auch Gespräche im Vatikan geführt. Für mich ist der Vatikan vor allem Versammlungsort des Zweiten vatikanischen Konzils.<span id="more-947"></span></p>
<p>– Dieses Konzil beschrieb die Christenheit als „durch die Geschichte pilgerndes Volk Gottes“. Die theoretisch/akademische Reflexion dieser Beschreibung in Literatur und Seminaren reicht mir nicht mehr. Nun will ich dieser Definition körperlich/seelisch/geistig nachspüren – durch eigenes Pilgern.</p>
<p>– Das Konzil weist vor etwa 60 Jahren bereits Ansätze für ein Christentum in der Welt von heute auf. Noch längst sind sie nicht ausreichend im kirchlichen und gemeindlichen Alltag angekommen. Es scheint, dass der heilige Geist dieses Treffens sich wie eine flügellahme Brieftaube zu Fuß über die Alpen müht. Macht es da nicht Sinn, ihm entgegen zu gehen?</p>
<p>– In Synoden und auf Synodalen Wegen suchen in verschiedenen Ländern die Kirchen nach ihrem Weg in die Zukunft. Orientieren Sie sich dabei an den vom Konzil aufgezeigten Perspektiven, braucht sich niemand in Vatikan, Ordinariaten und Kathedralen Sorgen um die Einheit der Kirche in heiligem Geist zu machen.</p>
<p>– Zum Schutzpatron meiner Pilgerreise wählte ich meinen Namenspatron Josef, den Ziehvater Jesu. Ihm kommt neue aktuelle Bedeutung zu als Schutzpatron der gesamten Kirche, dem 150 Jahren nach dieser Ernennung Papst Franziskus das Jahr 2021 weite. Das Konzil hatte Josef gemeinsam mit der Gottesmutter Maria zum Schutzheiligen der Beratungen erkoren.</p>
<p>– Unter Pandemie-Bedingungen ist es fraglich, ob ich Rom überhaupt erreiche. Noch sind die Regelungen für die Grenzübertritte nach Österreich und Italien zu den Zeitpunkten meiner dortigen Ankunft nicht erkennbar. Gelingt es mir aber, will ich am Sarkophag des Heiligen Johannes XXIII. meine dort vor Jahrzehnten getroffene Entscheidung reflektieren, mein christliches, gesellschaftliches und kirchliches Engagement an den Einsichten des Konzils auszurichten.</p>
<p>– Es sind die drei Konzilspäpste, die mir den Ausschlag für mein Pilgerziel gaben: Johannes XXIII., der das Aggiornamento wagte; Paul VI., der das Konzil in heiligem Geist zu einem guten Ergebnis führte; Franziskus, der dem Heiligen Geist des Aufbruchs in seinem Pontifikat folgt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es mag andere und weitere Gründe für eine solche Reise geben. Mir reichten sie, mich auf den Weg zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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