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	<title>denk!BAR  &#187; Persönlich</title>
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	<description>Impulse zum Umdenken </description>
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		<title>Selbstermächtigung der Bürger in der Stadtentwicklung</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 17:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Cocktails aus der denk!BAR]]></category>
		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenken über...]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Kernerkenntnisse zur Selbstermächtigung der Bürger in der Stadtentwicklung  Dieses Briefing fasst die zentralen Thesen meiner Masterarbeit aus dem Jahr 2025 „Selbstermächtigung der Bürger als Konstitutive demokratischer Stadt- und Regionalentwicklung“ / „Citizen Empowerment as a Constitutive Element of Democratic Urban and Regional Development“ zur Neuausrichtung der Bürgerbeteiligung in der Stadt- und Regionalentwicklung zusammen. Der Kern meiner [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="519">
<h2><b>Kernerkenntnisse zur Selbstermächtigung der Bürger in der Stadtentwicklung</b><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2026/01/Bürgermacht-und-Demokratie1.jpg"> </a></h2>
<p>Dieses Briefing fasst die zentralen Thesen meiner Masterarbeit aus dem Jahr 2025 <b>„Selbstermächtigung der Bürger als Konstitutive demokratischer Stadt- und Regionalentwicklung“</b> / <b>„Citizen Empowerment as a Constitutive Element of Democratic Urban and Regional Development“</b> zur Neuausrichtung der Bürgerbeteiligung in der Stadt- und Regionalentwicklung zusammen. Der Kern meiner Argumentation ist die Forderung, die Mitwirkung der Bürger nicht länger als ein politisch „zu gewährendes Recht“, sondern als ein fundamental „zu gewährleistendes Recht“ zu etablieren.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" valign="top" width="604"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="201"><a href="https://youtu.be/xbZExcWKBBc"><img class="alignleft  wp-image-1293" alt="Bürgermacht und Demokratie.jpg" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2026/01/Bürgermacht-und-Demokratie.jpg.png" width="178" height="100" /></a></td>
<td valign="top" width="201"></td>
<td valign="top" width="201"><a href="https://youtu.be/d4uBc6gj6GY"><img class="alignleft  wp-image-1292" alt="Selbstermächtigung der Bürger" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2026/01/Selbstermächtigung-der-Bürger.png" width="174" height="96" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="201"></td>
<td valign="top" width="201"></td>
<td valign="top" width="201"></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3" valign="top" width="604">Als Fundament für dieses Recht wird eine anthropologische Verankerung in wissenschaftlich unbestreitbaren Grundtatsachen über den Menschen vorgeschlagen: <b>LEBEN</b>, <b>ZWEIGESCHLECHTLICHKEIT</b>, <b>RESONANZ</b> und <b>REFLEXION</b>. Diese Verankerung, untermauert durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse wie die Entdeckung der Spiegelneurone, bietet eine robustere Grundlage als historisch gewachsene Wertkonzepte, die in der aktuellen globalen politischen Landschaft zunehmend in Frage gestellt werden.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3" valign="top" width="604"> Die Studie adressiert die gegenwärtige „Krise der Demokratie“, die sich durch Vertrauensverlust, das „Beteiligungs-Paradoxon“ und den Aufstieg autokratischer Regime manifestiert. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden globalen Urbanisierung, die die Stadt zum primären Lebensraum des Menschen macht, wird die Gestaltung städtischer Räume zu einer zentralen Arena für die Verwirklichung von Grundrechten.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Einen Lösungsansatz sehe ich in der „Reflexionslogik“, ein strukturierendes Prinzip, das komplexe gesellschaftliche Entscheidungsprozesse hierarchisch ordnet und sicherstellt, dass ethische Grundwerte den Rahmen für Kultur, Politik und schließlich die Wirtschaft vorgeben. Dies bietet eine tragfähige Statik, um der Selbstermächtigung der Bürger Gestaltungsmacht zu verleihen und sie gegen antidemokratische Kräfte zu verteidigen.<br />
<span id="more-1118"></span></p>
<p><b>1. Einleitung: Die Krise der demokratischen Beteiligung und der Ruf nach einer neuen Verankerung</b></p>
<p>Die Studie identifiziert eine fundamentale Krise in der Substanz und Wahrnehmung<br />
demokratischer Prozesse. Symptome dieser Krise sind<br />
sinkende Wahlbeteiligung, abnehmendes Vertrauen in politische Systeme, der Aufstieg populistischer Parteien und die gezielte Untergrabung demokratischer Kulturen durch antidemokratische Kräfte.</p>
<p><b>Zentrale Problemstellungen:</b></p>
<ul>
<li><b>Das Beteiligungs-Paradoxon:</b> Das Interesse der Bürger an Planungsprozessen wächst oft erst, wenn die wesentlichen Entscheidungen bereits getroffen sind und die Einflussmöglichkeiten erheblich gesunken sind. Dies führt zu Frustration und Vertrauensverlust.</li>
<li><b>Unzureichende rechtliche Verankerung:</b> Eine Stichprobenbefragung unter engagierten und interessierten Bürgern zeigte eine hohe Wertschätzung für die Effizienz der Bürgerbeteiligung, aber gleichzeitig eine große Unsicherheit bezüglich ihrer rechtlichen Begründung.</li>
<li><b>Erosion der Wertebasis:</b> Traditionelle Begründungen für Menschen- und Grundrechte, die in historischen oder kulturellen Wertkonzepten (z. B. der europäischen Aufklärung) wurzeln, werden von autoritären Regimen und Netzwerken als „westliche Werte“ relativiert und missachtet. Dies zeigt sich in konkurrierenden Erklärungen wie der Bangkok Declaration von 1993 oder der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam von 1990.</li>
</ul>
<p>Diese Entwicklungen erfordern eine neue, solidere Verankerung der Grundrechte, die sie vor dem Zugriff wechselnder politischer Mehrheiten und antidemokratischer Ideologien schützt.</p>
<p><b>2. Die anthropologische Fundierung von Beteiligungsrechten</b></p>
<p>Die zentrale Hypothese der Arbeit lautet: <i>„Wissenschaftliche Grundtatsachen über den Menschen begründen das universale und von jedem Staat zu gewährleistende Recht der Menschen auf entscheidende Mitwirkung in den Prozessen der Stadtentwicklung.“</i></p>
<p>Dieser Ansatz verlagert die Begründung von Rechten weg von verhandelbaren Wertesystemen hin zu empirisch belegbaren, objektiven Gegebenheiten des Menschseins.</p>
<p><b>Die vier wissenschaftlichen Grundtatsachen</b></p>
<ol>
<li><b>LEBEN:</b> Die biologische Grundbedingung für jegliche zwischenmenschliche Interaktion.</li>
<li><b>ZWEIGESCHLECHTLICHKEIT:</b> Definiert als die Gleichwertigkeit von Frauen und Männern sowie die Familie als geschützter Raum zur Lebensentfaltung.</li>
<li><b>RESONANZ:</b> Neurobiologisch durch die Entdeckung der Spiegelneurone in den 1990er Jahren untermauert. Resonanz beschreibt die Fähigkeit des Menschen, die Handlungen und Emotionen anderer im eigenen Gehirn zu simulieren. Sie wird als das „Gravitationsgesetz des Sozialen“ bezeichnet und ist die Grundlage für Kooperation und Empathie.</li>
<li><b>REFLEXION:</b> Die dem Menschen immanente Fähigkeit zur Selbstreflexion, bewussten Entscheidungsfindung und Selbststeuerung. Neurowissenschaftliche Verfahren (fMRT, EEG etc.) belegen die Aktivität spezifischer Gehirnareale (z. B. präfrontaler Kortex), die diese höheren kognitiven Funktionen ermöglichen.</li>
</ol>
<p><b>Von der Tatsache zum Recht</b></p>
<p>Die Studie postuliert einen unumkehrbaren logischen Dreischritt, um Willkürherrschaft zu verhindern: <b>Grundtatsachen → Grundwerte → Grundrechte</b></p>
<p>Aus den wissenschaftlichen Tatsachen werden Grundwerte abgeleitet (z. B. Kooperation als bevorzugte soziale Resonanz), die als vorstaatliche, vom Staat zu gewährleistende Rechte anerkannt und kodifiziert werden müssen. Ein Versuch, diesen Weg umzukehren und das Sein des Menschen aus kodifizierten Rechten abzuleiten, wird als Kennzeichen autokratischer Systeme identifiziert.</p>
<p><b>3. Der städtische Raum als zentrales Habitat des „Homo Urbanus“</b></p>
<p>Die globale Urbanisierung ist ein unumkehrbarer Megatrend. Lebte 1950 nur ein Bruchteil der Weltbevölkerung in Städten, so ist es heute bereits die Mehrheit. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2050 fast 70 % der Menschheit in urbanen Räumen leben wird. Dies macht die Stadt zum entscheidenden Habitat und zur zentralen Bühne für die Aushandlung gesellschaftlicher Zukunftsfragen.</p>
<ul>
<li><b>Stadtentwicklung als Kulturvollzug:</b> Die Gestaltung des städtischen Lebensraums ist mehr als nur technische Planung. Sie ist Ausdruck dessen, „welche sozialen Beziehungen, welches Verhältnis zur Natur, welche Lebensstile“ eine Gesellschaft wünscht (in Anlehnung an David Harvey). Das „Recht auf Stadt“ ist somit das kollektive Recht, die Gesellschaft zu verändern, indem die Stadt verändert wird.</li>
<li><b>Stadtentwicklung und Menschenrechte:</b> Die Art und Weise, wie Städte geplant werden, hat direkte Auswirkungen auf die Verwirklichung grundlegender Menschenrechte – etwa das Recht auf angemessenen Wohnraum, Gesundheit, Bildung und Sicherheit. Die UN-Entwicklungsziele (insbesondere SDG 11: „Nachhaltige Städte und Gemeinden“) und die internationale Bewegung der „Menschenrechtsstädte“ unterstreichen diese enge Verbindung.</li>
</ul>
<p><b>4. Formen, Erfahrungen und rechtliche Rahmenbedingungen der Bürgerbeteiligung</b>Die Studie analysiert ein breites Spektrum an Beteiligungsformaten und deren rechtliche Grundlagen, ergänzt durch nationale und internationale Fallbeispiele.</p>
<p><b>Überblick über Beteiligungsformen</b></p>
<table width="100%" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>Formeller Weg (Gesetzlich verankert)</td>
<td>Informeller Weg (Dialogorientiert, beratend)</td>
</tr>
<tr>
<td>Wahlen und Abstimmungen</td>
<td>Bürgerforen und -versammlungen</td>
</tr>
<tr>
<td>Bürger- und Volksbegehren</td>
<td>Planungszellen und Bürgerräte</td>
</tr>
<tr>
<td>Stellungnahmen in Planungsverfahren (z. B. nach BauGB)</td>
<td>Partizipative Stadtentwicklungsprojekte</td>
</tr>
<tr>
<td>Petitionen</td>
<td>Bürgerhaushalte</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><b>Rechtlicher Rahmen in Deutschland</b></p>
<p>Die Beteiligung ist auf einer soliden rechtlichen Basis verankert, die vom Grundgesetz (insb. Art. 1, 5, 8, 20) bis in spezifische Fachgesetze reicht:</p>
<ul>
<li><b>Baugesetzbuch (BauGB):</b> § 3 schreibt die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Bauleitplanung vor.</li>
<li><b>Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG):</b> Regelt die Anhörung Beteiligter vor Erlass eines Verwaltungsakts.</li>
<li><b>Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG):</b> Garantiert die Öffentlichkeitsbeteiligung bei umweltrelevanten Vorhaben.</li>
</ul>
<p><b>Internationale Fallbeispiele</b></p>
<ul>
<li><b>Positive Beispiele:</b> Städte wie <b>Wien</b> (sozialer Wohnungsbau), <b>Kopenhagen</b> (Mobilitätswende), <b>Porto Alegre</b> (partizipativer Haushalt) und <b>Medellín</b> (soziale Befriedung durch umweltbewussten Urbanismus) zeigen, wie tiefgreifende Bürgerbeteiligung zu nachhaltigeren und gerechteren Ergebnissen führt.</li>
<li><b>Herausforderungen und Behinderungen:</b> Berichte aus <b>Polen</b> und <b>Ungarn</b> illustrieren, wie autokratische Regierungen Beteiligungsrechte systematisch aushöhlen, z. B. durch die Umgehung kommunaler Planungshoheit mittels Regierungsdekreten („Investitionen von herausgehobener volkswirtschaftlicher Bedeutung“ in Ungarn).</li>
</ul>
<p><b>Praxisbeispiele des Autors</b></p>
<ul>
<li><b>Trendwerkstadt Bocholt:</b> Eine bürgergetragene Initiative zur Entwicklung von Zukunftsvorschlägen für die Stadt. Als Abstimmungsmethode wurde das <b>Systemische Konsensieren</b> genutzt, das nicht die Zustimmung, sondern den geringsten Widerstand misst, um eine höhere Akzeptanz der Ergebnisse zu erzielen.</li>
<li><b>Anwohnerwerkstadt Bocholt-Giethorst:</b> Eine reine Privatinitiative von Anwohnern, die einen Supermarkt-Leerstand in einen selbstorganisierten sozialen und kulturellen Treffpunkt umwandelte. Dieses Projekt demonstriert Selbstermächtigung auf der Mikroebene.</li>
</ul>
<p><b>5. Gefährdungen der demokratischen Beteiligung durch autokratische Tendenzen</b>Die Studie warnt eindringlich vor globalen politischen Verschiebungen, die offene Gesellschaften und demokratische Beteiligungsformen bedrohen.</p>
<ul>
<li><b>Globaler Vormarsch der Autokratie:</b> Die Zahl der autokratisch regierten Länder nimmt zu. Diese Regime nutzen oft formal demokratische Verfahren wie Wahlen, um ihre Macht zu legitimieren, während sie die Gewaltenteilung und Grundrechte aushöhlen.</li>
<li><b>Aushöhlung der Demokratie von innen:</b> Populistische und rechtsgerichtete Parteien gewinnen selbst innerhalb der EU an Macht (z. B. PiS in Polen, Fidesz in Ungarn). In den USA skizziert das „Project 2025“ einen Plan für einen autoritären Staatsumbau.</li>
<li><b>Ideologische Bedrohungen:</b> Der radikale Kapitalismus nach David D. Friedman, der die Privatisierung staatlicher Kernfunktionen (Polizei, Gerichte) fordert, wird als fundamentale Bedrohung des Gemeinwohls identifiziert.</li>
</ul>
<p><b>Gefährdung der Zivilgesellschaft:</b> Die Studie analysiert eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag vom Februar 2025 als Beispiel für einen Versuch, die Zivilgesellschaft durch die Androhung des Entzugs staatlicher Förderungen einzuschüchtern und kritische NGOs zu diffamieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>6. Analyse der Bürgerbeteiligung: Eine AMSWOT-Bewertung</b></p>
<p>Die Studie fasst die Potenziale und Risiken der Bürgerbeteiligung in einer umfassenden AMSWOT-Analyse zusammen.</p>
<ul>
<li><b>A &#8211; Assets (Ressourcen):</b> Das bürgerschaftliche Engagement, ein solider rechtlicher Rahmen (in Deutschland) und digitale Infrastrukturen bilden die Grundlage.</li>
<li><b>M &#8211; Mission:</b> Aktive Einbeziehung der Bevölkerung, um die Akzeptanz von Projekten zu erhöhen und die Demokratie auf lokaler Ebene zu stärken.</li>
<li><b>S &#8211; Strengths (Stärken):</b> Erhöhte Legitimität von Entscheidungen, Förderung sozialer Kohäsion, Innovation durch vielfältige Perspektiven und verbesserte Planungsqualität.</li>
<li><b>W &#8211; Weaknesses (Schwächen):</b> Hoher Ressourcenbedarf (Zeit, Geld), ungleiche Beteiligung (sozial benachteiligte Gruppen sind oft unterrepräsentiert) und die Komplexität vieler Planungsthemen.</li>
<li><b>O &#8211; Opportunities (Chancen):</b> Die Digitalisierung bietet neue, niederschwellige Beteiligungsformen; das Interesse an Partizipation wächst; die Verankerung als zu gewährleistendes Recht würde die Position der Bürger fundamental stärken.</li>
</ul>
<p><b>T &#8211; Threats (Risiken):</b> Politische Instrumentalisierung (Scheinbeteiligung), Partizipationsmüdigkeit bei mangelndem Einfluss, Datenschutzbedenken und die Einschüchterung der Zivilgesellschaft durch politische Akteure.</p>
<p><b>7. Schlussfolgerungen und strategische Implikationen der „Reflexionslogik“</b></p>
<p>Die anthropologische Verankerung von Beteiligungsrechten in wissenschaftlichen Grundtatsachen bietet eine resiliente Basis gegen politische Willkür. Um diese Rechte in der hochkomplexen Realität der Stadtentwicklung wirksam werden zu lassen, schlägt die Studie die Anwendung der <b>Reflexionslogik</b> nach Johannes Heinrichs als strukturierendes Prinzip vor.</p>
<p><b>Die Hierarchie der gesellschaftlichen Subsysteme</b></p>
<p>Dieses Modell ordnet gesellschaftliche Entscheidungsprozesse hierarchisch, um eine gemeinwohlorientierte Steuerung sicherzustellen:</p>
<ol>
<li><b>Legitimation (Grundwerte):</b> Die auf den Grundtatsachen basierenden Werte setzen den obersten Rahmen. Die Unantastbarkeit der Menschenwürde (Art. 1 GG) ist hierfür ein Paradebeispiel.</li>
<li><b>Kultur (Kommunikation, Sprache):</b> Innerhalb dieses ethischen Rahmens entfalten sich gesellschaftliche Diskurse und die Kultivierung von Werten wie Selbstermächtigung und Resonanz.</li>
<li><b>Politik (Normen, Gesetze):</b> Der kulturelle Konsens wird in rechtlich verbindliche Regeln und Verfahren übersetzt. Die Stadt wird zur „Schule der Demokratie“.</li>
<li><b>Wirtschaft (Geld, Ressourcen):</b> Das wirtschaftliche Handeln ist dem politisch-rechtlichen Rahmen untergeordnet und an das Gemeinwohl gebunden.</li>
</ol>
<p><b>Strategische Implikationen</b></p>
<ul>
<li><b>Für die Politik:</b> Es bedarf eines Wandels von einer reinen Parteiendemokratie zu einer Bürgerdemokratie. Konsensorientierte Verfahren wie das <b>Systemische Konsensieren</b> sollten genutzt werden, um gesellschaftliche Polarisierung zu überwinden und breit akzeptierte Lösungen zu finden.</li>
<li><b>Für die Kultur und Bildung:</b> Die Kompetenzen der Bürger zur Mitgestaltung müssen aktiv gefördert werden (z. B. durch Schulungen für bürgerschaftliche Moderatoren), um die Qualität der Beteiligungsprozesse zu erhöhen.</li>
<li><b>Für die Wirtschaft:</b> Gemeinwohlorientierte Wirtschaftsformen wie <b>Genossenschaften</b> (Beispiel: Mondragón in Spanien) müssen gestärkt werden, um ein Gegengewicht zu rein profitorientierten Investorenmodellen zu schaffen, insbesondere im Bereich Wohnungsbau und städtische Dienstleistungen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Des Fragens würdiger Priesterkult</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2022/07/fragwuerdiger-priesterkult/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2022 15:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Laienapostolat]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschlagene Propheten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Skandale um sexuelle Missbräuche und deren organisierte Vertuschung haben vor allem die katholische Kirche in eine abgrundtiefe Vertrauenskrise gestürzt. Dieser Sturz in den Abgrund mag vielen traditionell Christgläubigen als Desaster erscheinen. Er kann aber auch zum Rück-Sturz in die dem Christentum eigenen Urgründe werden. Die derzeitige Vertrauenskrise der katholischen Kirche ist im Wesentlichen eine [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Skandale um sexuelle Missbräuche und deren organisierte Vertuschung haben vor allem die katholische Kirche in eine abgrundtiefe Vertrauenskrise gestürzt. Dieser Sturz in den Abgrund mag vielen traditionell Christgläubigen als Desaster erscheinen. Er kann aber auch zum Rück-Sturz in die dem Christentum eigenen Urgründe werden.</p>
<p>Die derzeitige Vertrauenskrise der katholischen Kirche ist im Wesentlichen eine Ablehnung traditionellen Priestertums und Priesterherrschaft. Längst überfällige Debatten brechen auf. Synodal soll die Kirche in die Zukunft geführt werden – allerdings sind sich die verschiedenen Bischöfe und Laienvertreter sehr uneins über die Begriffs- und Tragweite von „Synodal“. Frauen erheben Ansprüche auf Leitungs- und Weiheämter, Männer unterstützen diese Begehren und geweihte Amtsträger bekunden Verständnis und leichte Öffnungsbereitschaft.</p>
<div id="attachment_1108" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/07/E-Mail-an-den-Papst-2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1108" alt="Auf synodalen Wegen?" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/07/E-Mail-an-den-Papst-2-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Auf synodalen Wegen?</p></div>
<p>Der Klerus sei die Wirbelsäule der Kirche<a href="https://www.domradio.de/node/367949">, betont der Augsburger Bischof Bertram Meier</a>. Männer und Frauen des gottgeweihten Lebens sieht er als „Herz der Kirche“.</p>
<p>Für Bischof Meier ist das Konzept sakramental verorteten Priestertums notwendiger Grundzug der katholischen Kirche. Würde die sakramentale Weihe zur Disposition, stünde die Katholizität als Ganzes auf dem Spiel. Das ginge weit über eine geistlich erneuerte Kirche hinaus, führe in eine ganz andere neue Kirche. Wie sein Münchner Amtsbruder Reinhard Kardinal Marx sieht auch er: &#8220;Eine priesterlose Kirche ist nicht mehr katholisch.&#8221;</p>
<p>Dagegen <a href="https://www.katholisch.de/artikel/24827-warum-auch-frauen-priester-werden-koennen">verweisen inzwischen verschiedene Theologen und Theologinnen darauf,</a> dass sich weder im Verhalten Jesu noch im Neuen Testament Hinweise finden lassen, Jesus wolle die Geschicke seiner Glaubensgemeinschaft in die Hände speziell ausgebildeter spiritueller Kultdiener mit „amtlicher Heiligkeit durch Weihe“ legen.<span id="more-1105"></span></p>
<p>Die von Jesus in die Führung der Gemeinschaft berufenen 12 Apostel oder die in die Dörfer gesandten 72 Jünger waren Menschen aus dem Volk. Sie vertrauten seiner Botschaft und Lehre. Ohne spirituelle, theologische, liturgische oder kultische Ausbildung übernahmen sie ihre Aufgaben. Die eigenen Charismen und Fähigkeiten und das Vertrauen, welches Jesus und die Gemeinschaft in sie setzten, legitimierten ihre Berufung.</p>
<p>Dem Wanderprediger Jesus von Nazareth war erbliche Priesterschaft der Sadduzäer und Leviten als Tempel-Kultpersonal natürlich bekannt. Dieses System gehörte zu den religiösen und kulturellen Traditionen seiner Zeit. Die Evangelisten berichten immer wieder von Spannungen zwischen Jesus und den Priestern, wie auch den Pharisäern. Ständig murrten die Hüter des traditionellen Judentums über die Ansichten und Aussagen des Wanderpredigers Jesus. Immer wieder versuchten sie, ihm theologische und ethische Fallen zu stellen, ohne dass Jesus sich darin verfing. Die wohl härteste Kritik Jesu an Priestern und Leviten findet sich im Gleichnis vom barmherzigen Samariter<strong>:</strong> „Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter.“<strong> (LK 10, 30-3</strong><strong>2</strong><strong>)</strong><strong> </strong> Über die Gründe ihres Verhaltens äußert sich Jesus nicht. Heutige Theologen vertreten die Auffassung, es sei weniger mangelnde Empathie als die für ihren Tempeldienst zwingend geltenden Reinheitsgebote gewesen, dass sie den Verletzten halbtot liegen ließen. Der Schutz der „heiligen Ordnung“ führte bereits damals zu Missachtung und Missbrauch von Schutzbefohlenen.</p>
<p>Nicht nur im Judentum, schon in den alten orientalischen Gotteskulturen Babylons, Kanaans oder Ägyptens sorgten sich ebenso wie bei den Griechen und Römern religiöse Spezialisten um die Entfaltung der göttlichen Lehre und die Bewahrung der Traditionen.</p>
<p>Anders als Propheten, Seher, Charismatiker oder Schamanen genossen sie eine langjährige vorbereitende Ausbildung und wurden durch eigene Initiations- und Weiheakte in ihr Amt eingesetzt. Ihr Amt gab ihnen in der jeweiligen Religionsgemeinschaft eine „Heiligkeit“, der sie durch besondere Kleidung und Lebensführung Ausdruck gaben. So durften ägyptische Priester heiraten, mussten sich nach sexueller Betätigung allerdings rituell reinigen, bevor sie wieder im Tempel Dienst taten. Längst ist historisch belegt, dass Frauen wie Männer geweihte Tempeldienste taten.</p>
<p>Wie nun die frühchristliche Glaubensgemeinschaft (Ecclesia) nach und nach durch eine kulturelle Aneignung von Priestertum und Tempelkult zur „katholischen Kirche“ wurde, dürfte weniger eine theologische als eine kulturhistorische Betrachtung fordern. Dabei gewonnene Erkenntnisse könnten die Debatten um „Wirbelsäule und Herz des Katholischen“ versachlichen und der christlichen Gemeinschaft neue Perspektiven in der Nachfolge Jesu geben. Möglicherweise mangelt es ja an den Berufungen zum Priestertum, weil der Ruf dazu ausbleibt.</p>
<p>Was die Gemeinschaft der Glaubenden – also die Ecclesia – braucht, sind gottvertrauende Frauen und Männer, die in der Nachfolge Jesu Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Verantwortung, dass die Gemeinschaft die volle personale Entfaltung jedes und aller Menschen fördert und zur ständigen Vermenschlichung der Welt beiträgt. (GES 59)</p>
<p>Die Entwicklungsgeschichte der Kirche zeigt zwei wesentliche Stränge auf:</p>
<ul>
<li>Einerseits die Wirkmacht und Strahlkraft spiritueller und lebensbejahender Personen in der Nachfolge Jesu</li>
<li>Andererseits der Aufbau einer klerikalen Organisations- und Herrschaftsstruktur mit wachsenden Herrschaftsansprüchen über die Glaubensgemeinschaft hinaus in Gesellschaft und Staat.</li>
</ul>
<p>Vor allem diese Machtansprüche und gesellschaftlichen Verquickungen prägen die „Kriminalgeschichte des Christentums“ von der „konstantinischen Schenkung“ über eine militante Missionspraxis, Kreuzzüge, Hexenjagden bis hin zu den aktuellen Missbräuchen und Vertuschungen.</p>
<p>Die bekanntgewordenen und noch nicht erfassten Missbräuche durch katholische Priester sind skandalös. Sie und die diversen Vertuschungen müssen strafrechtlich, zivilrechtlich und kirchenrechtlich aufgearbeitet werden. Auch kirchenpolitische Konsequenzen sind dringend. Zugleich aber ist festzuhalten, dass der überwiegende Teil der Priesterschaft sich im Gemeindealltag bewährt und an der Belastungsgrenze abstrampelt. Zum Täter-Anteil in der Priesterschaft heißt es in der Missbrauchsstudie des Bistums Münster: „Bezogen auf die Gesamtzahl der katholischen Priester sind das mindestens vier von 100 Priestern und damit ein kleiner, aber erheblicher Teil des Klerus.“ Es ist zu befürchten, dass sich dieser Täteranteil im „Dunkelfeld der Aufklärungen“ kräftig vergrößert.</p>
<p>Eine nüchterne Betrachtung der Kulturgeschichte christlichen Priestertums ist längst überfällig und dringend notwendig. Dabei kann sicherlich festgestellt werden, dass „Priestertum“ als solches in der römisch-katholischen Ecclesia hohe Akzeptanz findet. Das verstärkt Frauen den Zugang zu Weiheämtern einfordern, weist eher auf solche Hochschätzung als auf eine Ablehnung des Priestertums hin. Auch wenn der Zölibat kritisch hinterfragt wird, geht es eher um Reformen als um Abschaffung des Priestertums.</p>
<p>Deutlich wird zugleich, dass mit zunehmender innerkirchlicher Aufklärung der Gläubigen Priestermacht und Klerusherrschaft auf Widerstand stoßen. Seit den Tagen des II.Vatikanischen Konzils (!962-1965) hat sich ein selbstbewusstes, eigenmächtiges Laienapostolat entwickelt. 50 Jahre nach dem Konzil fordern die Laien über die ihnen zuerkannten Beratungsrechte hinaus echte Mitentscheidungskompetenzen. Immer weniger engagierten Gläubigen ist verständlich zu machen, warum weltweit etwa 5.300 Bischöfe in ihrem selbstreferenziellen und selbstgenerierenden Gruppensystem die Geschicke der über 1,3 Milliarden Menschen umfassenden Ecclesia bestimmen sollen. Auch wenn die Bischöfe ihre Führungsrolle mit der Unterstützung von über 400.000 Welt- und Ordenspriestern ausüben, bleibt die Priesterschaft eine relative kleine Gruppe in der gesamte Ecclesia. Nach den im Vatikan verwandten Kennzahlen änderte sich das Verhältnis Priester zu Laien seit 1969 von 1:1.428 auf 1:3.167 im Jahr 2017.</p>
<p>Je mehr sich die Laien ihres ihnen eigenen Apostolates bewusst werden, erodiert der Anspruch auf Priesterherrschaft. Längst finden sich auch unter den Laien ausgezeichnete und weltweit geachtete Frauen und Männer in der Theologie und Spiritualität.</p>
<p>Zur nüchternen Betrachtung zählt ebenfalls die Wahrnehmung jener Priester, die sich in tiefem Glauben als Seelsorger in den Dienst der Gemeinden stellen und die lebensförderliche Botschaft Jesu im Alltag bekunden. Die ihnen durch „Reformprozesse“ seit inzwischen Jahrzehnten zugemuteten Fusionen von Gemeinden und Seelsorgebereichen hat sie längst an die Grenzen organisatorischer und vor allem menschlicher Belastung geführt. Dieser vielen guten „Hirten“ und der unzähligen charismatischen Apostel und Apostelinnen wegen ist es notwendig, den katholischen Priesterkult würdig und sorgfältig zu hinterfragen.</p>
<p>Einen aus heutiger Sicht prophetischen Beitrag, perspektivisch auch für synodale Wege, lieferte der Passauer Pfarrer Dr. Walter Friedberger (gest. 1999):<br />
Nach über 20jähriger Tätigkeit als Leiter der Priesterfortbildung der bayrischen Diözesen reflektierte er seine Erfahrungen mit den „Hirten in Not“. 1991 beschrieb er, was Priester nervt, was sie belastet und welcher Art Unterstützung sie bedürfen, um auch als Priester authentische Jünger Jesu zu sein. <i>(Unter <b>reVisio</b> „Schätze unterschlagener Propheten“ stelle ich diese Überlegungen frei zugänglich, aufbereitet als <a href="https://share.mindmanager.com/#publish/rGQOF2Ii2dKDziAAHIEK3i4OH8kaPmB8HTnx0Hs8">interaktives Mindmap</a>. )</i></p>
<p>Die überfällige synodale Debatte um die Zukunft des Priestertums darf sich darum nicht allein an den skandalösen Missbräuchen und Vertuschungen ausrichten. Sie muss der gegenwärtigen Lebenssituation aktiver Priester und ihrer berechtigten Bedürfnisse auf die Zukunft hin gerecht werden.</p>
<p>Nur mal angenommen, weltweit würden sich Bischöfe und Priester vom Konzept der „Priesterherrschaft“ lösen. Sie vertrauten dem Gottesvolk, seine soziale und weltliche Ordnung dezentral aus den Kompetenzen der Gläubigen zu regeln. Sie lebten ihre Priesterschaft als spirituelle und seelsorgende Wegbegleiter gottvertrauender und um Vertrauen ringender Menschen. Wie einst Jesus erzählten sie den Menschen von der umfassenden Barmherzigkeit des himmlischen Vaters und lebten diese Botschaft authentisch im Alltag.</p>
<p>Welch ein Geschenk könnte solches Priestertum für die Welt sein!</p>
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		<title>Bocholts Zukunft im Biedermeier?</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2022/02/bocholts-zukunft-im-biedermeier/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2022 12:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im bundesweiten Wettbewerb “Zukunftsstadt 2030“ errang Bocholt einen der hochdotierten Siegerplätze. Auch gibt es ein im Wettbewerb gefördertes Zukunftsbüro. Die zum Wettbewerb erstellten Bürgergutachten bieten allerdings wenig Perspektiven, wie sich Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik den prognostizierten Wahrscheinlichkeiten der kommenden 30 &#8211; 50 Jahre stellen wollen. Die Jahreszahlen 2050 und 2072 könnten den Horizont solcher Zukunftsorientierung markieren. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im bundesweiten Wettbewerb “Zukunftsstadt 2030“ errang Bocholt einen der hochdotierten Siegerplätze. Auch gibt es ein im Wettbewerb gefördertes Zukunftsbüro.</p>
<p>Die zum Wettbewerb erstellten Bürgergutachten bieten allerdings wenig Perspektiven, wie sich Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik den prognostizierten Wahrscheinlichkeiten der kommenden 30 &#8211; 50 Jahre stellen wollen.<br />
Die Jahreszahlen 2050 und 2072 könnten den Horizont solcher Zukunftsorientierung markieren.</p>
<ul>
<li>Für 2050 liegen fundierte Modellberechnungen über die Folgen der längst stattfindenden Klimaerhitzung vor.<i> </i><i>(siehe: <a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/toralf-staud-nick-reimer-deutschland-2050-9783462000689">Nick Reimer/ Toralf Staudt: Deutschland 2050, Kiepenheuer&amp;Witsch, Köln 2021)</a></i></li>
<li>Im <a href="https://bocholt800.de/">Jubiläumsjahr zur Stadterhebung Bocholts</a> vor 800 Jahren, ließe sich die Frage nach der Lebensqualität in der Stadt zur Zeit der 850-Jahrfeier (2072) aufwerfen.</li>
</ul>
<p>Doch die debattierten Zukunftspläne erreichen solche Horizonte bei weitem nicht.<span id="more-1071"></span> Im hiesigen öffentlichen Diskurs ist der Begriff „Zukunft“ eher zu übersetzen mit „mittelfristig optimierte, verlängerte Gegenwart“. Selbst die „Optimierung“ ist konzentriert auf „Renovierung und Wiederherstellung“ (z.B. Rathaus, Schulen, weitere Stadtimmobilien), „Umsetzung vor Zeiten gefasster Beschlüsse“ (Nordring) oder „dem Marketing förderliche Verbesserung des städtischen Erscheinungsbildes“ (Ravardiviertel).</p>
<p>Von einem gemeinsamen, gesellschaftsprägenden Zukunfts-Narrativ ist in Bocholt wenig zu spüren. „Bokelt baut wer up“ – dieser Leitsatz vereinte nach den Bombenangriffen vom März 1945 die Bürger der zerstörten Stadt unter der Führung ihrer Oberbürgermeister Dr. Benölken (1945-1946) und Otto Kemper (1948-1964). Bis 1962 dauerte diese Kampagne zum Wiederaufbau von Infrastruktur, Industrien und Wohnraum. Sie steht für eine gesamtgesellschaftliche Leistung der Bürger.</p>
<p>Eine Voraussetzung dieser Gemeinschaftsleistung war die reale Sichtbarkeit der zerstörten Stadt, das Erleben der Schrecken und das Be-Greifen des Engagements. Die Bürger konnten handfest anpacken und mit jedem Griff dessen konstruktive Wirkung spüren.</p>
<p>Dagegen sind die wahrscheinlichen, bereits kalkulierten Schäden an der Infrastruktur und die erkennbaren Folgen für Leib und Leben der Bürger durch die Klimaerhitzung vorerst „nur“ abstrakte Perspektiven. Viele Bocholter Bürger lassen sich von diesen Perspektiven beeindrucken. Sie sind in unterschiedlichen Themennischen engagiert und lassen sich als auf Nachhaltigkeit, Solidarität und Gemeinwohl ausgerichtete Akteure ausmachen.</p>
<p>Trotzdem prägen nicht sie das vorherrschende gesellschaftliche Milieu dieser Stadt. Kennzeichnende Kernelemente des in Bocholt vorherrschenden Milieus sind noch „Selbstzufriedenheit und Nörgeln am Nicht-Gewollten“.</p>
<p>Mir drängen sich Vergleiche zum Biedermeier auf, einer prägenden Epoche des frühen 19. Jahrhunderts. Wie heute in der EU ging es politisch um die Neuordnung Europas. Der <a href="https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Wiener_Kongress_(1814/1815)#:~:text=%20Wiener%20Kongress%20%281814%2F1815%29%20%201%20Verlauf.%20Februar,Stadt%20und%20der%20Kongress.%20Ver%C3%B6ffentlichungen%20des...%20More%20">Wiener Kongress</a> (1814-1815) hatte nicht nur getanzt, sondern die Mächte neu verteilt. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbader_Beschl%C3%BCsse">Karlsbader Beschlüsse</a> (1819) sorgten mit strenger Zensur und Unterdrückung politischer Äußerungen für „Ruhe und Ordnung“ im lieben Vaterland. Die überwiegende Mehrheit der Bürger zog sich ins private Leben, in Familie und Haus zurück. Widerspruch und Revolte vieler Bürger formte sich als Epoche des Vormärz.</p>
<p>Zensur und Unterdrückung politischer Äußerungen brauchen wir heute nicht mehr zu fürchten. Der Rückzug ins traute Private folgt nicht mehr äußerem Druck. Anders als die Vormärz-Revolutionäre brauchen wir die Obrigkeit nicht mehr zu fürchten. Lähmend ist vor allem die rasant gestiegene Komplexität aller Themenfelder in Politik, Wirtschaft und Sozialleben. Diese dynamische Komplexität wird vielfach als Kompliziertheit und Überforderung erfahren. Dann bietet sich das „Private“ als vermeintlich einfach und überschaubar an. Zugleich ist schon das „Private“ hochkomplex, es ist bereits aufreibend, die eigene Komfortzone zu sichern. So lockt es nicht, sich das eigene Leben zu überlasten mit Zukunftsfragen und -strategien.</p>
<p>Das vom Stadtmarketing verantwortete Jubiläumsprogramm bedient pointiert diesen Wunsch nach Wohlgefühl. „Wir möchten … ein WIR-Gefühl erzeugen durch positive gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen“ bekundet die Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH &amp; Co. KG im Geleitwort des Programms. Vor allem bietet das Festjahr eine große Chance, „die Stadt Bocholt über die Stadtgrenzen hinaus positiv sichtbar zu machen.“</p>
<p>Bürgermeister Thomas Kerkhoff lobt in seinem Grußwort zum Programmheft, „Das bunte Programm führt uns den Ideenreichtum und die Kreativität unserer Stadt vor Augen und zeigt, was in der Gemeinschaft geleistet werden kann.“ Ist da nicht auch die Überlegung angebracht, wie Ideenreichtum und Kreativität der Gemeinschaft beitragen können, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern?</p>
<div id="attachment_1073" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/02/Janus.png"><img class="size-thumbnail wp-image-1073" alt="Januskopf aus dem Bocholter Stadtarchiv" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/02/Janus-150x150.png" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Januskopf aus dem Bocholter Stadtarchiv</p></div>
<p>Im Foyer des einstigen Stadtarchivs an der Münsterstrasse verwies die Bronzeplatte mit dem Januskopf auf den Doppelsinn von Rückblick und Ausblick. Das Stadtarchiv wurde zum Studentenwohnheim umgebaut, die Bronzeplatte wahrscheinlich eingelagert. Die Symbolik des Janus kam wohl aus dem Blick, im Jubiläumsprogramm jedenfalls fand sie kein Echo.</p>
<p>So verbreitet das Jubiläumsprogramm einseitig das Image selbstzufriedener Biedermeierlichkeit. Als wäre dies das tragende Milieu dieser Stadt, bleiben die weiteren in Bocholt existenten und engagierten sozialen Milieus vernachlässigt.</p>
<p>Eine wichtige Chance wurde vergeben. Das Stadtjubiläum hätte für die Akteure einer zukunftstüchtigen Nachhaltigkeits- und Gemeinwohlstrategie zu einer öffentlichen Komm-Vor-Zone werden können. Dass im Auftrag der Stadt 800 Bäumchen gepflanzt werden, wiegt diese vergebene Chance nicht auf. Die ungebrochene Politik verdichtender Urbanisierung und Landschaftsversiegelung führt schon derzeit bundesweit zu massivem, anhaltenden Sterben der Stadtbäume. Die zukünftige Überhitzung der Städte bei gleichzeitigem Wassermangel lässt fraglich werden, wieviel der 800 Jubiläumsbäumchen zum nächsten Stadtjubiläum noch stehen.</p>
<p>Zum Image der Zukunftstüchtigkeit trägt das Bocholter Jubiläumsprogramm nicht bei. Wie bei Janus hätte der Blick nicht in Geschichte und Gegenwart verweilen dürfen, sondern den Fokus auch auf die Herausforderungen der Zukunft richten müssen. Zukunftsbezogene Kreativität und Ideenreichtum der Bürger hätten vor allem im Jubiläumsjahr ihren Raum zur Entfaltung verdient.</p>
<p>Gemeinsam mit den verschiedenen Bildungsträgern, Initiativen und Vereinen ließe sich der Umgang mit dynamischen Komplexitäten trainieren. Gemeinsam, unter den Augen der feiernden Öffentlichkeit, ließen sich Handlungsstrategien entwickeln, welche Handlungsmöglichkeiten nicht einengen, sondern weiten. Kooperative Choreographien zur Lösung der anstehenden klimapolitischen Dilemmata ließen sich einüben, in der notwendige Regelungen von breiter Akzeptanz getragen würden.</p>
<p>Das städtische Jubiläumsprogramm bietet für solche Überlegungen keine Komm-Vor-Zone.<br />
Doch nur mal angenommen, die aufgeschlossenen, engagierten und kreativen Bürger würden selbst aktiv und schafften sich ein eigenes Forum.</p>
<p>Der Stadt, den Bürgern und ihrer Zukunft würde es gut tun!</p>
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		<title>Himmlische Weisheit?</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 11:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC06360.jpg"><img class="size-medium wp-image-1067 alignleft" style="margin-left: 15px; margin-right: 15px;" alt="SONY DSC" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC06360-300x199.jpg" width="300" height="199" /></a>„Luja sag i!“, grantelt der verstorbene Gepäckträger Aloisius als „Münchner im Himmel“. Dieser Himmel langweilt ihn, auf Ewigkeit verdammt zur Lobhudelei mit der Harfe auf einer einsamen Wolke. In der Satire Ludwig Thomas ist Gott nachsichtig und schickt den Grantler als Boten göttlicher Weisheit zurück ins Leben und zur bayrischen Staatsregierung. Leider kommt Aloisius auf seinem Weg am Hofbräuhaus vorbei, kehrt ein und bleibt auf ewig dort hocken. So bleibt der bayrischen Staatsregierung der Zugang zu göttlicher Weisheit bis heute verschlossen.</p>
<p>Doch was wäre, böte der Himmel mehr als langweilige Lobhudelei? Nur mal angenommen, die Choreografie der kürzlich erlebten Männer-Initiation gäbe einen Vorgeschmack auf die andere Seite des Lebens. Die Seelen Verstorbener würden von himmlischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elder_(Aborigines)">Elders</a> (Engel oder Seelen der Ahnen) empfangen und behutsam zu Reflexion des eigenen Lebens geführt. Auch beim Blick in die eigenen Abgründe von der Fürsorge der Elders gestützt. Diese hülfen ihnen zu erkennen, wo und wie sie aus Unkenntnis oder Unwillen falsche Entscheidungen trafen; wo sie aus Wut, Zorn, Angst oder Egoismus Mitmenschen verletzten und somit hinter die eigenen Möglichkeiten wahren Menschseins zurückblieben.</p>
<p>Von dort führten die Elders sie auf den heilsamen Weg, auf den Weg der Einsicht, dass selbst die größte Verfehlung nicht von der Liebe Gottes trennt.</p>
<p>Sich auf diese Liebe vertrauensvoll einzulassen, bringt die Höllenfeuer in uns zum Erlöschen.</p>
<p>Sollte mein jüngster Tag in eine derartige Choreografie münden, sehe ich ihm schon heute gelassen und mit freudiger Neugier entgegen.</p>
<p>Trotzdem hat es damit längst noch keine Eile.</p>
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		<title>Nun also Luzifer</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2021 15:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bei den indigenen Kulturen sollten auch wir Ausschau halten nach Eindrücken, die uns zu einem neuen Namen als Ausdruck der Initiation führen können. Mir wurde das in den Wald durchbrechende Sonnenlicht, das Lichterspiel in den Zweigen und am Waldboden zum Leitbild. Dieses Licht wärmte und fand seinen Widerschein in mir. „Da ist ein Riss, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bei den indigenen Kulturen sollten auch wir Ausschau halten nach Eindrücken, die uns zu einem neuen Namen als Ausdruck der Initiation führen können. Mir wurde das in den Wald durchbrechende Sonnenlicht, das Lichterspiel in den Zweigen und am Waldboden zum Leitbild. Dieses Licht wärmte und fand seinen Widerschein in mir.</p>
<p>„Da ist ein Riss, ein Riss in allem. So kommt das Licht herein.“, singt <a href="https://www.songtexte.com/songtext/leonard-cohen/anthem-7bdb72e4.html">Leonhard Cohen in seinem Song ANTHEM</a>. Meine Zerrissenheit, meine Brüche und Verunsicherungen finden Sinn: So kommt das Licht herein! So bin auch ich ein Träger Seines Lichtes!</p>
<p>Darum wurde mein Initiationsname LUZIFER.</p>
<p>Gestärkt, gesalbt und gesegnet traten wir über die Schwelle des Heiligen Raumes der Rituale in den Heiligen Raum der realen Welt.</p>
<p>Mit dem gegebenen Versprechen, in Zukunft als initiierte Männer zu leben, stellen wir uns der dreistufigen Daueraufgabe des Humanen:</p>
<ul>
<li>gesamtmenschliche Reifung und Entfaltung
<ul>
<li>aller und jedes Menschen
<ul>
<li>in der ständigen Vermenschlichung der Welt.</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Zu dieser Aufgabe sind alle Menschen aller Kulturen und Religionen berufen, Christen und Christinnen können und dürfen sich ihr nicht entziehen (<a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">GES 59</a>). Mit immer mehr <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elder_(Aborigines)">Elders</a>, also initiierten Frauen und Männern, können wir dieser Aufgabe gerecht werden.</p>
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		<title>Zu neuer Kraft finden</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2021 20:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Tiefenpsychologie der Märchenwelt ist der dunkle Wald ein Ort der Ängste und Schreckensbilder. Sich ihnen zu stellen und auszusetzen befähigt die Märchenhelden und -heldinnen zur Heimkehr oder zu weiteren siegreichen Abenteuern. Auch wir Initianten hatten einen Tag im Wald zu verbringen, auf einem selbst gewählten Platz von etwa 3 m Durchmesser. In der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tiefenpsychologie der Märchenwelt ist der dunkle Wald ein Ort der Ängste und Schreckensbilder. Sich ihnen zu stellen und auszusetzen befähigt die Märchenhelden und -heldinnen zur Heimkehr oder zu weiteren siegreichen Abenteuern.</p>
<p>Auch wir Initianten hatten einen Tag im Wald zu verbringen, auf einem selbst gewählten Platz von etwa 3 m Durchmesser. In der Natur, „Gottes erster Bibel“, waren wir den harten Tatsachen des Lebens ausgesetzt. Denn das Leben ist hart und von mir nicht kontrollierbar. Es dreht sich nicht um mich, ich bin nicht so wichtig und werde sterben. Der Wald bot den Raum, diese Tatsachen tief in die Seele einwirken zu lassen. Zugleich ist solch kleiner Platz im Wald groß genug, die Fülle des Lebens neu zu betrachten und zu erfahren.</p>
<p>Der Macht der Natur ausgesetzt entdeckten wir neue Kräfte und fanden zu altem Mut zurück. In einem Gemeinschaftsritual stellten wir uns früher erlittener und heute noch wirksamer Beleidigungen und Schmähungen. So nahmen wir ihnen ihre Macht und wir erlangten seelische Befreiung und Erlösung, um in den finalen Ritualen auf das Leben als Initiierter vorbereitet zu werden. Nun begann der Wiederaufstieg zum Leben.</p>
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		<title>Abstieg zur Hölle</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2021 16:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[In schwarzer Pädagogik und mit militärischen Drill werden Menschen seit Jahrhunderten und leider noch immer körperlich überfordert und seelisch gebrochen. So sollen sie „stark“ werden für den Lebenskampf, „gehorsam“ für den Kriegsdienst, „fügsam“ für die Arbeitswelt und „angepasst“ den gesellschaftlichen Normen. Die Initiationen der Männerpfade.org weisen einen alternativen Weg. Wir Initianten wurden von initiierten Ältesten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In schwarzer Pädagogik und mit militärischen Drill werden Menschen seit Jahrhunderten und leider noch immer körperlich überfordert und seelisch gebrochen. So sollen sie „stark“ werden für den Lebenskampf, „gehorsam“ für den Kriegsdienst, „fügsam“ für die Arbeitswelt und „angepasst“ den gesellschaftlichen Normen.</p>
<p>Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Initiation">Initiationen</a> der <a href="https://maennerpfade.org/">Männerpfade.org</a> weisen einen alternativen Weg. Wir Initianten wurden von initiierten Ältesten (Elders) in gemeinschaftlichen Ritualen behutsam an unsere eigenen Schmerzen, Brüche, Wunden und Zerrissenheit geführt. In respektvollem Geleit und liebevoller Begleitung lernten wir, unsere Schmerzen, unsere lebensprägende Wut, Enttäuschungen und Verletzungen anzusehen, statt sie zu verdrängen. Wir erlebten Befreiung darin, einander zu unseren Ängsten, Schulden und Zerrissenheit zu stehen. Diesen konnten wir so ihre beherrschende, destruktive Macht über uns nehmen.</p>
<p>Der initiierende Weg führte uns in unsere je eigene Hölle. Dort konnten wir die Lasten der Seele loslassen und sie dem Feuer übergeben. Hier erkannten wir: Religiös ist, wer die Hölle fürchtet. Wer durch seine Hölle gegangen ist, wird spirituell.</p>
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		<title>Mit 70 auf Männerpfaden</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 11:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[St.-Josefs-Pilgerweg]]></category>
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		<description><![CDATA[Geplant war es so nicht. Dass 2021 mir zum Jahr meiner endgültigen Initiation werden würde, stand nicht in der Neujahrsbotschaft. Wohl war der Impuls zu einem neuen Pilgerweg im Vorjahr beim Klausurwochenende unserer Männergruppe entstanden. Santiago de Compostella als angedachter Zielort fiel unter den Corona-Bedingungen unserer Zeit aus. Als Papst Franziskus das Jahr 2021 unter [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Geplant war es so nicht. Dass 2021 mir zum Jahr meiner endgültigen Initiation werden würde, stand nicht in der Neujahrsbotschaft. Wohl war der Impuls zu einem neuen Pilgerweg im Vorjahr beim Klausurwochenende unserer Männergruppe entstanden. Santiago de Compostella als angedachter Zielort fiel unter den Corona-Bedingungen unserer Zeit aus.</p>
<p>Als Papst Franziskus das Jahr 2021 unter den Schutz des heiligen Josef stellte und kurz darauf das Konzil als das höchste Lehramt der Kirche bestätigte, kam Rom als Ziel meiner <a href="http://denkbar-mobil.de/?p=1017">Pilgertour</a> in den Blick. Vier Wochen nach meinem 70. Geburtstag wurde der Josefstag (19.3.2021) zum Tag des Pilgersegens und des Aufbruchs.</p>
<p><a href="http://denkbar-mobil.de/?p=968">Zwar endete meine Pilgerschaft im Grenzgebiet zu Österreich</a>, doch die Hard-Core-Wanderschaft im kältesten Frühjahr der letzten Jahrzehnte hinterließ tiefe Spuren. Spuren im Körper, vor allem aber in meinem Denken und spirituellem Empfinden.</p>
<p>Diesen Spuren nachzugehen bot die diesjährige Klausur des Männerkreises. Gemeinsam begingen wir die rituelle Heldenreise am Beispiel des „<a href="https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_eisenhans">Eisenhans</a>“. Wir gingen unseren Verwundungen nach, zeigten und salbten sie einander.</p>
<p>Und nun stehe ich mit meinem <a href="http://denkbar.huelkenberg.de/">denkbar-mobil</a> auf dem Parkplatz eines bayerischen Busunternehmens, um mich mit vielen, mir noch fremden Männern auf die finale Initiation vom Learner zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elder_(Aborigines)">Elder</a> einzulassen.</p>
<p>Eine ungeplante erste Prüfungsaufgabe stellte der kurzfristig anberaumte Bahnstreik der Lokführergesellschaft. Veranstalter und Teilnehmer reagierten umgehend, spontane Fahrgemeinschaften sicherten die pünktliche Ankunft aller Initianten. Unserem gemeinsamen Weg auf den Männerpfaden steht nichts mehr im Wege.</p>
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		<title>Wann ist der Mann ein Mann?</title>
		<link>http://denkbar-mobil.de/2021/07/wann-ist-der-mann-ein-mann/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2021 12:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Männerpfaden]]></category>
		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Laienapostolat]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Querdenker]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[zum Design der Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sei ein Mann! – Werde endlich ein Mann!“. Derartige Sprüche sind eine ständige Begleitmusik kleiner Jungen, älterer Jungen und sogar erwachsener Jungen auf ihrem Weg ins Leben. Doch „Wann ist der Mann ein Mann?“ fragt nicht nur Herbert Grönemeyer. Macht der erste Beischlaf den Mann oder die Zeit bei der Armee? Kann ein „Weich-Ei“ dennoch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/07/Mann-sein.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1063" alt="Mann sein" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/07/Mann-sein-198x300.jpg" width="198" height="300" /></a>„Sei ein Mann! – Werde endlich ein Mann!“. Derartige Sprüche sind eine ständige Begleitmusik kleiner Jungen, älterer Jungen und sogar erwachsener Jungen auf ihrem Weg ins Leben.</p>
<p>Doch „Wann ist der Mann ein Mann?“ fragt nicht nur Herbert Grönemeyer. Macht der erste Beischlaf den Mann oder die Zeit bei der Armee? Kann ein „Weich-Ei“ dennoch ein Mann sein oder gilt nur der kraftstrotzende Macho?</p>
<p>Josef von Scharrel (*1961), Benediktiner im Kloster Nütschau, gründete dort das Haus Rafael als spezifisches Bildungshaus für Männer. Er leitet Waldexerzitien und Visionssuchen für das „starke Geschlecht“ im Steigerwald sowie in Schweden. Referent und Exerzitienmeister begleitet er Männergruppen auf ihrem Weg. Seine Erfahrungen legte er 2020 vor als Buch mit dem Titel „Mann werden – Mann sein“. Van Scharrel beleuchtet die Bedeutung der Väter für die Entwicklung der Jungen zum Mann aber auch die Mängel und Fehlentwicklungen patriarchaler Gesellschaft. Die Leser erfahren von den Archetypen des Mannseins und den Entwicklungsphasen der Heldenreise. Sie sind eingeladen alte Mann-Bilder aufzulösen und erfahren von den Möglichkeiten der spirituellen Initiation.</p>
<p>Übungen für zu Hause helfen dem Leser, dem Angelesenen am eigenen Leib nachzuspüren.</p>
<p>„Mann werden – Mann sein“ ist eine vorzügliche Einleitung und Vorbereitung auf eine Initiation in das moderne Mannsein. Ein Mannsein, welches befähigt in guter Kooperation mit initiierten Frauen diese Welt zu wahrer Menschlichkeit zu führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<address><b>Josef van Scharrel</b></address>
<address><b>Mann werden – Mann sein</b></address>
<address><b>Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach, 2020</b></address>
<p><b><a href="https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/50735932-9783736503014-mann-werden-mann-sein">https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/50735932-9783736503014-mann-werden-mann-sein</a> </b></p>
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		<title>Toter Punkt oder Wendepunkt?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 12:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Laienapostolat]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die katholische Kirche stehe an einem toten Punkt, schrieb der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx an den Papst. Mit seinem Rücktrittsangebot wolle er beitragen, dass sich dieser tote Punkt zum Wendepunkt wandeln könne. Dafür wird dem Kardinal allerorten Respekt gezollt. Die beiden Bocholter Pfarrer Matthias Hembrock und Rafael van Straelen wiesen in ihrer Stellungnahme darauf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1028" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/06/Abschied-vom-betreuten-Denken-Cover-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1028" alt="Auf Augenhöhe bitte!" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/06/Abschied-vom-betreuten-Denken-Cover-2-300x203.jpg" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Auf Augenhöhe bitte!</p></div>
<p>Die katholische Kirche stehe an einem toten Punkt, schrieb der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx an den Papst.</p>
<p>Mit seinem Rücktrittsangebot wolle er beitragen, dass sich dieser tote Punkt zum Wendepunkt wandeln könne.</p>
<p>Dafür wird dem Kardinal allerorten Respekt gezollt.</p>
<p>Die beiden Bocholter Pfarrer Matthias Hembrock und Rafael van Straelen wiesen in ihrer Stellungnahme darauf hin, die Aussagen vom „toten Punkt“ könnten nicht auf die Gemeinden bezogen werden(BBV C3 05.06.2021). Die Kirche vor Ort lebe! Auf der Ebene des Systems müssten die Konsequenzen gezogen werden.</p>
<p>Was aber, wenn sowohl die Perspektiven des Kardinals als auch der Pfarrer gleich wahr und gleich falsch sind?<span id="more-1026"></span></p>
<p>Menschen, die sich in ihrem Gottvertrauen am Beispiel des Jesus von Nazareth ausrichten und stärken, gab es jederzeit und gibt es heute. Allzu häufig standen und stehen sie gerade deshalb in Spannung und Widerständen zur real existierenden Kirche.</p>
<p>Denn seit die Kirche im frühen vierten Jahrhundert durch den Kaiser Konstantin als reichsstabilisierende Kraft anerkannt und gefördert wurde, hat sich ein bis heute wirkmächtiges System männlich-klerikaler Herrschaft herausgebildet. Dieses römisch-konstantinische System prägt die katholische Kirche vom Vatikan bis in die verlassenen Kirchorte zwangsfusionierter Großpfarreien. Zwar hat das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) das Ende der römisch-konstantinischen Ära eingeläutet, doch der konziliare Aufbruch wurde weitgehend unterlaufen.</p>
<p>Von Rom bis in die Ortsgemeinden zieht sich der nicht mehr kaschierbare Riss zwischen der traditionellen Kirche und Christen in bewusster Jesus-Nachfolge. Laien wie Priester finden sich in beiden Lagern und erfahren die Unvereinbarkeit der beiden Ansätze immer deutlicher. Das bisherige System „Kirche“ ist am Ende. Auch Reförmchen und synodale Beratungen erwecken den toten Gaul nicht wieder zum Leben. Hier erfährt wohl nicht nur Kardinal Marx den „toten Punkt“.</p>
<p>Die Neuorientierung der gesamten Gemeinschaft der Gläubigen an Jesus von Nazareth und seiner gelebten Botschaft hätte eine neue Kirche zur Folge, in der Frauen wie Männer miteinander herrschaftsfrei  Jesu Gottvertrauen verkünden und leben könnten.</p>
<p>Massive Kräfte stemmen sich jedoch gegen eine solche Wende. So bleibt heutigen Christen wohl nur die schmerzliche Einsicht: Die Kirche steht am Scheidepunkt!</p>
<p>&nbsp;</p>
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