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	<title>denk!BAR  &#187; Laienapostolat</title>
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	<description>Impulse zum Umdenken </description>
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		<title>Das Ende der moralischen Instanz?</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 11:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie die BaWü-Wahl die Macht der Kirchen entlarvtDer verborgene Wahlkrimi Die Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 wird als einer der knappsten Wahlkrimis in die Geschichte des Bundeslandes eingehen. Auf den ersten Blick siegten die Grünen unter Cem Özdemir mit 30,2 Prozent hauchdünn vor der CDU. Doch die wahre Geschichte steht im Kleingedruckten der Wahltagsbefragungen. Eine [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" valign="top" width="459"><b>Wie die BaWü-Wahl die Macht der Kirchen entlarvt</b><b>Der verborgene Wahlkrimi </b>Die Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 wird als einer der knappsten Wahlkrimis in die Geschichte des Bundeslandes eingehen. Auf den ersten Blick siegten die Grünen unter Cem Özdemir mit 30,2 Prozent hauchdünn vor der CDU. Doch die wahre Geschichte steht im Kleingedruckten der Wahltagsbefragungen. Eine exklusive Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen, die auf einer massiven Stichprobe von 21.000 Befragten in 160 Wahllokalen basiert, enthüllt eine völlig andere politische Landkarte. Hätte man nur in die Kirchenbänke oder Moscheen geblickt, wäre der Wahlabend nicht mit dem Sieg Özdemirs, sondern mit einem Triumph der Union zu Ende gegangen. Die Daten zeigen: Religiöse Identität ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein mächtiger – wenn auch oft paradoxer – Hebel der politischen Macht.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="200"><i>Video-Zusammenfassung</i><i>KI-generiert</i><a href="https://youtu.be/C6i080aD-yM"><img class="alignleft size-full wp-image-1402" alt="Wahlverhalten der Christen" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2026/03/Wahlverhalten-der-Christen.png" width="256" height="141" /></a><b><i> </i></b></td>
<td valign="top" width="259"><i>Themengrafik KI-generiert</i> <a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2026/03/Wahlen-BW.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1401" alt="Wahlen BW" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2026/03/Wahlen-BW.png" width="2752" height="1536" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2" valign="top" width="459"><b><i>Quellen</i></b>:<b></b></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2" valign="top" width="459"><i><a href="https://katholisch.de/artikel/67592-christen-waehlen-anders-analyse-der-baden-wuerttemberg-wahl">https://katholisch.de/artikel/67592-christen-waehlen-anders-analyse-der-baden-wuerttemberg-wahl</a>  <a href=" https://www.forschungsgruppe.de/Startseite/"> </a></i><i><a href=" https://www.forschungsgruppe.de/Startseite/">https://www.forschungsgruppe.de/Startseite/</a>    </i><a href="https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2026-03-08-LT-DE-BW/umfrage-afd.shtml ">https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2026-03-08-LT-DE-BW/umfrage-afd.shtml </a></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2" valign="top" width="459"><b><i>Zum vertieften Lesen:</i></b><b></b></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2" valign="top" width="459"><b>Erkenntnis 1: Ein anderer Ministerpräsident – Die Dominanz der CDU bei Christen </b>Wäre Baden-Württemberg ein Land, in dem nur Katholiken und Protestanten zur Wahl gehen, hieße der Ministerpräsident heute Manuel Hagel. Die Daten belegen einen massiven „konfessionellen Bonus“ für die CDU. Während die Partei im Gesamtergebnis bei 29,7 Prozent stagnierte, scharten sich die Kirchenmitglieder hinter der Union: 38 Prozent der Katholiken und 30 Prozent der Protestanten gaben Hagel ihre Stimme. In einer rein christlichen Wählerschaft hätte dies für eine komfortable Regierungsmehrheit gereicht. Die Analyse der Forschungsgruppe Wahlen lässt hier keinen Spielraum für Interpretationen:„Manuel Hagel wäre Ministerpräsident geworden, wenn nur die Stimmen von Katholiken und Protestanten gezählt hätten.“<span id="more-1399"></span></p>
<p><b>Erkenntnis 2: Die Warnung, die verhallte – Die Resilienz der AfD trotz kirchlichem Veto </b></p>
<p>Eines der politisch brisantesten Ergebnisse ist die erschütternde Erfolgsquote der AfD innerhalb der christlichen Milieus. Trotz der beispiellosen moralischen Brandmauer der Kirchenführungen – die katholischen Bischöfe hatten der AfD bereits 2024 „völkischen Nationalismus“ vorgeworfen – erwies sich die Partei als erstaunlich resilient gegenüber kirchlichen Wahlempfehlungen.Die Bischöfe bezeichneten die Partei explizit als „für Christen unwählbar“. Dennoch wählten 17 Prozent der Katholiken und sogar 19 Prozent der Protestanten die AfD. Damit liegt das Ergebnis unter Christen fast punktgenau im Bereich des allgemeinen Wahlergebnisses (18,8 Prozent), bei dem die Partei ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2021 verdoppeln konnte. Der „moralische Schutzschild“ der Kirchen ist durchbrochen: Die AfD wächst in religiösen und säkularen Gruppen nahezu im Gleichschritt. Religiöse Bindung fungiert nicht mehr als Immunisierung gegen rechtspopulistische Angebote.</p>
<p><b>Erkenntnis 3: Identität vs. Ideologie – Warum Muslime nicht Özdemir wählten</b></p>
<p>Eine der analytisch interessantesten Verschiebungen betrifft die muslimischen Wähler. Obwohl die Grünen mit Cem Özdemir einen Spitzenkandidaten stellten, der sich selbst als „säkularen Muslim“ identifiziert, blieb die erhoffte Sogwirkung aus: Nur 16 Prozent der Muslime wählten Grün. Stattdessen dominierten soziale Gerechtigkeitsthemen die Wahlentscheidung dieser Gruppe.</p>
<p>Die SPD (20 Prozent) und vor allem die Linke (17 Prozent) feierten bei den Muslimen Erfolge, die weit über ihrem Gesamtdurchschnitt lagen. Besonders frappierend: Die Linke erzielte bei Muslimen fast das Vierfache ihres Gesamtergebnisses (4,4 Prozent). Es scheint, als hätte Özdemirs betont säkulare Identität für gläubige oder traditionelle Muslime kaum Bindungskraft entfaltet, während das „soziale Gewissen“ der Linksparteien als wirkungsvolles Gegengewicht fungierte.</p>
<p><b>Erkenntnis 4: Der „Gottesdienst-Faktor“ – Ein Milieu innerhalb des Milieus</b></p>
<p>Die Untersuchung bestätigt, dass die CDU eine „Kernfestung“ besitzt, die weiterhin nach alten Regeln funktioniert: das Milieu der praktizierenden Gläubigen. Wer wöchentlich den Gottesdienst besucht, wählt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Union. Unter den aktiven Katholiken erreichte die CDU einen Spitzenwert von 46 Prozent, bei den Protestanten waren es 35 Prozent.</p>
<p>Hier zeigt sich ein „Milieu innerhalb des Milieus“. Je stärker die rituelle Bindung an die Institution Kirche ist, desto tiefer ist die Verwurzelung in der Union. Das „C“ im Parteinamen ist in den aktiven Kirchenbänken nach wie vor die stärkste Währung. Für Manuel Hagel war dies die wichtigste Machtbasis, die ihn beinahe ins Staatsministerium getragen hätte.</p>
<p><b>Erkenntnis 5: Gender-Gap und die fundamentale Macht der Konfessionslosen</b></p>
<p>Die Analyse fördert zudem eine tiefe demografische Spaltung zutage. Innerhalb der katholischen Kirche zeigt sich ein eklatanter Geschlechterunterschied: Während 20 Prozent der katholischen Männer AfD wählten, waren es bei den katholischen Frauen nur 15 Prozent.</p>
<p>Die wahre Machtverschiebung findet jedoch jenseits der Religion statt. Die Konfessionslosen (ca. 40 Prozent der Bevölkerung) sind heute die Königsmacher. Sie wählten zu 37 Prozent die Grünen und hoben damit Özdemir im Amt. Wie radikal die konfessionslose Wählerschaft das politische Gefüge verschiebt, zeigt ein Gedankenexperiment aus der Datenanalyse: Hätten nur Konfessionslose gewählt, wäre die Linke mit 7 Prozent sicher im Landtag vertreten gewesen – während die SPD mit nur 4 Prozent an der Sperrklausel gescheitert und aus dem Parlament geflogen wäre.</p>
<p><b>Fazit: Eine gespaltene Wählerschaft und die Zukunft der „christlichen“ Wahl</b></p>
<p>Die Landtagswahl 2026 markiert einen Wendepunkt. Religion spielt in Baden-Württemberg zwar weiterhin eine entscheidende Rolle, doch ihre Funktion hat sich gewandelt. Die CDU bleibt die Partei des gottesdienstlichen Kernmilieus, verliert aber den Zugriff auf jene Christen, die der Kirche nur noch auf dem Papier angehören. Das bittere Fazit für die Kirchenleitungen: Ihre moralische Autorität wirkt nicht mehr bis in die Wahlkabine, wie die Resilienz der AfD-Wähler zeigt.</p>
<p>In einer Gesellschaft, in der die Konfessionslosen die SPD aus dem Parlament drängen könnten und ein muslimischer Spitzenkandidat eher die säkulare Mitte als seine eigene Religionsgemeinschaft mobilisiert, stellt sich die Systemfrage: Hat das „C“ in der Politik noch eine integrative Kraft, oder wird es zum Erkennungsmerkmal einer schrumpfenden Nische? Wohl nicht nur in Stuttgart wird die Macht heute nicht mehr unter den Kirchtürmen, sondern in den wachsenden Freiräumen dazwischen entschieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Des Fragens würdiger Priesterkult</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2022 15:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Skandale um sexuelle Missbräuche und deren organisierte Vertuschung haben vor allem die katholische Kirche in eine abgrundtiefe Vertrauenskrise gestürzt. Dieser Sturz in den Abgrund mag vielen traditionell Christgläubigen als Desaster erscheinen. Er kann aber auch zum Rück-Sturz in die dem Christentum eigenen Urgründe werden. Die derzeitige Vertrauenskrise der katholischen Kirche ist im Wesentlichen eine [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Skandale um sexuelle Missbräuche und deren organisierte Vertuschung haben vor allem die katholische Kirche in eine abgrundtiefe Vertrauenskrise gestürzt. Dieser Sturz in den Abgrund mag vielen traditionell Christgläubigen als Desaster erscheinen. Er kann aber auch zum Rück-Sturz in die dem Christentum eigenen Urgründe werden.</p>
<p>Die derzeitige Vertrauenskrise der katholischen Kirche ist im Wesentlichen eine Ablehnung traditionellen Priestertums und Priesterherrschaft. Längst überfällige Debatten brechen auf. Synodal soll die Kirche in die Zukunft geführt werden – allerdings sind sich die verschiedenen Bischöfe und Laienvertreter sehr uneins über die Begriffs- und Tragweite von „Synodal“. Frauen erheben Ansprüche auf Leitungs- und Weiheämter, Männer unterstützen diese Begehren und geweihte Amtsträger bekunden Verständnis und leichte Öffnungsbereitschaft.</p>
<div id="attachment_1108" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/07/E-Mail-an-den-Papst-2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1108" alt="Auf synodalen Wegen?" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/07/E-Mail-an-den-Papst-2-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Auf synodalen Wegen?</p></div>
<p>Der Klerus sei die Wirbelsäule der Kirche<a href="https://www.domradio.de/node/367949">, betont der Augsburger Bischof Bertram Meier</a>. Männer und Frauen des gottgeweihten Lebens sieht er als „Herz der Kirche“.</p>
<p>Für Bischof Meier ist das Konzept sakramental verorteten Priestertums notwendiger Grundzug der katholischen Kirche. Würde die sakramentale Weihe zur Disposition, stünde die Katholizität als Ganzes auf dem Spiel. Das ginge weit über eine geistlich erneuerte Kirche hinaus, führe in eine ganz andere neue Kirche. Wie sein Münchner Amtsbruder Reinhard Kardinal Marx sieht auch er: &#8220;Eine priesterlose Kirche ist nicht mehr katholisch.&#8221;</p>
<p>Dagegen <a href="https://www.katholisch.de/artikel/24827-warum-auch-frauen-priester-werden-koennen">verweisen inzwischen verschiedene Theologen und Theologinnen darauf,</a> dass sich weder im Verhalten Jesu noch im Neuen Testament Hinweise finden lassen, Jesus wolle die Geschicke seiner Glaubensgemeinschaft in die Hände speziell ausgebildeter spiritueller Kultdiener mit „amtlicher Heiligkeit durch Weihe“ legen.<span id="more-1105"></span></p>
<p>Die von Jesus in die Führung der Gemeinschaft berufenen 12 Apostel oder die in die Dörfer gesandten 72 Jünger waren Menschen aus dem Volk. Sie vertrauten seiner Botschaft und Lehre. Ohne spirituelle, theologische, liturgische oder kultische Ausbildung übernahmen sie ihre Aufgaben. Die eigenen Charismen und Fähigkeiten und das Vertrauen, welches Jesus und die Gemeinschaft in sie setzten, legitimierten ihre Berufung.</p>
<p>Dem Wanderprediger Jesus von Nazareth war erbliche Priesterschaft der Sadduzäer und Leviten als Tempel-Kultpersonal natürlich bekannt. Dieses System gehörte zu den religiösen und kulturellen Traditionen seiner Zeit. Die Evangelisten berichten immer wieder von Spannungen zwischen Jesus und den Priestern, wie auch den Pharisäern. Ständig murrten die Hüter des traditionellen Judentums über die Ansichten und Aussagen des Wanderpredigers Jesus. Immer wieder versuchten sie, ihm theologische und ethische Fallen zu stellen, ohne dass Jesus sich darin verfing. Die wohl härteste Kritik Jesu an Priestern und Leviten findet sich im Gleichnis vom barmherzigen Samariter<strong>:</strong> „Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter.“<strong> (LK 10, 30-3</strong><strong>2</strong><strong>)</strong><strong> </strong> Über die Gründe ihres Verhaltens äußert sich Jesus nicht. Heutige Theologen vertreten die Auffassung, es sei weniger mangelnde Empathie als die für ihren Tempeldienst zwingend geltenden Reinheitsgebote gewesen, dass sie den Verletzten halbtot liegen ließen. Der Schutz der „heiligen Ordnung“ führte bereits damals zu Missachtung und Missbrauch von Schutzbefohlenen.</p>
<p>Nicht nur im Judentum, schon in den alten orientalischen Gotteskulturen Babylons, Kanaans oder Ägyptens sorgten sich ebenso wie bei den Griechen und Römern religiöse Spezialisten um die Entfaltung der göttlichen Lehre und die Bewahrung der Traditionen.</p>
<p>Anders als Propheten, Seher, Charismatiker oder Schamanen genossen sie eine langjährige vorbereitende Ausbildung und wurden durch eigene Initiations- und Weiheakte in ihr Amt eingesetzt. Ihr Amt gab ihnen in der jeweiligen Religionsgemeinschaft eine „Heiligkeit“, der sie durch besondere Kleidung und Lebensführung Ausdruck gaben. So durften ägyptische Priester heiraten, mussten sich nach sexueller Betätigung allerdings rituell reinigen, bevor sie wieder im Tempel Dienst taten. Längst ist historisch belegt, dass Frauen wie Männer geweihte Tempeldienste taten.</p>
<p>Wie nun die frühchristliche Glaubensgemeinschaft (Ecclesia) nach und nach durch eine kulturelle Aneignung von Priestertum und Tempelkult zur „katholischen Kirche“ wurde, dürfte weniger eine theologische als eine kulturhistorische Betrachtung fordern. Dabei gewonnene Erkenntnisse könnten die Debatten um „Wirbelsäule und Herz des Katholischen“ versachlichen und der christlichen Gemeinschaft neue Perspektiven in der Nachfolge Jesu geben. Möglicherweise mangelt es ja an den Berufungen zum Priestertum, weil der Ruf dazu ausbleibt.</p>
<p>Was die Gemeinschaft der Glaubenden – also die Ecclesia – braucht, sind gottvertrauende Frauen und Männer, die in der Nachfolge Jesu Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Verantwortung, dass die Gemeinschaft die volle personale Entfaltung jedes und aller Menschen fördert und zur ständigen Vermenschlichung der Welt beiträgt. (GES 59)</p>
<p>Die Entwicklungsgeschichte der Kirche zeigt zwei wesentliche Stränge auf:</p>
<ul>
<li>Einerseits die Wirkmacht und Strahlkraft spiritueller und lebensbejahender Personen in der Nachfolge Jesu</li>
<li>Andererseits der Aufbau einer klerikalen Organisations- und Herrschaftsstruktur mit wachsenden Herrschaftsansprüchen über die Glaubensgemeinschaft hinaus in Gesellschaft und Staat.</li>
</ul>
<p>Vor allem diese Machtansprüche und gesellschaftlichen Verquickungen prägen die „Kriminalgeschichte des Christentums“ von der „konstantinischen Schenkung“ über eine militante Missionspraxis, Kreuzzüge, Hexenjagden bis hin zu den aktuellen Missbräuchen und Vertuschungen.</p>
<p>Die bekanntgewordenen und noch nicht erfassten Missbräuche durch katholische Priester sind skandalös. Sie und die diversen Vertuschungen müssen strafrechtlich, zivilrechtlich und kirchenrechtlich aufgearbeitet werden. Auch kirchenpolitische Konsequenzen sind dringend. Zugleich aber ist festzuhalten, dass der überwiegende Teil der Priesterschaft sich im Gemeindealltag bewährt und an der Belastungsgrenze abstrampelt. Zum Täter-Anteil in der Priesterschaft heißt es in der Missbrauchsstudie des Bistums Münster: „Bezogen auf die Gesamtzahl der katholischen Priester sind das mindestens vier von 100 Priestern und damit ein kleiner, aber erheblicher Teil des Klerus.“ Es ist zu befürchten, dass sich dieser Täteranteil im „Dunkelfeld der Aufklärungen“ kräftig vergrößert.</p>
<p>Eine nüchterne Betrachtung der Kulturgeschichte christlichen Priestertums ist längst überfällig und dringend notwendig. Dabei kann sicherlich festgestellt werden, dass „Priestertum“ als solches in der römisch-katholischen Ecclesia hohe Akzeptanz findet. Das verstärkt Frauen den Zugang zu Weiheämtern einfordern, weist eher auf solche Hochschätzung als auf eine Ablehnung des Priestertums hin. Auch wenn der Zölibat kritisch hinterfragt wird, geht es eher um Reformen als um Abschaffung des Priestertums.</p>
<p>Deutlich wird zugleich, dass mit zunehmender innerkirchlicher Aufklärung der Gläubigen Priestermacht und Klerusherrschaft auf Widerstand stoßen. Seit den Tagen des II.Vatikanischen Konzils (!962-1965) hat sich ein selbstbewusstes, eigenmächtiges Laienapostolat entwickelt. 50 Jahre nach dem Konzil fordern die Laien über die ihnen zuerkannten Beratungsrechte hinaus echte Mitentscheidungskompetenzen. Immer weniger engagierten Gläubigen ist verständlich zu machen, warum weltweit etwa 5.300 Bischöfe in ihrem selbstreferenziellen und selbstgenerierenden Gruppensystem die Geschicke der über 1,3 Milliarden Menschen umfassenden Ecclesia bestimmen sollen. Auch wenn die Bischöfe ihre Führungsrolle mit der Unterstützung von über 400.000 Welt- und Ordenspriestern ausüben, bleibt die Priesterschaft eine relative kleine Gruppe in der gesamte Ecclesia. Nach den im Vatikan verwandten Kennzahlen änderte sich das Verhältnis Priester zu Laien seit 1969 von 1:1.428 auf 1:3.167 im Jahr 2017.</p>
<p>Je mehr sich die Laien ihres ihnen eigenen Apostolates bewusst werden, erodiert der Anspruch auf Priesterherrschaft. Längst finden sich auch unter den Laien ausgezeichnete und weltweit geachtete Frauen und Männer in der Theologie und Spiritualität.</p>
<p>Zur nüchternen Betrachtung zählt ebenfalls die Wahrnehmung jener Priester, die sich in tiefem Glauben als Seelsorger in den Dienst der Gemeinden stellen und die lebensförderliche Botschaft Jesu im Alltag bekunden. Die ihnen durch „Reformprozesse“ seit inzwischen Jahrzehnten zugemuteten Fusionen von Gemeinden und Seelsorgebereichen hat sie längst an die Grenzen organisatorischer und vor allem menschlicher Belastung geführt. Dieser vielen guten „Hirten“ und der unzähligen charismatischen Apostel und Apostelinnen wegen ist es notwendig, den katholischen Priesterkult würdig und sorgfältig zu hinterfragen.</p>
<p>Einen aus heutiger Sicht prophetischen Beitrag, perspektivisch auch für synodale Wege, lieferte der Passauer Pfarrer Dr. Walter Friedberger (gest. 1999):<br />
Nach über 20jähriger Tätigkeit als Leiter der Priesterfortbildung der bayrischen Diözesen reflektierte er seine Erfahrungen mit den „Hirten in Not“. 1991 beschrieb er, was Priester nervt, was sie belastet und welcher Art Unterstützung sie bedürfen, um auch als Priester authentische Jünger Jesu zu sein. <i>(Unter <b>reVisio</b> „Schätze unterschlagener Propheten“ stelle ich diese Überlegungen frei zugänglich, aufbereitet als <a href="https://share.mindmanager.com/#publish/rGQOF2Ii2dKDziAAHIEK3i4OH8kaPmB8HTnx0Hs8">interaktives Mindmap</a>. )</i></p>
<p>Die überfällige synodale Debatte um die Zukunft des Priestertums darf sich darum nicht allein an den skandalösen Missbräuchen und Vertuschungen ausrichten. Sie muss der gegenwärtigen Lebenssituation aktiver Priester und ihrer berechtigten Bedürfnisse auf die Zukunft hin gerecht werden.</p>
<p>Nur mal angenommen, weltweit würden sich Bischöfe und Priester vom Konzept der „Priesterherrschaft“ lösen. Sie vertrauten dem Gottesvolk, seine soziale und weltliche Ordnung dezentral aus den Kompetenzen der Gläubigen zu regeln. Sie lebten ihre Priesterschaft als spirituelle und seelsorgende Wegbegleiter gottvertrauender und um Vertrauen ringender Menschen. Wie einst Jesus erzählten sie den Menschen von der umfassenden Barmherzigkeit des himmlischen Vaters und lebten diese Botschaft authentisch im Alltag.</p>
<p>Welch ein Geschenk könnte solches Priestertum für die Welt sein!</p>
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		<title>Unterschlagene Propheten</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2022 18:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das traditionelle System &#8220;Katholische Kirche&#8221; zerfällt. Verantwortungsträger in Klerus und Laienschaft suchen synodal nach Wegen aus der Misere. Da lohnt ein Blick auf engagierte und klarsichtige Christen, deren Einsichten in ihrer Zeit als irritierend und störend abgetan wurden. Priester als auch Laien zählen zu diesen Propheten, deren Erkenntnisse noch heute (oder gerade heute) Wege aus [&#8230;]]]></description>
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<dl id="attachment_1098">
<dt>
<div id="attachment_1098" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_3214.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1098" alt="Kerzenopfer am Wallfahrtsort Fatima" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_3214-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Kerzenopfer am Wallfahrtsort Fatima</p></div>
<p>Das traditionelle System &#8220;Katholische Kirche&#8221; zerfällt.</p>
</dt>
</dl>
</div>
<p>Verantwortungsträger in Klerus und Laienschaft suchen synodal nach Wegen aus der Misere.</p>
<p>Da lohnt ein Blick auf engagierte und klarsichtige Christen, deren Einsichten in ihrer Zeit als irritierend und störend abgetan wurden. Priester als auch Laien zählen zu diesen Propheten, deren Erkenntnisse noch heute (oder gerade heute) Wege aus den Sackgassen eröffnen.</p>
<p>Texte dieser Vordenker habe ich als interaktive MindMaps aufbereitet.</p>
<p>MindMaps erlauben, die Argumentation des Autors grafisch wie eine Landkarte zu entfalten. Anders als im klassischen Fließtext wird es dem Leser möglich, in der Gedankenwelt des Autors zu stöbern.</p>
<p>Nach und nach stelle ich die MindMaps (bzw. die Links dazu) hier auf dieser Seite ein.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und gute Einsichten beim Stöbern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den Start macht ein Vortrag von Dr. Walter Friedberger zu den <a href="https://share.mindmanager.com/#publish/bTAXunHfsWLQEK9EWJS5USsaozrKsBy6saUS6o1E" target="_blank">Sozialen Intentionen des Jesus von Nazareth</a> aus dem Jahr 1976. Dr. Friedberger leitete von 1970 bis 1991 die überdiözesane Priesterfortbildung der bayrischen Bistümer.</p>
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		<title>Himmlische Weisheit?</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 11:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Luja sag i!“, grantelt der verstorbene Gepäckträger Aloisius als „Münchner im Himmel“. Dieser Himmel langweilt ihn, auf Ewigkeit verdammt zur Lobhudelei mit der Harfe auf einer einsamen Wolke. In der Satire Ludwig Thomas ist Gott nachsichtig und schickt den Grantler als Boten göttlicher Weisheit zurück ins Leben und zur bayrischen Staatsregierung. Leider kommt Aloisius auf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC06360.jpg"><img class="size-medium wp-image-1067 alignleft" style="margin-left: 15px; margin-right: 15px;" alt="SONY DSC" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC06360-300x199.jpg" width="300" height="199" /></a>„Luja sag i!“, grantelt der verstorbene Gepäckträger Aloisius als „Münchner im Himmel“. Dieser Himmel langweilt ihn, auf Ewigkeit verdammt zur Lobhudelei mit der Harfe auf einer einsamen Wolke. In der Satire Ludwig Thomas ist Gott nachsichtig und schickt den Grantler als Boten göttlicher Weisheit zurück ins Leben und zur bayrischen Staatsregierung. Leider kommt Aloisius auf seinem Weg am Hofbräuhaus vorbei, kehrt ein und bleibt auf ewig dort hocken. So bleibt der bayrischen Staatsregierung der Zugang zu göttlicher Weisheit bis heute verschlossen.</p>
<p>Doch was wäre, böte der Himmel mehr als langweilige Lobhudelei? Nur mal angenommen, die Choreografie der kürzlich erlebten Männer-Initiation gäbe einen Vorgeschmack auf die andere Seite des Lebens. Die Seelen Verstorbener würden von himmlischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elder_(Aborigines)">Elders</a> (Engel oder Seelen der Ahnen) empfangen und behutsam zu Reflexion des eigenen Lebens geführt. Auch beim Blick in die eigenen Abgründe von der Fürsorge der Elders gestützt. Diese hülfen ihnen zu erkennen, wo und wie sie aus Unkenntnis oder Unwillen falsche Entscheidungen trafen; wo sie aus Wut, Zorn, Angst oder Egoismus Mitmenschen verletzten und somit hinter die eigenen Möglichkeiten wahren Menschseins zurückblieben.</p>
<p>Von dort führten die Elders sie auf den heilsamen Weg, auf den Weg der Einsicht, dass selbst die größte Verfehlung nicht von der Liebe Gottes trennt.</p>
<p>Sich auf diese Liebe vertrauensvoll einzulassen, bringt die Höllenfeuer in uns zum Erlöschen.</p>
<p>Sollte mein jüngster Tag in eine derartige Choreografie münden, sehe ich ihm schon heute gelassen und mit freudiger Neugier entgegen.</p>
<p>Trotzdem hat es damit längst noch keine Eile.</p>
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		<title>Nun also Luzifer</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2021 15:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Auf Männerpfaden]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie bei den indigenen Kulturen sollten auch wir Ausschau halten nach Eindrücken, die uns zu einem neuen Namen als Ausdruck der Initiation führen können. Mir wurde das in den Wald durchbrechende Sonnenlicht, das Lichterspiel in den Zweigen und am Waldboden zum Leitbild. Dieses Licht wärmte und fand seinen Widerschein in mir. „Da ist ein Riss, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bei den indigenen Kulturen sollten auch wir Ausschau halten nach Eindrücken, die uns zu einem neuen Namen als Ausdruck der Initiation führen können. Mir wurde das in den Wald durchbrechende Sonnenlicht, das Lichterspiel in den Zweigen und am Waldboden zum Leitbild. Dieses Licht wärmte und fand seinen Widerschein in mir.</p>
<p>„Da ist ein Riss, ein Riss in allem. So kommt das Licht herein.“, singt <a href="https://www.songtexte.com/songtext/leonard-cohen/anthem-7bdb72e4.html">Leonhard Cohen in seinem Song ANTHEM</a>. Meine Zerrissenheit, meine Brüche und Verunsicherungen finden Sinn: So kommt das Licht herein! So bin auch ich ein Träger Seines Lichtes!</p>
<p>Darum wurde mein Initiationsname LUZIFER.</p>
<p>Gestärkt, gesalbt und gesegnet traten wir über die Schwelle des Heiligen Raumes der Rituale in den Heiligen Raum der realen Welt.</p>
<p>Mit dem gegebenen Versprechen, in Zukunft als initiierte Männer zu leben, stellen wir uns der dreistufigen Daueraufgabe des Humanen:</p>
<ul>
<li>gesamtmenschliche Reifung und Entfaltung
<ul>
<li>aller und jedes Menschen
<ul>
<li>in der ständigen Vermenschlichung der Welt.</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Zu dieser Aufgabe sind alle Menschen aller Kulturen und Religionen berufen, Christen und Christinnen können und dürfen sich ihr nicht entziehen (<a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">GES 59</a>). Mit immer mehr <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elder_(Aborigines)">Elders</a>, also initiierten Frauen und Männern, können wir dieser Aufgabe gerecht werden.</p>
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		<title>Zu neuer Kraft finden</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2021 20:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Tiefenpsychologie der Märchenwelt ist der dunkle Wald ein Ort der Ängste und Schreckensbilder. Sich ihnen zu stellen und auszusetzen befähigt die Märchenhelden und -heldinnen zur Heimkehr oder zu weiteren siegreichen Abenteuern. Auch wir Initianten hatten einen Tag im Wald zu verbringen, auf einem selbst gewählten Platz von etwa 3 m Durchmesser. In der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tiefenpsychologie der Märchenwelt ist der dunkle Wald ein Ort der Ängste und Schreckensbilder. Sich ihnen zu stellen und auszusetzen befähigt die Märchenhelden und -heldinnen zur Heimkehr oder zu weiteren siegreichen Abenteuern.</p>
<p>Auch wir Initianten hatten einen Tag im Wald zu verbringen, auf einem selbst gewählten Platz von etwa 3 m Durchmesser. In der Natur, „Gottes erster Bibel“, waren wir den harten Tatsachen des Lebens ausgesetzt. Denn das Leben ist hart und von mir nicht kontrollierbar. Es dreht sich nicht um mich, ich bin nicht so wichtig und werde sterben. Der Wald bot den Raum, diese Tatsachen tief in die Seele einwirken zu lassen. Zugleich ist solch kleiner Platz im Wald groß genug, die Fülle des Lebens neu zu betrachten und zu erfahren.</p>
<p>Der Macht der Natur ausgesetzt entdeckten wir neue Kräfte und fanden zu altem Mut zurück. In einem Gemeinschaftsritual stellten wir uns früher erlittener und heute noch wirksamer Beleidigungen und Schmähungen. So nahmen wir ihnen ihre Macht und wir erlangten seelische Befreiung und Erlösung, um in den finalen Ritualen auf das Leben als Initiierter vorbereitet zu werden. Nun begann der Wiederaufstieg zum Leben.</p>
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		<title>Abstieg zur Hölle</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2021 16:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[In schwarzer Pädagogik und mit militärischen Drill werden Menschen seit Jahrhunderten und leider noch immer körperlich überfordert und seelisch gebrochen. So sollen sie „stark“ werden für den Lebenskampf, „gehorsam“ für den Kriegsdienst, „fügsam“ für die Arbeitswelt und „angepasst“ den gesellschaftlichen Normen. Die Initiationen der Männerpfade.org weisen einen alternativen Weg. Wir Initianten wurden von initiierten Ältesten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In schwarzer Pädagogik und mit militärischen Drill werden Menschen seit Jahrhunderten und leider noch immer körperlich überfordert und seelisch gebrochen. So sollen sie „stark“ werden für den Lebenskampf, „gehorsam“ für den Kriegsdienst, „fügsam“ für die Arbeitswelt und „angepasst“ den gesellschaftlichen Normen.</p>
<p>Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Initiation">Initiationen</a> der <a href="https://maennerpfade.org/">Männerpfade.org</a> weisen einen alternativen Weg. Wir Initianten wurden von initiierten Ältesten (Elders) in gemeinschaftlichen Ritualen behutsam an unsere eigenen Schmerzen, Brüche, Wunden und Zerrissenheit geführt. In respektvollem Geleit und liebevoller Begleitung lernten wir, unsere Schmerzen, unsere lebensprägende Wut, Enttäuschungen und Verletzungen anzusehen, statt sie zu verdrängen. Wir erlebten Befreiung darin, einander zu unseren Ängsten, Schulden und Zerrissenheit zu stehen. Diesen konnten wir so ihre beherrschende, destruktive Macht über uns nehmen.</p>
<p>Der initiierende Weg führte uns in unsere je eigene Hölle. Dort konnten wir die Lasten der Seele loslassen und sie dem Feuer übergeben. Hier erkannten wir: Religiös ist, wer die Hölle fürchtet. Wer durch seine Hölle gegangen ist, wird spirituell.</p>
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		<title>Mit 70 auf Männerpfaden</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 11:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[St.-Josefs-Pilgerweg]]></category>
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		<description><![CDATA[Geplant war es so nicht. Dass 2021 mir zum Jahr meiner endgültigen Initiation werden würde, stand nicht in der Neujahrsbotschaft. Wohl war der Impuls zu einem neuen Pilgerweg im Vorjahr beim Klausurwochenende unserer Männergruppe entstanden. Santiago de Compostella als angedachter Zielort fiel unter den Corona-Bedingungen unserer Zeit aus. Als Papst Franziskus das Jahr 2021 unter [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Geplant war es so nicht. Dass 2021 mir zum Jahr meiner endgültigen Initiation werden würde, stand nicht in der Neujahrsbotschaft. Wohl war der Impuls zu einem neuen Pilgerweg im Vorjahr beim Klausurwochenende unserer Männergruppe entstanden. Santiago de Compostella als angedachter Zielort fiel unter den Corona-Bedingungen unserer Zeit aus.</p>
<p>Als Papst Franziskus das Jahr 2021 unter den Schutz des heiligen Josef stellte und kurz darauf das Konzil als das höchste Lehramt der Kirche bestätigte, kam Rom als Ziel meiner <a href="http://denkbar-mobil.de/?p=1017">Pilgertour</a> in den Blick. Vier Wochen nach meinem 70. Geburtstag wurde der Josefstag (19.3.2021) zum Tag des Pilgersegens und des Aufbruchs.</p>
<p><a href="http://denkbar-mobil.de/?p=968">Zwar endete meine Pilgerschaft im Grenzgebiet zu Österreich</a>, doch die Hard-Core-Wanderschaft im kältesten Frühjahr der letzten Jahrzehnte hinterließ tiefe Spuren. Spuren im Körper, vor allem aber in meinem Denken und spirituellem Empfinden.</p>
<p>Diesen Spuren nachzugehen bot die diesjährige Klausur des Männerkreises. Gemeinsam begingen wir die rituelle Heldenreise am Beispiel des „<a href="https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_eisenhans">Eisenhans</a>“. Wir gingen unseren Verwundungen nach, zeigten und salbten sie einander.</p>
<p>Und nun stehe ich mit meinem <a href="http://denkbar.huelkenberg.de/">denkbar-mobil</a> auf dem Parkplatz eines bayerischen Busunternehmens, um mich mit vielen, mir noch fremden Männern auf die finale Initiation vom Learner zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elder_(Aborigines)">Elder</a> einzulassen.</p>
<p>Eine ungeplante erste Prüfungsaufgabe stellte der kurzfristig anberaumte Bahnstreik der Lokführergesellschaft. Veranstalter und Teilnehmer reagierten umgehend, spontane Fahrgemeinschaften sicherten die pünktliche Ankunft aller Initianten. Unserem gemeinsamen Weg auf den Männerpfaden steht nichts mehr im Wege.</p>
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		<title>Wann ist der Mann ein Mann?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2021 12:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Sei ein Mann! – Werde endlich ein Mann!“. Derartige Sprüche sind eine ständige Begleitmusik kleiner Jungen, älterer Jungen und sogar erwachsener Jungen auf ihrem Weg ins Leben. Doch „Wann ist der Mann ein Mann?“ fragt nicht nur Herbert Grönemeyer. Macht der erste Beischlaf den Mann oder die Zeit bei der Armee? Kann ein „Weich-Ei“ dennoch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/07/Mann-sein.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1063" alt="Mann sein" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/07/Mann-sein-198x300.jpg" width="198" height="300" /></a>„Sei ein Mann! – Werde endlich ein Mann!“. Derartige Sprüche sind eine ständige Begleitmusik kleiner Jungen, älterer Jungen und sogar erwachsener Jungen auf ihrem Weg ins Leben.</p>
<p>Doch „Wann ist der Mann ein Mann?“ fragt nicht nur Herbert Grönemeyer. Macht der erste Beischlaf den Mann oder die Zeit bei der Armee? Kann ein „Weich-Ei“ dennoch ein Mann sein oder gilt nur der kraftstrotzende Macho?</p>
<p>Josef von Scharrel (*1961), Benediktiner im Kloster Nütschau, gründete dort das Haus Rafael als spezifisches Bildungshaus für Männer. Er leitet Waldexerzitien und Visionssuchen für das „starke Geschlecht“ im Steigerwald sowie in Schweden. Referent und Exerzitienmeister begleitet er Männergruppen auf ihrem Weg. Seine Erfahrungen legte er 2020 vor als Buch mit dem Titel „Mann werden – Mann sein“. Van Scharrel beleuchtet die Bedeutung der Väter für die Entwicklung der Jungen zum Mann aber auch die Mängel und Fehlentwicklungen patriarchaler Gesellschaft. Die Leser erfahren von den Archetypen des Mannseins und den Entwicklungsphasen der Heldenreise. Sie sind eingeladen alte Mann-Bilder aufzulösen und erfahren von den Möglichkeiten der spirituellen Initiation.</p>
<p>Übungen für zu Hause helfen dem Leser, dem Angelesenen am eigenen Leib nachzuspüren.</p>
<p>„Mann werden – Mann sein“ ist eine vorzügliche Einleitung und Vorbereitung auf eine Initiation in das moderne Mannsein. Ein Mannsein, welches befähigt in guter Kooperation mit initiierten Frauen diese Welt zu wahrer Menschlichkeit zu führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<address><b>Josef van Scharrel</b></address>
<address><b>Mann werden – Mann sein</b></address>
<address><b>Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach, 2020</b></address>
<p><b><a href="https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/50735932-9783736503014-mann-werden-mann-sein">https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/50735932-9783736503014-mann-werden-mann-sein</a> </b></p>
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		<title>&#8220;Vater unser&#8221; als Realität</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 18:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Josef Hülkenberg]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Denken schadet nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Laienapostolat]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Zu den Stufen zur Weisheit]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Franziskus]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Vater unser]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wie im Himmel, so auf Erden“. Millionenfach wird dieser Vers des „Vater unser“ regelmäßig von Christen gebetet. Der Zimmermannsohn aus Nazareth hat in vielen seiner Geschichten dargelegt, wie die umfassende Liebe seines Abba, des himmlischen Vaters, wirksam wird. Wenn wir in tiefem Gottvertrauen den Beispielen dieser Geschichten folgten, würde das Reich Gottes auf Erden Realität. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1035" style="width: 268px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.eginoweinert.de/"><img class="size-medium wp-image-1035" alt="Verlorener Sohn Skulptur von Egino Weinert" src="http://denkbar-mobil.de/wp-content/uploads/2021/06/Verlorener-Sohn-1-258x300.jpg" width="258" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><strong>Der gute Vater</strong><br />Skulptur von Egino Weinert</p></div>
<p>„Wie im Himmel, so auf Erden“. Millionenfach wird dieser Vers des „Vater unser“ regelmäßig von Christen gebetet.</p>
<p>Der Zimmermannsohn aus Nazareth hat in vielen seiner Geschichten dargelegt, wie die umfassende Liebe seines Abba, des himmlischen Vaters, wirksam wird. Wenn wir in tiefem Gottvertrauen den Beispielen dieser Geschichten folgten, würde das Reich Gottes auf Erden Realität. Jesus lebte diese Überzeugung konsequent vor und ließ sich dafür kreuzigen. In seiner Nachfolge finden sich seither immer wieder Menschen bereit, im Umgang mit den Mitmenschen die Maßstäbe des himmlischen Vaters anzulegen. „Wie im Himmel, so auf Erden“ findet auf Erden allerdings nur selten ungeteilte Zustimmung. Allzuoft hebeln die Gebote der Liebe, der göttlichen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit die irdischen Regeln zwischenmenschlichen Verhaltens aus.</p>
<p>Hier gilt vor allem:</p>
<ul>
<li>Keine Schwäche zeigen;</li>
<li>Macht und Herrschaft sind zu sichern;</li>
<li>Gerechtigkeit definiert der Sieger;</li>
<li>Schuld muss gesühnt werden!</li>
</ul>
<p>In der „Causa Marx“ zeigt sich Papst Franziskus als guter Schüler und Nachfolger Jesu. <span id="more-1033"></span>Wie er das Rücktrittsangebot des Münchner Erzbischofs und Kardinals Reinhard Marx ablehnt, läßt das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ aktuelle Realität werden.</p>
<p>Schuldig geworden, eigene und systemische Schuld anerkennend und bekennend ist Reinhard Marx bereit zur persönlichen Verantwortung und bietet seinen Rücktritt an. Natürlich schiessen die Spekulationen ins Kraut, ob der Erzbischof und Kardinal das alles ernst meint. So mancher Rücktritt war wohl eher ein Anlauf zum Durchstarten. <a href="http://www.public-forum.de/">Publik Forum</a> spielt in der Ausgabe vom 11.06.2021 allein 6 Spekulationsvarianten durch.</p>
<p>Papst Franziskus nimmt Reue und Läuterung seines Kardinals ernst, lobt ihn gar des dazu notwendigen Mutes. Er bittet Marx, diesen Weg der Läuterung und Konsequenz weiterzugehen als Erzbischof von München und Freising.</p>
<p>Franziskus hat mit der Annahme des „verlorenen Sohnes“ Kirche und Welt ein starkes Zeichen gegeben. „Wie im Himmel, so auf Erden“ ist auch im dritten christlichen Jahrtausend möglich.</p>
<p>Wie wird dieser Papst umgehen mit den Hirten, die strikt jed persönliche und systemische Verantwortung zur Kirchenkrise leugnen? Sieht er in Ihnen nur untreue (Lk 16,1-8) oder gar unbarmherzige Verwalter (Lk 17,4)?</p>
<p>Reinhard Marx jedenfalls erhielt seine Chance als verlorener Sohn. Die Zukunft wird zeigen, ob und wie dieses Erzbischofs Läuterung beiträgt, die Kirche wieder in die Nachfolge Jesu zu führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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